Novum

Intel fertigt Speedster22i für Achronix

Die eigene Fertigungstechnik für Halbleiter ist einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile von Intel - und doch wird Intel diese nun erstmals nutzen, um für einen Dritten Chips zu fertigen. Dabei geht es nicht um die Weiternutzung alter Anlagen, denn gefertigt wird in 22-Nanometer-Technik.

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Seinen 22-Nanometer-Prozess will Intel in Zukunft auch ausgewählten Dritten anbieten, den Anfang macht der Achronix. Der FPGA-Spezialist lässt seinen neuen Chip Speedster22i von Intel fertigen und ist damit der einzige Chipentwickler außer Intel, dessen Chips in Intels Fabriken hergestellt werden. Der Name des Chips ist denn auch eine Anspielung darauf, denn der Speedster22i wird eben mit Intels 22-Nanometer-Prozess gefertigt.

Für Intel ist dies ein absolutes Novum, denn die eigene Technik zur Halbleiterfertigung war für Intel bislang einer der wesentlichen Wettbewerbsvorteile. Doch mit den immer kleiner werdenden Strukturen und den damit verbundenen Herausforderungen und Entwicklungskosten scheint auch Intel nach neuen Wegen zu suchen: So wurde in der letzten Woche bekannt, dass Intel mit Toshiba und Samsung bei der Chipherstellung in Strukturbreiten um 10 Nanometer zusammenarbeiten will.

Derzeit fertigt Intel seine Prozessoren mit einer Strukturbreite von 32 Nanometern, 22-Nanometer-Chips stehen für 2011 an. Danach ist ein Sprung auf 16 Nanometer vorgesehen, anschließend auf 11 Nanometer.

Erste Intel-Chips mit der 22-Nanometer-Technik sollen erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 erscheinen.

Finanziell spielt die Partnerschaft mit Achronix für Intel derzeit keine Rolle, denn die für Achronix produzierten Chips beanspruchen nur einen sehr kleinen Teil von Intels Fertigungskapazität. Intel spricht von deutlich unter einem Prozent. Vielmehr geht es Intel offenbar darum auszuloten, inwiefern die eigene Herstellungstechnik genutzt werden kann, um auch für Dritte Chips zu produzieren. Denn perspektivisch wäre das eine Möglichkeit, den steigenden Investitionsbedarf für immer kleinere Strukturgrößen zu refinanzieren.

Achronix verspricht sich derweil viel von der Kooperation und der Chipfamilie Speedster22i. Achronix will die Grenzen für FPGAs (Field Programmable Gate Array) mit dem Speedster22i sprengen und eine kosteneffiziente Herstellung schneller FPGAs mit mehr als 2,5 Millionen LUTs (Look-Up Tables) ermöglichen, was einem ASIC mit mehr als 20 Millionen Gattern entspräche.

Dabei soll Intels Herstellungsprozess für deutlich mehr Leistung bei geringer Leistungsaufnahme sorgen. Achronix spricht von mindestens der vierfachen Leistung bei halbierter Leistungsaufnahme, verglichen mit jedem anderen FPGA. Gedacht sind die Chips vor allem für den Einsatz im Bereich Telekommunikation und Netzwerk, beispielsweise 100G- und 400G-Ethernet sowie LTE.

Angeboten wird der Speedster22i in zwei Varianten. Der Speedster22i-HP ist auf maximale Leistung getrimmt, läuft mit bis zu 1,5 GHz und bietet 100.000 bis 700.000 LUTs. Der Speedster22i-HP läuft nur mit maximal 750 MHz, unterstützt aber bis zu 2,5 Millionen LUTs.


Speicher-Blöcke 01. Nov 2010

Das Forum war dagegen. Ist Achronix ein klassischer FPGA-Produzent wie z.b. bei Emulex...

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