Mark Hurd

Ex-HP-Chef soll Oracles Hardwareoffensive leiten

Oracle wird sich bei seiner Offensive im Serversektor auf den erst kürzlich von Hewlett-Packard gefeuerten Mark Hurd stützen. Übernahmen im Hardwarebereich sollen folgen.

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Mark Hurd wechselt zu Oracle, wo er President und Aufsichtsrat wird. Das gab das Unternehmen in der vergangenen Nacht bekannt. Er ersetzt Oracles President Charles Phillips, der wie Hurd mit einer privaten Affäre massiv in die Öffentlichkeit geraten war. Oracle-Chef Larry Ellison erklärte, Phillips habe schon im Dezember 2009 darum gebeten, Oracle verlassen zu dürfen. "Wir werden seine Fähigkeiten und Führungsqualitäten vermissen, aber ich respektiere seine Entscheidung", sagte Ellison.

Hurd war Anfang August 2010 nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und Untreue als Vorstandvorsitzender bei dem Computerhersteller Hewlett-Packard zurückgetreten. Auslöser waren Vorwürfe von Jodie Fisher, einer 50-jährigen Schauspielerin, die als Marketing Consultant für Hewlett-Packard gearbeitet hatte. Hurd und Fisher einigten sich finanziell und erklärten später beide, keine sexuellen Kontakte gehabt zu haben. Eine Überprüfung durch Anwälte im Auftrag von Hewlett-Packard konnte keine Beweise für sexuelle Belästigungen durch Hurd finden. Hurd habe jedoch gegen die Richtlinien des Konzerns verstoßen, weil er Geschenke für Fisher auf Firmenkosten abgerechnet hatte, so die Anwälte.

Ellison hatte bereits erklärt, dass Oracle nach Sun Microsystems weitere Hardwarehersteller kaufen wolle. Hurd, der vor seiner Zeit bei Hewlett-Packard bis 2005 Chef bei dem Geldautomatenhersteller und Data-Warehousing-Anbieter NCR war, verfügt in dem Bereich über große Erfahrung. "Die Strategie, Software und Hardware zu kombinieren, wird es Oracle ermöglichen, IBM in den Bereichen Enterprise Server und Speicher zu schlagen", sagte Hurd. "Wir haben einige tolle neue Systeme, die wir in diesem Monat auf der Oracle Openworld vorstellen werden. Ich bin begeistert, Teil des innovativsten Technologieteams in der IT-Branche zu sein."

Ellison, der den Rauswurf Hurds bei Hewlett-Packard öffentlich kritisiert hatte, sagte: "Mark hat bei Hewlett-Packard brillant gearbeitet und ich erwarte, dass er es bei Oracle noch besser machen wird. Es gibt keine Führungskraft in der IT-Welt, die mehr einschlägige Erfahrung hat als Mark." Ellison und Hurd gelten als enge persönliche Freunde.

Oracle President Safra Catz ist weiterhin für Finanzen, Recht und Übernahmen verantwortlich, Ellison leitet den Bereich Entwicklung. Hurd ist zuständig für Sales und Marketing.


Oracle Strikes... 07. Sep 2010

HP verklagt heute Hurd. Kommt grade bei CNBC. Das OP hat also Recht behalten.

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