Wiki Watch: Neue Webseite bietet Einblicke in die Wikipedia

Wiki Watch

Neue Webseite bietet Einblicke in die Wikipedia

Eine von den Medienrechtlern der Universität in Frankfurt an der Oder eingerichtete Webseite soll Nutzern einen Blick hinter die Kulissen der Onlineenzyklopädie Wikipedia ermöglichen. Zum Start des Programms am heutigen Freitag haben die Initiatoren zudem die Ergebnisse einer Umfrage unter den Administratoren der deutschen Wikipedia veröffentlicht.

Anzeige

Die Medienrechtler der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder haben mit Wiki Watch ein Portal zur Wikipedia gegründet. Ziel des Webangebotes ist es, Nutzern Metainformationen über die Onlineenzyklopädie zu geben.

Was passiert in der Wikipedia

Wiki Watch informiert beispielsweise darüber, welche Artikel am häufigsten abgerufen werden, an welchen gerade heftig gearbeitet wird - bis hin zu den sogenannten Edit-Wars - und welche gelöscht werden sollen oder welche Wikipedianer besonders aktiv sind. Außerdem bietet die Webseite Nutzern die Möglichkeit, die Verlässlichkeit einzelner Einträge zu prüfen.

Wikipedia sei mit mehr als 1,1 Millionen deutschsprachigen Artikeln eine wichtige Wissensquelle. Allein im deutschen Sprachraum werde sie 25 bis 35 Millionen Mal am Tag genutzt, sagen Wolfgang Stock und Johannes Weberling, Medienrechtler an der Viadrina. "Da ist es für jeden Nutzer, aber auch für die Gesellschaft wichtig zu wissen, welcher der Artikel nicht der Qualität entspricht, die wir insgesamt von Wikipedia gewohnt sind." Das von ihnen ins Leben gerufene Angebot biete Nutzern eine neue Möglichkeit, die Inhalte und Prozesse der Wikipedia zu durchschauen. "Mit der Transparenz, die unser Projekt bringt, werden wir die Qualität und Transparenz von Wikipedia verbessern helfen", sind sich die beiden sicher.

Umfrage unter Administratoren

Zum Start haben die Frankfurter zudem die Ergebnisse einer Umfrage unter den Administratoren der deutschen Wikipedia veröffentlicht. Die Wissenschaftler wollten wissen, wer die 281 "Pförtner" der deutschsprachigen Ausgabe sind. Gut 20 Prozent von ihnen beteiligten sich an der Umfrage.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (92 Prozent) war männlich und im Schnitt 40 Jahre alt. Fast jeder zweite von ihnen hat einen akademischen Abschluss wie ein Staatsexamen oder ein Diplom, 13 Prozent haben sogar einen Doktortitel. Die Mehrheit von ihnen bezeichnet sich als linksliberal mit grünen Zügen.

Anliegen Qualität

Ein wichtiges Motiv dafür, sich zum Administrator wählen zu lassen, ist die Qualitätssicherung der Wikipedia. Im Schnitt arbeiten sie 140 Minuten am Tag an der Wikipedia. Viele von ihnen (38 Prozent) sind jedoch mit der Arbeit unzufrieden. Sie beklagen unter anderem eine unterirdische Diskussionskultur und die Edit-Wars. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) überlegt, das Amt niederzulegen.


Der Kaiser! 24. Mär 2011

Siga, wir sind da auf einer Linie. :)

Der Kaiser! 24. Mär 2011

geekee 28. Okt 2010

Super, bestätigt (leider) nochmal, dass der Teil wirklich gelöscht wurde.

nipah 27. Okt 2010

Du meinst http://www.conservapedia.com?

medien-theken 24. Okt 2010

Das wäre ja auch nicht schlimm (wenn auch zu "teuer") wenn es transparent erfolgt. Für...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in (SAP)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  3. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  4. Senior Web-Entwickler (m/w)
    S Broker AG & Co. KG, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Homespots

    Kabel Deutschland zählt 500.000 WLAN-Hotspots

  2. Android

    Google vereinfacht Zertifizierungsprozess

  3. Samba

    Amazon bringt Active Directory in die Cloud

  4. Gesetzentwurf

    Ungarn will Steuer von 49 Cent pro GByte erlassen

  5. Nokia

    Offline-Navigation Here für alle Android-Geräte

  6. Test F1 2014

    Monotonie auf der Strecke

  7. Projekt Phoenix

    Open-Source-Alternative zu Apples Swift

  8. Phishing

    Gezielte Angriffe über Onlinewerbung

  9. Thomas Gleixner

    Echtzeit-Linux wird Hobbyprojekt

  10. Aquabook 3

    Das wassergekühlte Gaming-Notebook



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

    •  / 
    Zum Artikel