Post-Vorstand: Briefträger sollen für E-Postbrief werben
Jürgen Gerdes

Post-Vorstand

Briefträger sollen für E-Postbrief werben

Die Deutsche Post will ihren Vorsprung beim E-Postbrief vor der De-Mail der Telekom und United Internet weiter ausbauen und ihre Briefträger für die gesicherte E-Mail werben lassen. Die De-Mail soll sich zudem verzögern.

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Briefträger sollen gegen eine Prämie auf Kundenfang für den E-Postbrief gehen. Das hat Jürgen Gerdes, Vorstand bei der Deutschen Post und verantwortlich für das Briefgeschäft, der Rheinischen Post gesagt. "Die Zusteller informieren die Kunden über die Vorteile des E-Briefes. Und für jeden Kunden, den sie werben, erhalten sie eine Prämie", sagte Gerdes der Zeitung. "Bei 1.000 Briefkästen pro Zustellbezirk kann da schon ein interessanter Zuverdienst zusammenkommen." Schon jetzt werben Postmitarbeiter in den Filialen bei Kunden für das Lottospielen oder einen Wechsel zu einem neuen Energieversorger.

Beim E-Postbrief für sicheren elektronischen Nachrichtenaustausch wird jede Sendung mit einer elektronischen Signatur der Post versehen, die eine Integritätsprüfung der enthaltenen Daten ermöglicht. Damit bestätigt die Post dem Empfänger, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt und ihr Inhalt unverändert ist. Für das Versenden eines E-Postbriefes muss zudem eine auf das Handy gesandte Transaktionsnummer eingegeben werden. Verfügt der Empfänger eines E-Postbriefes nicht über eine E-Mail-Adresse, druckt die Post das Schreiben aus und stellt es per Boten zu.

Knapp 16 Wochen nach dem offiziellen Marktstart des neuen E-Postbriefes hätten sich nach Unternehmensangaben bereits eine Million Kunden eine E-Postbrief-Adresse gesichert. Circa 100 große Unternehmen, Behörden und Organisationen, wie die Allianz, der ADAC und Lotto Hessen, seien Vertragspartner für den E-Postbrief. Sie würden in den nächsten Wochen an die technische Plattform des E-Postbriefes angebunden, teilte das Unternehmen mit.

Gerdes kritisierte zugleich die Konkurrenten Deutsche Telekom und United Internet, die ihr Konkurrenzprodukt De-Mail aggressiv vermarkten würden. Gerdes in der Rheinischen Post: "Es wird den Wettbewerbern auch nichts nützen, viele Millionen Mailkunden nun anzuschreiben: Wenn die dann im Internet nicht unter ihrem Namen, sondern unter Pseudonymen E-Mails verschicken, hat das mit der Authentizität eines sicheren Briefverkehrs, wie ihn die Post seit 500 Jahren ermöglicht, garantiert nichts zu tun."

Der Start der De-Mail soll sich nach Informationen der Tageszeitung Die Welt verzögern. Der bisher geplante Starttermin Anfang Januar 2011 sei nicht mehr zu halten, berichtete die Zeitung. Die interne Planung des Bundesinnenministeriums von einem abschließenden Durchgang des Gesetzes im Bundesrat geht vom 11. Februar 2011 aus, hat die Zeitung erfahren. Die Telekom und United Internet planen daher einen Start erst frühestens im März. Sollte der Bundesrat größere Änderungswünsche haben, sei auch ein deutlich späterer Start möglich, heißt es im Umfeld der Unternehmen. United Internet und die Telekom hätten bereits 850.000 Vorregistrierungen.


Serviceteam E... 11. Nov 2010

Hallo j7146, dass Sie Ihren E-POSTBRIEF nicht erhalten haben, bitten wir zu...

Serviceteam E... 11. Nov 2010

Hallo Mathias, wir vom Serviceteam E-POSTBRIEF möchten Ihnen gerne zum Thema AGB und...

maha 05. Nov 2010

Ja neu war wenigstens der völlig richtige Vergleich mit Onlinebanking. Das ist aber bei...

irgendjemand 05. Nov 2010

@knock ymmd! gegen Terror ist immer noch die beste Antwort ;)

Mister XY 05. Nov 2010

Damit kannst du aber keine Rückantwort anfordern, egal ob bei Einwurf oder bei Erhalt...

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