Gesetz beschlossen

700.000 Vorregistrierungen für De-Mail

Bei GMX, Web.de und bei der Deutschen Telekom haben sich fast 700.000 Menschen für die De-Mail vorangemeldet. Die Bundesregierung hat heute ein Gesetz dazu verabschiedet. Golem.de hat nachgefragt, was der Dienst kosten wird.

Anzeige

Die De-Mail stößt bei den Menschen in Deutschland auf Interesse. Seit dem Start der Registrierungsphase vor drei Monaten haben sich knapp 700.000 Menschen für den rechtsverbindlichen E-Mail-Dienst registrieren lassen. Bei den United-Internet-Marken GMX und Web.de sowie bei der Deutschen Telekom konnten sich Nutzer für eine eigene De-Mail-Adresse registrieren lassen.

Die Adressen werden nach Eingang der Anmeldung vergeben. Die E-Mail-Adresse soll sich aus Vorname.Nachname@, der anschließenden Endung des E-Mail-Anbieters und einer De-Mail-Endung zusammensetzen.

Wenn das De-Mail-Gesetz verabschiedet ist, werden die Teilnehmer über das Registrierungsverfahren informiert. Dann erfolgt die persönliche Authentifizierung, was die United-Internet-Töchter über einen Dienstleister per Postweg erledigen wollen. Mit De-Mail sollen in Deutschland rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter wird das SSL-Verfahren genutzt.

Die De-Mails sollen auch über das Handy abrufbar sein. Die De-Mail-Adresse und das Postfach sollen kostenlos sein, das Versenden von De-Mails muss bezahlt werden. GMX-Sprecher Holger Neumann sagte Golem.de: "Wir peilen einen Preis von 10 Cent bis 20 Cent an. Der Empfang der De-Mail wird kostenlos sein." Die Telekom werde ein kostenloses Freivolumen für die De-Mail-Grundversorgung bieten. Darüber hinaus seien die De-Mails kostenpflichtig. "Der Preis wird auf jeden Fall unter den 50 Cent der Deutschen Post liegen", sagte ein Telekom-Sprecher Golem.de.

Bundesdatenschützer Peter Schaar hatte im Februar 2009 Mängel in dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Bürgerportalgesetzes kritisiert. Es reiche nicht aus, dass die Diensteanbieter bei De-Mail untereinander verschlüsselt kommunizieren sollen. Damit könnten Nachrichten bei den Anbietern weiterhin von Dritten gelesen und gegebenenfalls verändert werden. Deshalb sollte die Kommunikation durch eine End-to-End-Verschlüsselung zwischen Absender und Empfänger gesichert werden. Auch die Ablage persönlicher Daten in einem elektronischen Safe sei nur wirklich sicher, wenn die Daten verschlüsselt gespeichert würden und ausschließlich der Betroffene den elektronischen Schlüssel dazu besitze.

Die Bundesregierung hat am heutigen 13. Oktober 2010 das Gesetz zur Regelung von De-Mail-Diensten beschlossen. De-Mail starte 2011, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). "Heute werden immer noch weit weniger als 5 Prozent der E-Mails verschlüsselt versendet." Aus diesem Grund sei es so wichtig, dass der Staat hier einen Impuls für das Entstehen einer flächendeckend verfügbaren und sicheren Infrastruktur gebe. Das De-Mail-Gesetz sorge für einheitliche Regelungen darüber, was die Mindestanforderungen an einen sicheren elektronischen Nachrichtenaustausch seien. Der Nutzer könne qualifiziert elektronisch signierte Versand- und Eingangsbestätigungen mit hoher Beweiskraft wie bei einem Einschreiben erhalten, so der Minister.


Youssarian 17. Okt 2010

Das stimmt so aber nicht. Bei DE-Mail gilt der "Brief" drei Tage nach Versand als...

hb 15. Okt 2010

Ja. Ich weiß. Davon rede ich ja.

quovadis 14. Okt 2010

Insgesamt steht der Empfänger meines Erachtens schlechter da als vorher... aber letzten...

keinahnung 14. Okt 2010

Schon lustig. Meine Aussage hat keinen Zeitrahmen gesetzt bekommen. Da da du ja selbst...

de-mailer 14. Okt 2010

lass dich akkreditieren und verdiene mit. musst nur die bsi grundschutz anforderungen...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel