Social Entertainment

Myspace erfindet sich neu

Eine Neuausrichtung von Myspace soll den Mitgliederschwund eindämmen. Das soziale Netzwerk wird im November zum Social-Entertainment-Portal für Musik-, Film-, Fernsehserien- und Spielefans werden.

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Während Facebook mittlerweile über 500 Millionen Nutzer zählt, sind Mitgliederzahlen bei Myspace seit Jahren rückläufig. Zur Übernahme durch Rupert Murdochs Mediengruppe News Corporation im Juli 2007 zählte Myspace noch 180 Millionen Mitglieder, im September 2010 waren es laut Unternehmensangaben nur noch 115 Millionen Mitglieder, davon 60 Millionen aus den USA.

Nun will Myspace kein soziales Netzwerk mehr sein, stattdessen wird es zum Unterhaltungsportal umgebaut, bei dem die Nutzer Gleichgesinnte finden, Musik, Filme, TV-Serien und Spiele konsumieren und sich darüber austauschen können. Dazu kann Myspace auf bestehende Partnerschaften wie etwa mit dem Videostreamingdienst Hulu setzen - und zählt schließlich selbst zur News Corp., dessen Geschäft die Produktion und Verbreitung von Inhalten ist.

Unterhaltung und Trends

Einen wichtigen Teil von Myspace werden deshalb thematisch sortierte Inhalte von Nachrichtenwebseiten und Blogs ausmachen. Als Beispiele werden MTV, Los Angeles Times, Access Hollywood, New York Times, Village Voice und Just Jared genannt. Content-Hubs sollen sich um Film, Fernsehen und Stars drehen, sie liefern redaktionell erstellte Artikel, Nachrichten, Videos und Fotos verschiedener Partner.

Mit der Neuausrichtung kommen auch ein komplett neues Webseitendesign und ein verändertes Logo. Myspace-Chef Mike Jones erklärt im Unternehmensblog, dass die Navigation verbessert wird und angemeldete Nutzer über neue Inhalte gemäß ihrer Interessen informiert werden sollen. Ziel ist es, dass es ständig etwas zu entdecken gibt. Die Homepage können die Nutzer entweder in einer traditionellen Listenansicht, magazinähnlich oder als Videoformat konsumieren.

Ähnlich wie beim US-Musikdienst Spotify wird auch Myspace spezielle Themenbereiche durch informierte, engagierte und angesagte Kuratoren aus der Community pflegen und ausbauen lassen. So sollen kulturelle Trends schnell auf Myspace abgebildet werden.

  • Neue Myspace-Homepage (Screenshot: Myspace)
  • Neues Myspace-Nutzerprofil (Screenshot: Myspace)
  • Neues Myspace - Listenansicht (Screenshot: Myspace)
  • Neues Myspace - Rasteransicht (Screenshot: Myspace)
  • Neues Myspace - Celebrity-Hub (Screenshot: Myspace)
  • Neues Myspace - Themenseite für die US-TV-Serie Glee (Screenshot: Myspace)
Neue Myspace-Homepage (Screenshot: Myspace)

Vom Nutzer zum Zuschauer

Reguläre Myspace-Nutzer können sich zwar über den Dienst weiterhin austauschen, sie werden aber vor allem als Zuschauer und Fans gebraucht, sie sollen Unterhaltungsinhalte entdecken, betrachten, bookmarken und empfehlen. Um sie bei Laune zu halten und für ihre Aktivitäten wie etwa das Anlegen von Playlisten zu belohnen, wird es für Kuratoren und normale Nutzer Abzeichen (Badges) geben. Zudem wird Myspace an soziale Netzwerke angebunden werden, um Myspace-Inhalte dort auch empfehlen zu können.
Das neue Myspace befindet sich derzeit in der Betaphase, ab Ende November 2010 soll es dann weltweit starten. Bis Ende des Jahres 2010 folgt dann eine entsprechende Android- und iOS-App für die mobile Nutzung.


nuffi 07. Nov 2010

myspace hätte soviel sein können. da war und ist so dermaßen viel potenzial und was...

ofenrohr 01. Nov 2010

Wieso ist WKW offen wie ein Scheunentor und strotzt vor Fehlern? Mit den IM muss ich dir...

TonnenHoof 28. Okt 2010

hat mich nie interessiert son elektronischer sozial kack. nur was für leute die ka haben...

moeper 28. Okt 2010

nein, facebook ist schon korrekt, denn für den Musiker sind Userzahlen entscheidend und...

Herb 27. Okt 2010

So ist es. Erst auf dem Dev-System testen, dann auf's Live-System knallen. Und statt...

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