Stuxnet-Wurm

Iranische Atomanlage infiziert

Der Stuxnet-Wurm hat die Rechner des iranischen Atomkraftwerks Buschehr infiziert. Das Hauptsystem der Atomanlage soll von dem Angriff nicht betroffen sein. Insgesamt seien 30.000 Computer der iranischen Regierung von Stuxnet befallen.

Anzeige

Mahmoud Jahfari, der Projektmanager des Atomkraftwerks Buschehr, hat bestätigt, dass der Stuxnet-Wurm Rechner der Anlage infiziert hat. Er betonte gegenüber der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA, dass das Hauptsystem nicht betroffen ist. Vielmehr seien Rechner von Mitarbeitern der Atomanlage von dem Wurm infiziert worden.

Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg hat die iranische Regierung bestätigt, dass rund 30.000 Computer von dem Wurm infiziert worden sind. Der zuständige Minister sprach von einem "elektronischen Krieg", dem Iran ausgesetzt sei.

Nach Angaben von David Harley von Eset entfallen 52,2 Prozent der weltweiten Angriffe durch Stuxnet auf iranische Computer. Nach seiner Einschätzung kann aber dennoch nicht eindeutig von einem zielgerichteten Angriff gesprochen werden.

Aktuelle Stuxnet-Analysen

Der Stuxnet-Wurm nutzt zur Verbreitung vier unterschiedliche Sicherheitslücken und hat das Ziel, in Industrieanlagen von Siemens einzudringen und diese unter seine Kontrolle zu bringen. Symantec geht aufgrund der Programmierung von Stuxnet davon aus, dass eine Gruppe von fünf bis zehn Spezialisten ein halbes Jahr daran gearbeitet haben muss. Dazu musste die Gruppe intern Informationen der Anlagensoftware sowie Zugriff auf die betreffenden Industrieanlagen haben, um den Wurm testen zu können. Symantec geht davon aus, dass die Gruppe finanziell gut ausgestattet gewesen sei.

Eine ähnliche Einschätzung gibt es von Kaspersky Labs, die in Stuxnet den Prototyp einer Cyber-Waffe sehen, die für Sabotageaktionen benutzt werden könne. Ein solcher Angriff ist nach Ansicht von Kasperyks Labs nur mit staatlicher Unterstützung möglich und die Sicherheitsspezialisten vermuten einen Geheimdienst hinter der Aktion. Bislang gibt es allerdings keine Erkenntnisse zu den Urhebern des Stuxnet-Wurms.

Für die Einschleusung in die Industrieanlagen von Siemens nutzt der Stuxnet-Wurm ein Sicherheitsrisiko in der Anlagensoftware. Die meisten Anlagen sollen ein Standardkennwort besitzen, worüber der Wurm in die Anlagen eindringt. Siemens selbst hatte jüngst davon abgeraten, das Standardkennwort der Anlagensoftware zu ändern, zitiert PC World einen Siemens-Mitarbeiter. Der Stuxnet-Wurm verbreitet sich bereits seit einiger Zeit und Siemens hat Software bereitgestellt, um einen Wurmbefall zu beseitigen.


Maxiklin 29. Sep 2010

Als wenn der noch in einer Höhle im Hindukusch sitzen würde :) Der wird entweder in...

Definitionsfrage 29. Sep 2010

Für mich entwickelt sich die USA immer mehr zum Schurkenstaat außerdem ist das eh immer...

Verschwörungsth... 28. Sep 2010

Aber hallo, dann sollte man aber Israel ebenfalls nennen. Selbst eine Atommacht (mit...

Chrissie 28. Sep 2010

Und die ewigen Besserwisser und Weltverbesserer würden natürlich sagen, man solle die...

Mac Jack 28. Sep 2010

Wohl kaum. Lücken gibt es bei einem so komplexen Programm wie einem Betriebssystem immer...

Kommentieren



Anzeige

  1. Customer Service Performance Analyst (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning Raum München
  2. Senior Project Manager/-in
    Daimler AG, Stuttgart
  3. Softwareentwickler für modellbasierte Entwicklung und Embedded Systeme (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim, Sindelfingen bei Stuttgart, Ulm/Neu-Ulm, Rüsselsheim (Home-Office möglich)
  4. Mitarbeiter (m/w) IT-Fachfunktion International Projects
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. PREIS-TIPP: Transcend 1.000-GB-SSD
    329,99€
  2. VORBESTELLBAR: Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. NEU: Xbox One + 2 Controller + Forza Motorsport 5
    379,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Project Tango

    Googles 3D-Sensor-Konzept verlässt Experimentierstatus

  2. Messenger

    Telefoniefunktion für Whatsapp erreicht erste Nutzer

  3. iTunes Connect

    Hallo, fremdes Benutzerkonto

  4. Sprachassistent

    Google Now bindet externe Apps ein

  5. Kartensoftware

    Google Earth Pro jetzt kostenlos

  6. Versicherung

    Feuer, Wasser, Cybercrime

  7. Die Woche im Video

    Autonome Autos, Spionageprogramme und Werbelügen

  8. Spionagesoftware

    NSA-Programm Regin zwei Jahre im Kanzleramt aktiv

  9. Biofabrikation

    Forscher wollen Gewebe aus Spinnenseide drucken

  10. Ultrabook-Prozessor

    Intels Skylake ersetzt Broadwell bereits im Frühsommer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



HDR und Dolby Vision: Die vorläufige Rückkehr der dicken Fernseher
HDR und Dolby Vision
Die vorläufige Rückkehr der dicken Fernseher
  1. Super Hi-Vision NHK will 13-Zoll-OLED mit 8K-Auflösung zeigen
  2. Catopsys Immersis Das halbe Wohnzimmer als Leinwand für Spiele
  3. CoreStation Teufels teurer HDMI-Receiver passt hinter den Fernseher

Testplattform für Grafikkarten: Des Golems Zauberwürfel
Testplattform für Grafikkarten
Des Golems Zauberwürfel
  1. Maxwell-Grafikkarte Nvidia korrigiert die Spezifikationen der Geforce GTX 970
  2. Geforce GTX 960 Nvidias neue Grafikkarte ist eine halbe GTX 980
  3. Bis 4 GHz Takt Samsung verdoppelt Grafikspeicher-Kapazität

Grim Fandango im Test: Neues Leben für untotes Abenteuer
Grim Fandango im Test
Neues Leben für untotes Abenteuer
  1. Vorschau 2015 Von Hexern, Fledermausmännern und VR-Brillen
  2. Spielejahr 2014 Gronkh, GTA 5 und #Gamergate
  3. Day of the Tentacle (1993) Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

    •  / 
    Zum Artikel