Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur
Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur

Telefonbetrug

Bundesnetzagentur gegen 0900-Gewinnspielanrufe

Die Bundesnetzagentur ist erneut gegen Telefonbetrug mit Gewinnspielanrufen vorgegangen. Behördenchef Kurth forderte mehr Anstrengungen von der Staatsanwaltschaft.

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Die Bundesnetzagentur ist erneut gegen telefonische Gewinnversprechen über 0900er-Mehrwertdienste vorgegangen. Verbraucher hätten berichtet, eine automatisierte Anrufmaschine habe einen realen Gesprächspartner suggeriert und sie aufgefordert, zum Gewinnabruf eine teure 0900er-Rufnummer anzuwählen.

Es wurde die Abschaltung von 26 der Rufnummern angeordnet, die aus dem Festnetz mit Offline-Billing abgerechnet und individuell ausgepreist werden können. Zusätzlich wurde für 18 zugeteilte, aber noch nicht geschaltete Rufnummern ein präventives Verbot verhängt. Für Verbindungen zu neun der abgeschalteten Rufnummern wurde ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot ausgesprochen. Dabei handelt sich um die Rufnummern 09003 102104, 09003 102109, 09003 196704, 0900 3196706, 09003 210205, 09003 240205, 09005 106 679, 09005 779932 und 09005 779931. Die Maßnahmen richteten sich gegen insgesamt sieben Unternehmen, so die Behörde.

Die Bundesnetzagentur flankierte damit Durchsuchungsaktionen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Kriminalpolizei Offenburg. Dabei wurden mehrere Menschen festgenommen, die durch Gewinnversprechen mehr als sieben Millionen Euro erbeutet haben sollen. Dies sei ein "massiver Schlag gegen die Urheber rechtswidriger telefonischer Gewinnversprechen", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Der Fall zeigt auch, dass engagierte Staatsanwälte den Telefonbetrügern das Handwerk legen können und dass eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft diesen Erfolg noch optimieren könnte", sagte er.

Bärbel Höhn, Vizefraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, stellte kürzlich den aktuell geltenden Höchstbetrag für 0900-Nummern von 3 Euro pro Minute sowie die Einführung von Sicherheitsauflagen für Betreiber solcher Nummern zur Diskussion, beispielsweise die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses. Zudem sollten entsprechende Rufnummern kurzfristig gesperrt werden, um zu verhindern, dass überhaupt Kosten für Verbraucher entstehen.


sdfgsdf 05. Okt 2010

Und man kann sich die ganzen Prozesse sparen. Wer Geld will soll ne Rechnung schreiben...

theWaver 02. Okt 2010

Theoretisch ist es so. Mehrwertdienste wie 0900 können nur von registrierten Firmen...

Die ideen 02. Okt 2010

Es ist doch wohl klar, das wenn die Gewinnspiel-unternehmen ihre Mitarbeiter Ende des...

yiane 01. Okt 2010

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