Ericsson
Mobilfunkbetreiber stecken wieder mehr Geld in den Ausbau
Ericsson hat die Analystenerwartungen im letzten Quartal übertroffen. Besonders in Nordamerika hätten die Mobilfunkbetreiber die Ausgaben stark gesteigert. Doch die Komponentenhersteller kämen einfach nicht hinterher, klagte der Konzernchef.
Ericsson konnte beim Gewinn kräftig zulegen, weil die Mobilfunkbetreiber wieder stärker in den Ausbau der Netze investieren. Der schwedische Mobilfunkausrüster hat im dritten Quartal 2010 einen Gewinn von 3,68 Milliarden Schwedischen Kronen (396,4 Millionen Euro) verbucht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden wegen hoher Abschreibungen nur 810 Millionen Kronen (87,2 Millionen Euro) erwirtschaftet. Die Analysten hatten 3,52 Milliarden Kronen (379,1 Millionen Euro) prognostiziert.
Der Umsatz stieg von 46,43 Milliarden Kronen (5 Milliarden Euro) auf 47,48 Milliarden Kronen (5,11 Milliarden Euro) und lag damit nur knapp unter der Analystenprognose von 47,73 Milliarden Kronen (5,14 Milliarden Euro).
Der operative Gewinn betrug 5,21 Milliarden Kronen (561,4 Millionen Euro), nach 1,14 Milliarden Kronen (122,8 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum. Hier hatten die Analysten mit 5,56 Milliarden Kronen (599,1 Millionen Euro) jedoch mehr erwartet.
Nordamerika, Ericssons größter Markt, legte beim Umsatz um 223 Prozent zu. Der Umsatz in China und Nordostasien wuchs um 24 Prozent. Konzernchef Hans Vestberg sagte, dass der Umsatz noch stärker gewachsen wäre, wenn der Markt für Komponenten mehr hergegeben hätte. "Während des Quartals hat sich die Situation etwas gebessert, es bleibt aber schwierig, die Nachfrage für mobiles Breitband zu erfüllen", sagte er. Einige Engpässe in der Lieferkette seien gelöst, branchenweit gebe es aber weiterhin Probleme.
Vestberg sagte: "Überall auf der Welt liegt der Fokus der Betreiber noch auf der Verringerung der operativen Ausgaben und auf der Auslagerung des Netzbetriebes."
Ericsson ist weltweit der größte Anbieter von Mobilfunkausrüstung und hat seinen Marktanteil von rund 30 Prozent zu Beginn des Jahres 2008 auf 40 Prozent gesteigert, so eine Studie von Infonetics Research. Der Marktanteil wurde durch die Akquisition von Nortel Networks' nordamerikanischem Wireless-Geschäft gestärkt. Alcatel-Lucent und Huawei Technologies kämpfen zurzeit weltweit um den dritten Platz.






Da also nicht genug LTE-Anlagen geliefert werden können, muss jedes Unternehmen nach dem...
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