Tiefseearchäologie

Tauchroboter fotografieren Titanic in 3D

Vor 25 Jahren entdeckten Forscher das Wrack des 1912 gesunkenen Passagierschiffes Titanic. Derzeit findet eine neue Expedition zu dem Schiff statt: Tauchroboter nehmen die Titanic mit modernster 2D- und 3D-Kameratechnik auf. Ziel ist, die gesamte Fundstelle, die sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt, zu dokumentieren.

Anzeige

25 Jahre nach der Entdeckung des Wracks der Titanic unternimmt das Unternehmen RMS Titanic zusammen mit der Woods Hole Oceanographic Institution eine neue Expedition zum Wrack des 1912 gesunkenen Passagierdampfers. Ziel ist es, den aktuellen Zustand des Rumpfes zu dokumentieren sowie das Schiff virtuell wieder erstehen zu lassen.

Hochauflösende 2D- und 3D-Bilder

Im Zuge der Expedition tauchen ein ferngesteuertes U-Boot, ein sogenanntes Remotely Operated Vehicle (ROV), sowie zwei autonome U-Boote (Autonomous Underwater Vehicle, AUV) zu dem Wrack hinunter. Diese sind mit hochauflösenden 2D- und 3D-Kameras ausgestattet. Damit haben sie bereits tausende Fotos und viele Stunden Videomaterial von dem Wrack aufgenommen. Während einer Tauchfahrt am vergangenen Sonntag entstanden dabei eindrucksvolle, hochaufgelöste Videoaufnahmen vom Bug der Titanic. Wegen eines aufziehenden Wirbelsturms mussten die Arbeiten jedoch danach unterbrochen werden.

 
Video: HD-Video vom Wrack der Titanic

Zudem wird die Fundstelle auch mit Sonargeräten vermessen. Die ersten der dafür nötigen Transponder sind bereits am Meeresboden ausgebracht worden. Aus den Daten soll dann ein virtuelles 3D-Modell der Titanic erstellt werden. Anhanddessen wollen die Forscher unter anderem die Veränderungen an dem Wrack dokumentieren. Geplant ist zudem ein 3D-Film des Schiffs.

Gesamtes Wrackfeld

Es sei das erste Mal, dass der gesamte Fundort des Wracks dokumentiert werde, erklärte das Unternehmen RMS Titanic, das die ausschließlichen Eigentums- und Bergungsrechte an dem Wrack hat. Beim Sinken zerbrach das Schiff in zwei Teile, die etwa 600 Meter voneinander entfernt liegen. Die Trümmer sind auf einem Gebiet von etwa drei Kilometer Breite und fünf Kilometer Länge verteilt. Obwohl seit der Entdeckung des Wracks viele Tauchexpeditionen dorthin durchgeführt wurden, sind laut RMS Titanic noch gut 40 Prozent des Wracks nicht ausreichend erforscht und dokumentiert. Das soll im Zuge der aktuellen Expedition geschehen.

Die Titanic war bei ihrem Stapellauf Anfang April 1912 das größte Passagierschiff der Welt. Es gehörte der britischen Reederei White Star und galt als unsinkbar. Auf der Jungfernfahrt nach New York kollidierte das Schiff in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 im Nordatlantik mit einem Eisberg und sank. Der Untergang der Titanic, bei dem rund 1.500 Menschen ums Leben kamen, zählt zu den schwersten Schiffskatastrophen.

Entdeckung vor 25 Jahren

Am 1. September 1985 orteten der US-Unterwasserarchäologe Robert Ballard und der französische Ozeanograf Jean-Louis Michel das Wrack in 3.800 Meter Tiefe. Seither hat sich das Wrack merklich verändert. Grund sind Mikroorganismen, die den Stahl zersetzen. Die Expedition soll den jetzigen Zustand dokumentieren.

Die Katastrophe fasziniert die Menschen bis heute: 1997 kam ein Film des US-Regisseurs James Cameron über die Katastrophe in die Kinos. Er war lange Zeit der erfolgreichste Film aller Zeiten. Abgelöst wurde er erst im Jahr 2010 - von Camerons nächstem Film, Avatar - Aufbruch nach Pandora.


gorn 08. Sep 2010

Also, ob das Video mal so echt ist.. warum haben die so eine Audiospur im Video gelassen...

Sicainet 01. Sep 2010

Allein die Tatsache, dass du deine Freizeit damit geniest hier ein Kommentar zu...

Nachhilfe 01. Sep 2010

Hast du das von der Rütli-Schule? Einfach mal einen Duden kaufen und lesen. Dann blickst...

oldSailor 01. Sep 2010

Du meinst Schotts, die Trennwände in Schiffen? Schoten spielen im maritimen Bereich auch...

renegade334 01. Sep 2010

Beim leichten Bewegen nach links/rechts sehe ich ganz deutlich leichte Stufen. Ich...

Kommentieren




Anzeige
  1. Spezialist (m/w) zur 3D-Visualisierung
    über implements GmbH, Neumarkt
  2. Informatiker / Fachinformatiker IT Support (m/w)
    CROWN Gabelstapler GmbH & Co. KG, München
  3. Senior Softwaredeveloper C# / .Net im ALM Service (m/w)
    Siemens AG, Fürth
  4. Leiter Softwareentwicklung (m/w)
    Universität Zürich über HRM Consulting GmbH, Zürich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 385 | letzter Beitrag 10:32 Uhr

  2. Kommentare: 221 | letzter Beitrag 09:51 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 142 | letzter Beitrag 12:12 Uhr

  5. Kommentare: 91 | letzter Beitrag 01:58 Uhr

Mehr


  1. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  2. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  3. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  4. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  5. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  6. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  7. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  8. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  9. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  10. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Landgericht Hamburg: Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video
Landgericht Hamburg
Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass der Blogger und Rechtsanwalt Markus Kompa für ein via Youtube eingebettetes ZDF-Video als Verbreiter haftet. Geklagt hat ein umstrittener Arzt aus München, der zuvor erfolgreich gegen den Bericht der ZDF-Sendung Wiso vorgegangen war.

  1. Youtube-Streit Gema legt Berufung ein und pocht auf Transparenz
  2. Gema gegen Youtube Beide sehen sich als Gewinner
  3. Gema gegen Youtube Medienanwalt erwartet ab morgen weitere Youtube-Sperren

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

The Elder Scrolls 5 Skyrim: Update für Kämpfe hoch zu Ross
The Elder Scrolls 5 Skyrim
Update für Kämpfe hoch zu Ross

Die Kavallerie hält Einzug in Himmelsrand: Mit Patch 1.6 liefert Bethesda die Möglichkeit nach, in Skyrim auch auf dem Rücken von Pferden zu kämpfen. PC-Spieler dürfen bereits jetzt hoch zu Ross das Schwert schwingen.

  1. Skyrim unterstützt Kinect Der Drachenschrei ins Mikrofon
  2. The Elder Scrolls 5 Patch 1.5 macht Skyrim schöner
  3. Selbstbau-VR Skyrim mit Videobrille, Headtracker und Kinect

Zum Artikel