Datenbank

PostgreSQL 9.0 bringt ersehnte Neuerungen

PostgreSQL 9.0 ist als Release Candidate erschienen. Eine verbesserte Replikation, neue Trigger-Funktionen und erweiterte Zugriffsrechte wurden in die neue Version eingepflegt. Bis zur finalen Version 9.0 soll es keine weiteren neuen Funktionen mehr geben.

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Das PostgreSQL-Team hat den Veröffentlichungskandidaten für Version 9.0 freigegeben. Bis zur finalen Version, deren Erscheinungstermin noch nicht feststeht, wollen die Entwickler keine neuen Funktionen mehr einbauen.

Die aktuelle Version bringt zahlreiche - laut den Entwicklern "lang ersehnte" - Funktionen mit. Trigger lassen sich auf Spalten anwenden und folgen damit dem SQL-Standard. Zudem können Trigger bedingt ausgeführt werden. Mehrere Unique-Keys können auf einmal aktualisiert werden. Außerdem wurden fortgeschrittene Reporting-Werkzeuge eingebaut, etwa PRECEDING und FOLLOWING.

Die Replikation wurde ebenfalls verbessert. Sie verwendet die Write-Ahead-Logs und nutzt die beiden Funktionen Streaming Replication, bei der WAL-Backups über das Netzwerk an einen Standby-Server geschickt werden, und Hot Standby, bei dem Archivserver Read-Only-Abfragen ausführen können. Damit soll ein einziger Masterserver mit mehreren Archivservern im Read-Only-Modus synchronisiert werden können.

Zu den Neuerungen gehört auch die Möglichkeit, Privilegien in mehreren Objekten gleichzeitig zu ändern (GRANT/REVOKE IN SCHEMA) sowie auf Objekte anzuwenden, die noch nicht existieren (ALTER DEFAULT PRIVILEGES). Außerdem können Privilegien auch in Blobs geändert werden. Die Funktion EXPLAIN unterstützt die Ausgabeformate Json, XML oder YAML.

Die Unterstützung für Programmiersprachen wurde ebenfalls erweitert und aktualisiert. Die aktuelle Version kommt beispielsweise mit Python in Version 3.1 und C++ zurecht. PostgreSQL läuft ab Version 9 auch auf Windows in der 64-Bit-Variante.

Alle Änderungen haben die Entwickler in einem Changelog zusammengefasst und dort auch detailliert beschrieben. Auf der Webseite des Projekts stehen sowohl der Quellcode als auch Binärdateien für Windows und Installer unter anderem für die Linux-Distributionen Red Hat ab Version 4, Fedora ab Version 6, Ubuntu ab Version 6.06, Opensuse ab Version 10 oder Suse Enterprise Linux ab Version 9 zum Download zur Verfügung. Für Mac OS X ab Version 10.4 gibt es ebenfalls einen Installer. Außerdem haben die Entwickler auch Pakete für Solaris 10 geschnürt.

Die Entwickler warnen, dass die aktuelle Version noch nicht für den Produktiveinsatz gedacht ist. Die Aktualisierung auf die neue Version erfolgt entweder über einen Dump und anschließenden Re-Import in Version 9.0 oder über das Skript pg_upgrade.


TheTank 02. Sep 2010

Schon in einer vorherigen Ausgabe der ct hatten sie die Neuerungen beschrieben und auch...

GUI-Master 02. Sep 2010

Das glaub ich auch - warum sollten Sie auch?

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