Map World

China macht Google Konkurrenz

Das staatliche chinesische Vermessungsamt hat eine eigene digitale Weltkarte im Netz veröffentlicht. Mit Map World wollen die Chinesen mit Google Earth konkurrieren.

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China hat ein eigenes Onlineweltkartenangebot eingerichtet, berichtet die Tageszeitung China Daily. Map World heißt das Angebot auf Englisch. Der einheimische Name lautet Tian Ditu, übersetzt etwa Himmelslandkarte. Entsprechend ist auf der Startseite die Weltkarte als Wolkenformation zu sehen. Verantwortlich dafür ist das staatliche Vermessungsamt (State Bureau of Surveying and Mapping, SBSM).

Karten und Satellitenfotos

Map World bietet wie Google Maps eine Landkarte und eine Satellitenansicht. Außerdem kann der Nutzer eine 3D-Ansicht laden. Die Beschriftung ist aus naheliegenden Gründen in Chinesisch. Zum Navigieren hat auch World Map vier Pfeile, mit denen der Nutzer die Karte in die entsprechende Richtung verschieben kann, sowie eine Leiste zum Zoomen. Anders als bei Google erfolgt das Zoomen bei Map World nicht stufenlos.

Das kostenlose Angebot erlaube es den Nutzern, "über Berge und Ebenen auf der ganzen Welt zu fliegen", sagte SBSM-Direktor Xu Deming bei der Freischaltung des Angebots. Im Land selbst fänden sie viele Verkehrsinformationen, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten. Die Satellitenaufnahmen stammen aus den Jahren 2006 bis 2010. Die Auflösung gibt die Behörde mit 500 Metern außerhalb Chinas an. Im Land liege sie bei 2,5 Metern und in ausgewählten rund 300 Städten bei 0,6 Metern.

Noch im Aufbaustadium

Zwei Jahre habe der Aufbau des Angebots laut SBSM gedauert. Es sei auch noch nicht abgeschlossen, so dass es noch zu Fehlern kommen könne. Tatsächlich hat Golem.de Fehler beim Laden der Karten festgestellt. Beim Aufrufen der 3D-Ansicht erschien eine Fehlermeldung. Das SBSM will die geologischen Daten zwei Mal im Jahr aktualisieren, sagte ein Mitarbeiter des Amtes. Google sei hier im Vorteil. Google Earth könne "seine Informationen alle paar Minuten durch Satelliten aktualisieren."

Um in China Onlinelandkarten- und Ortsdienste anbieten zu können, braucht ein Unternehmen seit Mai 2010 eine staatliche Genehmigung und muss bestimmte Auflagen erfüllen. So müssen die Server, auf denen die Kartendaten gespeichert sind, im Land stehen. Außerdem muss das Unternehmen nachweisen, dass seine Daten sicher sind.

31 Genehmigungen

Laut SBSM haben bislang 80 Unternehmen eine solche Genehmigung beantragt. 31 haben eine bekommen. Darunter sind Nokia, die Suchmaschine Baidu, das E-Commerce-Unternehmen Alibaba sowie Sina, eines des drei großen Onlineportale in China.

Google hat laut SBSM bislang keine Genehmigung beantragt. Allerdings dürfte es fraglich sein, ob das passiert. Nach einer Hackerattacke im vergangenen Winter hat sich Google im März aus China zurückgezogen, unterhält also auch keine Server mehr im Land. Nutzer aus China werden auf das in Hongkong ansässige Angebot von Google verwiesen.


hmajm 29. Okt 2010

Recht haste ja, aber es wird wenigstens sowas wie "Smooth"-Zoom suggeriert, was die JS...

ellie 23. Okt 2010

da sind bestimmt viele gebiete als chinesiche präsentiert, die eigentlich nicht als ihre...

cicero 23. Okt 2010

Konkurrenz belebt das Geschäft, bzw. bring Verbesserungen für den Nutzer. Was nun noch...

hmjam 23. Okt 2010

Das Porblem daran ist, dass dann die ABschaltautomatik nciht mehr oder nur sehr...

MForMusik 23. Okt 2010

Wer Freiheit* im Internet genießen kann braucht sie im waren Leben nicht mehr. *Mit...

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