Mobilfunkausrüstung

Investoren finden Nokia Siemens Networks wieder sexy

Der angeschlagene Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks wird wieder interessant für Investoren. Die Netzbetreiber geben wieder mehr Geld aus, das Joint Venture hatte Stellen abgebaut und bei Motorola kräftig zugekauft.

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Nokia und Siemens sind weiter dafür offen, einen Anteil an dem Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks an Finanzinvestoren zu verkaufen. Gespräche dafür seien angelaufen, berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf die Konzernspitzen der beiden Eigner.

Lange Zeit hatten die beiden Eigner mit Nokia Siemens Networks Verluste verzeichnet und suchten vergeblich einen Käufer. Gegenwärtig gebe es Anzeichen für eine Besserung auf dem Markt. Nokia und Siemens planten, mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen erst den Turnaround zu vollziehen, bevor sie ab 2013 ihre Optionen für einen Ausstieg erhielten.

"Wir sind interessiert an Gesprächen, um neue Ideen und Kapital in die Branche zu bringen", sagte der Nokia-Finanzchef Timo Ihamuotila der Zeitung. "Nokia und Siemens bleiben in jedem möglichen Szenario auch weiterhin Hauptaktionäre von Nokia Siemens Networks."

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser erklärte der Financial Times, dass Nokia Siemens Networks durch eine Restrukturierung und eine Übernahme für potenzielle Investoren attraktiver geworden sei. Ende 2009 hatte der Ausrüster den Abbau von über 5.700 Stellen angekündigt. Im Juli 2010 kaufte das deutsch-finnische Unternehmen für rund 1,2 Milliarden US-Dollar die Abteilung für Mobilfunkausrüstung von dem US-Technologiekonzern Motorola.

Laut informierten Kreisen ist es wahrscheinlich, dass einige Investoren 1 Milliarde US-Dollar in Nokia Siemens Networks investieren, so die Zeitung. Damit werde auch ein Börsengang wahrscheinlicher. Vor einem Monat hatte die Financial Times erfahren, dass Blackstone, TPG, Silver Lake Partners und Bain Capital Interesse an einer Beteiligung an Nokia Siemens Networks hätten.

Nokia Siemens Networks wurde 2007 als 50/50-Gemeinschaftsunternehmen begründet. Die Firma machte 2009 einen Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich zum Auftragsrückgang in der Weltwirtschaftskrise nahm der Konkurrenzdruck durch die chinesischen Konkurrenten Huawei und ZTE stark zu.


TomTomTomTomTom... 31. Aug 2010

Job ist job. Wusstest du das du in Deutschland keine massen kommunikation aufbauen darfst...

Diggo 31. Aug 2010

Besonders wenn's um "Nerdthemen" wie Telefone und Chips geht...

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