Roboter: Europäer planen unbemannte Mondmission

Roboter

Europäer planen unbemannte Mondmission

Die europäische Weltraumagentur hat die Entwicklung einer Mondlandefähre und eines Mondfahrzeugs in Auftrag gegeben. Sie sollen 2018 zum Mond fliegen und am Südpol landen.

Anzeige

Europa will auf den Mond: 2018 soll eine europäisches Raumfahrzeug in der Nähe des lunaren Südpols landen. An Bord der Mondlandefähre sollen jedoch keine Menschen, sondern Roboter sein.

Landefähre und Rover

Entwickelt wird es vom deutschen Zweig des Satellitenherstellers EADS-Astrium, Auftraggeber ist die europäische Weltraumbehörde (Esa). Bis Ende 2011 soll das Unternehmen eine Mondlandefähre inklusive einem Fahrzeug, einen sogenannten Rover, entwickeln sowie ein Konzept für die Mission erstellen.

Als Landegebiet wurde der Südpol des Mondes ausgewählt, obwohl diese Region bergig und voller Krater ist. Die Landefähre muss deshalb mit einigen besonderen Navigationseinrichtungen ausgestattet sein. Denn das Mondfahrzeug soll nur zum Teil von der Erde aus ferngesteuert werden. Den sicheren Weg zu einem Landeplatz soll es sich selbst suchen.

Suche nach Wasser

Auf dem Mond angekommen, sollen von der Landefähre aus wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden. Teil der Expedition wird auch Rover sein, der zu Erkundungsfahrten ausgesetzt wird. Dessen Aufgabe wird es sein herauszufinden, ob das Terrain für eine menschliche Besiedelung geeignet ist. Er soll nach bestimmten Mineralien sowie nach Wasser suchen.

  • Die Mondelandefähre soll am Südpol des Mondes aufsetzen (Bild: Esa)
  • Das Fahrzeug soll weitgehend selbstständig landen (Bild: Esa)
Die Mondelandefähre soll am Südpol des Mondes aufsetzen (Bild: Esa)

Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf die raue Region im tiefen Süden des Mondes: Zum einen liegt sie dauerhaft in der Sonne, was die Energieversorgung dort stationierter Systeme mit Solarzellen erleichtert. Zum anderen wurde dort Wasser gefunden, was für eine spätere menschliche Besiedelung vorteilhaft wäre.

Neuer Wettlauf zum Mond

Die Konkurrenz im Rennen zum Mond ist groß: Die US-Weltraumbehörde Nasa will einen Roboter auf den Mond schicken. Die Komponenten - Landefahrzeug und Roboter sind bereits vorhanden. In zwei Jahren, Ende 2012, soll die Mission starten. Die japanische Regierung will gleich eine feste Mondbasis für Roboter errichten. Die soll 2020 fertig sein. Die ersten Roboter aus Fernost sollen 2015 auf dem Mond landen.

Allerdings streben nicht nur staatliche Weltraumbehörden zum Mond. 2008 haben Google und die X-Prize-Foundation den Lunar X-Prize ausgeschrieben. Einem privaten Team, das es bis Ende 2012 schafft, einen Roboter auf den Mond zu bringen, winkt ein Preisgeld in Höhe von 20 Millionen US-Dollar.


DarkDirk 20. Sep 2010

Galubst du nicht, dass die Nationen dafür ihren Müll da raufbringen? Außerdem wird der...

Geldsystemkollaps 19. Sep 2010

Belies Dich mal über unser Geldsystem und dann blick mal kritsch auf Deinen Beitrag...

Umweltschützer 19. Sep 2010

Gleich von vorherein nur zulassen, wenn gesichert ist, dass der Müll wieder mitgenommen wird.

Das Universum 19. Sep 2010

Da finde ich den Jupiter-Mond tausendmal interessanter als Luna...

dfsadf 18. Sep 2010

Das Problem in Europa ist, das trottelige Politiker bei solchen Projekten mehr zu sagen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Betriebs-System Engineer (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt am Main
  2. Senior Manager of ICT Services EMEA (m/w)
    Bosch Communication Center Magdeburg GmbH, Magdeburg
  3. Spezialist/-in für Datenverkabelungen und Multimedia für Schulen
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  4. Junior Data Scientist / Analyst im Bereich Datenmanagement (m/w)
    Institut des Bewertungsausschusses, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Displays und Kameras

    Für die Pixelzähler

  2. Norton Security

    Symantec bestätigt Ende von Norton Antivirus

  3. Streaming

    Adam Sandler produziert vier Filme nur für Netflix

  4. Googles nächstes Smartphone

    Neue Details zum kommenden Nexus 6

  5. Freisprecheinrichtung

    Erst iOS 8.1 soll Bluetooth-Probleme im Auto lösen

  6. Toughbook CF-LX3

    Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

  7. Honda Connect

    Nvidias Tegra fährt mit Android in Japan

  8. Smartphones

    Sonys Xperia Z3 und Xperia Z3 Compact sind da

  9. Pavlok

    Gewollte Stromschläge vom Fitness-Wearable

  10. Apple

    iOS hat noch immer WLAN-Probleme



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Das Phänomen Anonymous: Niemals sein, immer nur werden
Das Phänomen Anonymous
Niemals sein, immer nur werden
  1. Lulzsec Sabu half bei Cyberangriffen in der Türkei

Test Forza Horizon 2: Verregnete Rundfahrt mit Ferien-Flair
Test Forza Horizon 2
Verregnete Rundfahrt mit Ferien-Flair
  1. Forza Horizon 2 Keine Wettereffekte und kleinere Welt auf der Xbox 360
  2. Microsoft Tomb Raider wird Xbox-exklusiv
  3. Microsoft Verkaufszahlen der Xbox One verdoppelt

Filmkritik Who Am I: Ritalin statt Mate
Filmkritik Who Am I
Ritalin statt Mate
  1. NSA-Affäre Staatsanwaltschaft ermittelt nach Cyberangriff auf Stellar
  2. Treasure Map Wie die NSA das Netz kartographiert
  3. Geheimdienste Wie ein Riesenkrake ins Weltall kam

    •  / 
    Zum Artikel