Smart Eyes
Überwachungssystem nach menschlichem Vorbild
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik hat ein Überwachungssystem entwickelt, das dem menschlichen Wahrnehmungssystem nachempfunden ist. Es kann eine Szenerie, etwa in einem Fußballstadion, analysieren und darin besondere Ereignisse erkennen.
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin hat ein Überwachungssystem entwickelt, das Bilder nicht nur aufzeichnet, sondern sie gleichzeitig analysiert und auf Besonderes oder Ungewöhnliches hinweist.
Vorbild Mensch
Vorbild für das System, das den Namen Smart Eyes trägt, ist das menschliche Wahrnehmungssystem. Wie dieses soll auch Smart Eyes beim Beobachten einer Szenerie einzelne Objekte ausmachen, selbst wenn sie sich vor einem unruhigen Hintergrund bewegen. Erfasst das System eine besondere Situation, richtet es eine Kamera darauf.
Smart Eyes besteht aus einer fest installierten Kamera, die eine Übersicht über eine Szenerie liefert. Dazu kommen zwei bewegliche Stereokameras, die schnell einen bestimmten Punkt anvisieren können. Eine Software wertet die Bilder der fest installierten Kamera aus. Sie sei wie das menschliche Wahrnehmungssystem hierarchisch und modular aufgebaut, beschreiben die FIT-Forscher: Sie ermittele zunächst für jeden Bildpunkt den Bewegungsgrad und identifiziere so die besonders aktiven Areale in der Szene. Daraus erstellt die Software Bewegungsmuster und speichert sie als typische Modelle ab.
Stereokameras auf Besonderheiten richten
Anhand dieser Modelle analysiert das System dann die überwachte Szenerie: Sie unterscheidet beispielsweise in einem Fußballstadion sitzende Zuschauer von aufspringenden oder identifiziert unbesetzte Stühle und Treppen. Erkennt die Software ein besonderes Ereignis, richtet sie die Stereokameras darauf. Das Sicherheitspersonal, das das Kamerasystem bedient, kann dabei selbst definieren, auf welche Vorkommnisse das Smart-Eyes-System reagieren soll. Die Software kann störende Elemente wie geschwenkte Fahnen herausfiltern, um den Blick auf relevante Aktionen oder Personen nicht zu verstellen.
"Zur Video-Sicherheitsüberwachung von öffentlichen Gebäuden oder Plätzen ist das von unschätzbarem Wert", erklärt Martina Kolesnik vom Fraunhofer FIT. "In einigen Situationen sind die Fähigkeiten eines menschlichen Beobachters begrenzt. Soll er eine Fankurve in einem Fußballstadion überwachen, entgehen ihm viele Einzelheiten. Er kann nur bestimmte Areale der Gesamtfläche sehr aufmerksam betrachten und er ermüdet schnell. Hier sind die Smart Eyes klar im Vorteil." Das Fraunhofer FIT wird Smart Eyes auf der Messe Security Essen vorstellen, die vom 5. bis 8. Oktober 2010 stattfindet.






Dazu fällt mir das ein: http://www.youtube.com/watch?v=M0pp4TLtaGU
und natürlich precrime http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33027/1.html
"Die Software kann störende Elemente wie geschwenkte Fahnen herausfiltern, um den Blick...
Liegt's vielleicht an den Masstäben einer rein profitorientierten Forschung, die sich...
1. Du Plenkst. 2. Das Unglück hatte viel mit Unfähigkeit, aber wenig mit zuwenig...
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