Paul Allen

Microsoft-Gründer verklagt Google, Apple und Facebook

Microsoft-Gründer Paul Allen hat mit seiner Firma Interval Licensing einige große Internetkonzerne wegen Patentverletzungen verklagt, darunter Google, Apple und Facebook. Dabei geht es um grundlegende Internettechniken.

Anzeige

Die von Paul Allen und David Liddle 1992 gegründete Firma Interval Licensing hat Klage gegen AOL, Apple, eBay, Facebook, Google, Netflix, Office Depot, Officemax, Staples, Yahoo und Youtube eingereicht und wirft den Unternehmen vor, vier US-Patente zu verletzen.

Die Patente beschreiben grundlegende Internettechniken, wie sie heute aus dem Netz nicht mehr wegzudenken sind. Angeführt wird das US-Patent Nr. 6,263,507, das einen Browser zur Navigation einer Informationsmenge beschreibt, insbesondere in Bezug auf audio-visuelle Daten. Die ebenfalls in der Klage angesprochenen US-Patente Nr. 6,034,652 und 6,788,314 beschreiben einen Aufmerksamkeitsmanager, der die periphere Aufmerksamkeit einer Person in der Nähe eines Displays beansprucht.

Das vierte in der Klage thematisierte Patent, Nr. 6,757,682, beschreibt einen Mechanismus, um Nutzer über Dinge zu informieren, die sie interessieren könnten.

"Interval Research hat früh Grundlegendes zur Entwicklung der Internetökonomie beigetragen", begründet Allen-Sprecher David Postman die Klage. Interval Research habe hart gearbeitet, um die eigene Technik über Spin-offs, Technologietransfers und den Verkauf von patentierter Technik in den Markt zu bringen.

Mit der Klage wolle man die Investitionen in diese für E-Commerce und Websuche wichtigen Technologien schützen, begründet Postman die Klage und bemüht sich, Interval Research nicht als sogenannten Patenttroll dastehen zu lassen: "Wir berufen uns nicht auf Patente, die andere Unternehmen angemeldet haben, noch kaufen wir Patente, die ursprünglich anderen zugeordnet wurden. Es handelt sich um Patente, die von und für Interval entwickelt wurden."

Das von Paul Allen und dem einstigen Xerox-Parc-Forscher David Liddle gegründete Unternehmen Interval Licensing beschäftigt 110 Wissenschaftler, Physiker und Ingenieure. Dabei habe Interval in den letzten Jahren auch Projekte außerhalb des Unternehmens unterstützt, darunter Arbeiten von Sergey Brin und Lary Page, die später in die Gründung von Google mündeten.


gängstah 01. Sep 2010

Er könnte mir 1 ml geben, hat er aber nicht gemacht, ich hasse ihn ...

mats 31. Aug 2010

Hast du dir die Patente angeschaut? Ich denke nicht das es hier um grosse Ideen handelt...

Paulie 30. Aug 2010

Mir fällt jetzt spontan kein Trivialpatent ein, dass das Fraunhofer Institut besitzt und...

Bouncy 30. Aug 2010

prior art. das hättest du vor erfindung des klopapiers tun sollen. jetzt kannst du...

Kommentieren


Marketing, Werbung, Public Relations / 30. Aug 2010

Microsoft-Gründer Allen klagt gegen Google, Apple & Co.



Anzeige
  1. Entwicklungsingenieur (m/w) Elektronik
    J. Schmalz GmbH, Glatten bei Freudenstadt
  2. IT-Projektmanager (m/w) Automobil-Handel
    ADP Dealer Services Deutschland GmbH, Stuttgart
  3. Software-Quality-Assurance-S- pezialist (m/w)
    Continental AG, Frankfurt
  4. SAP-Entwickler/in
    Dataport, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hacks for Sale: Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen
Hacks for Sale
Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen

Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.

  1. Yahoo Japan Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert
  2. Security Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
  3. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung

Xbox One: Big Brother im Wohnzimmer
Xbox One
Big Brother im Wohnzimmer

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

  1. Xbox One Hauseigene Halo-Konkurrenz und neues Altes von Rage
  2. Xbox One Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One
  3. Microsoft Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Zum Artikel