Cloud Computing: Microsoft kauft den Toolhersteller Avicode

Cloud Computing

Microsoft kauft den Toolhersteller Avicode

Microsoft braucht bessere Monitoringwerkzeuge für seine Cloud-Computing-Plattform Windows Azure. Deshalb kaufte der Hersteller den .Net-Spezialisten Avicode.

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Microsoft kauft das Privatunternehmen Avicode. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Avicode mit Sitz in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland stellt Performance-Monitoring-Tools für das .Net-Framework her, die in Rechenzentren und beim Cloud Computing zum Einsatz kommen. Avicode ist einer der weniger zahlreichen Anbieter, die nicht auf Java-basiertes Applikationsmanagement setzen.

Laut Brad Anderson, Generalmanager für die Management- und Solutions-Sparte Microsofts, kommen die Avicode-Werkzeuge bei Microsoft seit Jahren zum Einsatz. Avicode sei im Bereich .NET-Anwendungsmonitoring führend, so Anderson. "Avicode wird eine hundertprozentige Microsoft-Tochter, die Software wird über die System-Center-Produktlinie ausgeliefert.". Das Serverprodukt Microsoft-System-Center-Operations-Manager dient der Performanceüberwachung und der Ereignisanzeige für Hardware und Software.

Anderson erklärte, die Idee für die Übernahme von Avicode sei ihm bei einem seiner regelmäßigen Besuche in den eigenen Rechenzentren gekommen. "Ein Ort, den ich aufsuche, um selber etwas über Probleme und Trends beim Betrieb großer und komplexer Rechenzentren zu lernen, sind unsere eigenen Anlagen hier bei Microsoft. Wir betreiben riesige Rechenzentren für einige der weltgrößten Dienste wie Bing, Azure, Hotmail, Communicator, Windows Update und andere. Wir haben dafür weltweit hunderttausende Server im Einsatz. Ich komme nie von diesen Besuchen zurück, ohne dass meine Achtung für diese Teams gestiegen ist, die dort die Herausforderungen mit System-Center-Operations-Manager zu lösen haben."

Der Start von Windows Azure, Microsofts Cloud-Computing-Plattform für Softwareentwickler, im Jahr 2010 habe ihm so verdeutlicht, dass neue Monitoringfunktionen nötig seien. Bereiche, für die Microsoft besseres Monitoring benötige, seien die Leistungsfähigkeit seiner Onlineprodukte für Endnutzer, die Performance von geschäftskritischen Transaktionen und für das Zusammenspiel von Hardware und Software bei verteilten Anwendungen oder Diensten, erklärte Anderson.


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