LibreOffice

Oracle erteilt dem Communityprojekt eine Absage

Oracle will nicht mit dem neuen Communityprojekt LibreOffice zusammenarbeiten, sondern die freie Bürosuite selbst weiterentwickeln. Damit bleiben auch die Rechte der Namensgebung bei dem Konzern.

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Oracle appelliert an die Open-Source-Gemeinschaft, sich weiterhin am Projekt Openoffice.org zu beteiligen, denn der Konzern sei überzeugt, dass die Bürosoftware mit über 100 Millionen Benutzern ein reifes und funktionstüchtiges Open-Source-Produkt sei.

Nach der Übernahme von Sun durch Oracle ging auch die Software Openoffice.org samt der entsprechenden Namensrechte an den Konzern über. Seitdem hatte sich Oracle nicht über seine Pläne zu der freien Bürosuite geäußert. Selbst auf dem letzten Openoffice.org-Kongress Anfang September schwiegen die Oracle-Verantwortlichen ebenso wie auf der Hausmesse Mitte September 2010, als die Zukunft von anderen Open-Source-Projekten umrissen wurde, etwa Java und Solaris. Ein Insider vermutet, der Konzern setze seine Ressourcen hauptsächlich für eine kommerzielle Cloud-Office-Lösung ein.

Document Foundation

Ende September 2010 setzte die Openoffice.org-Community den langjährigen Plan um, die Namensrechte, Infrastruktur und Entwicklung der Bürosoftware an eine Stiftung zu übertragen. Die Document Foundation soll sich künftig nicht nur um die Belange des Büropakets kümmern, sondern auch das Open Document Format (ODF) fördern.

Zunächst konnten die Entwickler Red Hat, Novell und Google als Förderer gewinnen. Die Konzerne wollen auch Entwickler für das Projekt abstellen. Auch Canonical erklärte sich bereit, LibreOffice statt Openoffice.org in der für das Frühjahr 2011 geplanten Ausgabe seiner Linux-Distribution Ubuntu zu integrieren. Oracle wurde erst spät über die Pläne informiert und eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Die Mitglieder der Stiftung baten auch darum, dass die Namensrechte an Openoffice.org auf die neue Stiftung übertragen werden.

LibreOffice und Openoffice.org

Nach Oracles Absage gilt LibreOffice endgültig als Abspaltung - ein sogenannter Fork - und soll unter diesem Namen von der Community weiterentwickelt werden. Bislang taten sich unabhängige Entwickler schwer damit, ihre Änderungen in das Projekt einzubringen. Auch unter der Ägide von Sun wurden unabhängige Beiträge oftmals abgelehnt und landeten in dem Projekt Go-oo, das seit Ende 2007 von Novell betreut wird.

Zunächst will die Document Foundation die Infrastruktur für Beiträge von Entwicklern schaffen. Künftig soll auch die Entwicklung der Bürosoftware beschleunigt werden. Ein erstes Ziel sei es, die Kompatibilität für das OpenXML-Format von Microsoft einzupflegen.

"Unser größter Wunsch ist es, dass Openoffice weitere Verbreitung findet. Wenn die neue Stiftung dazu beiträgt, Openoffice.org und das Open-Document-Format weiter zu verbreiten, dann wünschen wir ihnen alles Gute", so Oracle.


Googlerist 09. Okt 2010

Man sollte mal schön die Klappe halten wenn man keinerlei Ahnung von dem hat, was man...

Lotus Symphony 07. Okt 2010

Solange es seitens Libre nichts greifbares gibt sehe ich da keinen großen Sinn wenn IBM...

sssssssa 06. Okt 2010

Nicht dein ernst??? Wenn du dich schonmal mit Datenbanken beschäftigt hättest, wüsstest...

kekeriii 06. Okt 2010

traurig aber war, so sieht es aus - nicht nur von Deutschen!

Gaius Baltar 06. Okt 2010

Was mir so aus dem Kopf einfällt: VMWare Player kann keine Snapshots, und man hat kein...

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