Scheingeschäfte

Neuer Verdacht in Telekom-Spitzelaffäre

Der ehemalige Chef der berüchtigten Telekom-Sicherheitsabteilung KS 3 soll auch in Scheingeschäfte verwickelt sein. Er ist Hauptangeklagter in der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom, von der die Konzernspitze nichts gewusst haben will.

Anzeige

Der Hauptangeklagte im Prozess um ausspionierte Telefonate bei der Telekom hat womöglich Scheingeschäfte mit einem externen Dienstleister gemacht. Das verlautet nach Informationen des Handelsblatts aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. So hat der Hauptangeklagte Klaus T. einem externen Dienstleister knapp 700.000 Euro für die Auswertung von Verbindungsdaten gezahlt, obwohl Telekom-Mitarbeiter per Knopfdruck feststellen konnten, wer mit wem telefoniert hat. T. ist der ehemalige Leiter der Telekom-Sicherheitsabteilung KS 3.

Bislang hieß es, die Rohdaten für die Telefonate hätten interne Mitarbeiter T.s zwar auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Die Pakete mit tausenden von Daten hätten aber noch ausgewertet werden müssen. Dafür sei der externe Datenspezialist, die Berliner Firma Network Deutschland, hinzugezogen worden. So lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft.

Schrieb Network Deutschland nur Rechnungen?

Dies verstößt aber nicht nur gegen geltendes Datenschutzrecht und das Fernmeldegeheimnis, sondern war nach Informationen des Handelsblatts womöglich auch völlig unnötig. Die Telekom hat über eine Software verfügt, die sich so einstellen ließ, dass sie alle Telefonverbindungen für eine bestimmte Handy- oder Festnetznummer automatisch auswies.

Die Aufgabe von Network Deutschland sei es wohl vor allem gewesen, Rechnungen zu stellen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern. Network-Chef Ralph K. und sein Anwalt waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Anwalt von Klaus T. sagte dem Handelsblatt: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass Daten ausgewertet werden mussten und Network Deutschland das auch getan hat."

In der Affäre hat die Telekom in den Jahren 2005 und 2006 Telefongespräche von Journalisten, Aufsichtsräten und Arbeitnehmervertretern ausspioniert. Ziel war, herauszufinden, wer Unternehmensgeheimnisse an die Presse leitet. [aus Handelsblatt]


Youssarian 11. Sep 2010

Ich würde ja sagen, dass es ganz sicher illegal war (darum auch die Selbstanzeige des...

Youssarian 11. Sep 2010

Unser Glauben wird kaum als Beweis akzeptiert werden. ;-) Dass Trzeschan (sp?) aber nur...

Schreckensherrs... 10. Sep 2010

Die Bundespost hat auch schon immer bereitwillig mit in- und ausländischen...

googlebot 10. Sep 2010

...als Kopfgeld für den Spitzel nachdem sie suchen ausgesetzt dann hätten sie den ganzen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Senior Web Developer (m/w)
    Zieltraffic AG, München
  2. Referent (m/w) - Technischer Marktzugang
    Siemens AG, München
  3. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  4. Qualitätssicherungs-Verantwo- rtliche/r IT-Projekte
    Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Zum Artikel