Interval

Google, Apple und Facebook gemeinsam gegen Microsoft-Gründer

Unter Führung von Google haben sich die von Interval, der Firma von Microsoft-Gründer Paul Allen, verklagten Unternehmen zusammengeschlossen. Sie weisen die Klage wegen Patentverletzung zurück, wobei es um grundlegende Internettechniken geht.

Anzeige

Google und seine Tochter Youtube haben beantragt, die von Interval eingereichte Patentklage abzuweisen, da aus der Klage nicht hervorgehe, in welcher Form Google die angeführten Patente verletzt, um welche zugrundeliegende Technik es gehe und welche Produkte oder Dienste von Google konkret betroffen seien. Vielmehr mache Interval in der Klageschrift allen Beklagten die gleichen Vorwürfe, mit den gleichen kopierten Textpassagen, ohne Fakten zu nennen, die den jeweils Beklagten oder sein Geschäft betreffen. Zudem seien die Patente zu allgemein gehalten.

Andere Beklagte schließen sich Googles Argumentation an, darunter eBay, Netflix, Office Depot und Staples. Apple, Yahoo, Facebook, AOL und Officemax stützen sich ebenfalls auf Googles Ausführungen, führen aber noch weitere Argumente an.

Die im Rahmen der Klage eingereichten Dokumente finden sich unter anderem bei Groklaw.

Ende August 2010 hat die von Microsoft-Gründer Paul Allen und David Liddle 1992 gegründete Firma Interval Licensing Klage gegen AOL, Apple, eBay, Facebook, Google, Netflix, Office Depot, Officemax, Staples, Yahoo und Youtube eingereicht und wirft den Unternehmen vor, vier US-Patente zu verletzen. Die Patente beschreiben grundlegende Internettechniken, wie sie heute aus dem Netz nicht mehr wegzudenken sind. Angeführt wird das US-Patent Nr. 6,263,507, das einen Browser zur Navigation einer Informationsmenge beschreibt, insbesondere in Bezug auf audiovisuelle Daten. Die ebenfalls in der Klage angesprochenen US-Patente Nr. 6,034,652 und 6,788,314 beschreiben einen Aufmerksamkeitsmanager, der die periphere Aufmerksamkeit einer Person in der Nähe eines Displays beansprucht. Das vierte in der Klage thematisierte US-Patent, Nr. 6,757,682, beschreibt einen Mechanismus, um Nutzer über Dinge zu informieren, die sie interessieren könnten.

Interval argumentiert, "früh Grundlegendes zur Entwicklung der Internetökonomie beigetragen" zu haben. Mit der Klage wolle man die Investitionen in diese für E-Commerce und Websuche wichtigen Technologien schützen. Dabei legt Interval Wert darauf, nicht als Patenttroll wahrgenommen zu werden: "Wir berufen uns nicht auf Patente, die andere Unternehmen angemeldet haben, noch kaufen wir Patente, die ursprünglich anderen zugeordnet wurden. Es handelt sich um Patente, die von und für Interval entwickelt wurden."


65146146565165 25. Okt 2010

Erfinden != Nachmachen.

Bouncy 25. Okt 2010

ist für beide Seiten keine Partnerschaft von existenzieller Bedeutung, insofern ist die...

Havyrl 25. Okt 2010

Wann war das bitte? Schau dir doch mal bitte die besonders alten Patente an, da sind...

Ghostsa 25. Okt 2010

denn gerade Apple, Google und Facebook hätten mal einen dicken Dämpfer verdient, damit...

auto r 25. Okt 2010

Eine Schande ist nur, dass diese Patente überhaupt angenommen wurden. Daran sieht man mal...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler in den Bereichen PHP, Java, .NET, C#, C++, Objective-C…
    proQrent GmbH, Böblingen (Reisebereitschaft)
  2. Professional Softwareentwickler Java (m/w)
    SPIRIT/21 AG, verschiedene Standorte
  3. Testingenieur (m/w) für Hard- und Software für den 3D-Laser Scanner
    FARO Europe GmbH & Co. KG, Korntal-Münchingen
  4. IT Produktmanager Service Delivery Framework (m/w)
    Schott AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Facebooks Regeln

    Fleischwunde ja, aber bloß keine Brüste

  2. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  3. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  4. Onlive Desktop Plus

    Der schnellste Browser fürs iPad kann auch Flash

  5. Test PS Vita und Spiele

    Totgeburt oder Ausstattungswunder?


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 12:40 Uhr

  2. Kommentare: 126 | letzter Beitrag 13:16 Uhr

  3. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 22.02. 16:07

  4. Kommentare: 105 | letzter Beitrag 10:11 Uhr

  5. Kommentare: 79 | letzter Beitrag 22.02. 10:28

Mehr


  1. LG Optimus 4X HD

    Smartphone mit Android 4.0 und Quad-Core-Prozessor

  2. Samsung Star 3

    Touchscreen-Handy mit WLAN für 160 Euro

  3. LPDDR3

    1 GByte DDR3-Speicher für Smartphones und Tablets

  4. LG Optimus 3D Max

    Android-Smartphone mit 3D-Display und Gorilla Glass 2

  5. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  6. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  7. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl

  8. tz-Datenbank

    EFF gewinnt Streit um die Zeitzonen-Datenbank

  9. Mobiles Internet

    Datenrate ist Nutzern zu langsam

  10. Softwaresammlung

    Opensource-DVD 26.0 mit 485 Programmen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Head-up-Display: Googles Android-Brille kommt 2012
Head-up-Display
Googles Android-Brille kommt 2012

Die Google-Brille mit Head-up-Display soll Ende 2012 erscheinen und kann über eine Kamera Informationen zur Umgebung des Nutzers einblenden. Google-Gründer Sergey Brin ist führend an der Entwicklung beteiligt.

  1. Stiftung Warentest Googles neue Datenschutzbestimmung ist "angreifbar"
  2. Open-Source-Entwicklung Google ruft zum Summer of Code 2012 auf
  3. Google "Wir sammeln nicht noch mehr Daten über dich"

Smartphones: Ubuntu für Android
Smartphones
Ubuntu für Android

MWC 2012 Canonical will in der kommenden Woche auf dem Mobile World Congress 2012 Ubuntu für Android zeigen. Android und Ubuntu laufen gleichzeitig und sind eng miteinander verzahnt, so dass das Smartphone mit Monitor und Tastatur zum Desktoprechner wird.


Multifunktional: Roboter baut Gerüst und fährt darauf herum
Multifunktional
Roboter baut Gerüst und fährt darauf herum

Gerüste könnten künftig von diesem Roboter errichtet werden: Er fährt auf einem Gerüst umher und transportiert Stangen, die er dann an dem Gerüst anbringt.

  1. Automatisierung Führerlose Züge sollen Erz transportieren
  2. Autonom fahren Nevada erlässt Regeln für Roboterautos
  3. Fester Händedruck Roboter und Mensch schütteln im Weltraum die Hände

Zum Artikel