FTTH Council

Telekom macht Ernst mit Glasfaser bis ins Haus

Die Telekom beginnt, ihre Ankündigung zu Fibre to the Home umzusetzen. Das erfuhr Golem.de von den Ausrüstern. Deutschland liegt hier im europäischen Vergleich weit zurück: Nur 140.000 Kunden haben direkten Glasfaseranschluss in der Wohnung.

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Das Versprechen der Deutsche Telekom vom März 2010, Glasfaser bis ins Wohngebäude zu legen, ist "keine reine Ankündigung". Das sagte Hartwig Tauber, Director General bei FTTH Council Europe, auf der Ifa im Gespräch mit Golem.de. "Das dürfte umgesetzt werden. Ich habe bereits die ersten Aufträge gesehen", so Tauber. Das FTTH Council Europe ist eine Branchenorganisation, in der Konzerne wie Alcatel-Lucent, Cisco, Ericsson, Motorola, Nokia Siemens Networks, Huawei und Glasfaserkabelhersteller zusammengeschlossen sind.

Die Telekom stünde unter großem Druck, weil durch die Angebote der TV-Kabelnetzbetreiber in den Städten der Kampf um die Bandbreiten begonnen habe, sagte Tauber. Falls der Bonner Konzern hier nicht investiere, drohe ein starker Kunden- und damit Umsatzverlust. Das belege auch die Studie einer großen Investmentbank.

Am 17. März 2010 hatte die Telekom erklärt, bis Ende 2012 zehn Prozent aller Haushalte mit Glasfaser ausstatten zu wollen. Ein Pilotversuch soll Ende des Jahres 2010 in Dresden starten. Dabei setzt der Konzern auf Fibre To The Home (FTTH) und Fibre To The Building (FTTB). Das FTTH Council begrüße diesen Schritt, er ginge aber längst nicht weit genug, sagte Tauber. Die Beschränkung auf große Städte stelle ländliche Gemeinden sowie kleine und mittlere Städte vor große Herausforderungen. Wichtig sei, dass die Mehrzahl der Haushalte in Deutschland eine FTTH-Verbindung bekomme - und das nicht nur in den Großstädten. Hier sei die Politik gefordert, die flächendeckende Versorgung sicherzustellen.

Bei FTTH liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück. Nur 140.000 Abonnenten hatten im Juni 2010 einen direkten Glasfaseranschluss in der Wohnung. Verfügbar sei Glasfaser für 560.000 Haushalte, 30.000 seien in den letzten Monaten hinzugekommen, so Tauber.

Das sind bei 40 Millionen Haushalten unter 0,4 Prozent. "Hier steht Deutschland klar im Hintertreffen, verglichen mit den führenden FTTH-Nationen wie Schweden, wo bereits 10 Prozent der Haushalte eine Glasfaserverbindung nutzen", heißt es in einer Studie des FTTH Council. Andere größere, europäische Volkswirtschaften wie Frankreich oder Italien seien längst im FTTH Global Ranking gelistet. Es beinhaltet alle Volkswirtschaften, in denen mindestens 1 Prozent der Haushalte per FTTH oder FTTB vernetzt sind.

Bis vor kurzem war FTTH hauptsächlich von Städten und Gemeinden, Versorgungsunternehmen und privaten Investoren installiert worden. Die drei größten FTTH-Netze in Deutschland gehören Netcologne im Köln-Bonner-Raum, Wilhelm.tel in Hamburg sowie Mnet in München und Augsburg.


glasfasergeschä... 11. Sep 2010

Also wie oft muss ich das noch erklären: * Ich habe Glasfaser bis ins Wohnzimmer - laut...

B2 07. Sep 2010

Da hat mir wohl mein High Speed Internet einen Streich gespielt...

diehofd 07. Sep 2010

Ich nenne "bis zu 3 MBit" bei DSL in Bremen (Gebäude von 1997) und eine...

Gast321 06. Sep 2010

Ja, nachher ist man immer schlauer... der Investitions und Unterhalt der Opal Technik...

tunnelblick 06. Sep 2010

es sind aber 2 verschiedene paar schuhe, ob ich content über das netz beziehe, oder das...

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