Anzeige
Blick in ein Facebook-Profil
Blick in ein Facebook-Profil

Datenschutz

Personalchefs sollen nicht in sozialen Netzwerken stöbern

Der Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz, der heute im Bundeskabinett verabschiedet werden soll, untersagt es Arbeitgebern, Bewerberdaten aus sozialen Netzwerken wie Facebook zu holen.

Der Entwurf zum Arbeitnehmerdatenschutzgesetz enthält Aussagen zu sozialen Netzwerken. Wie das Beck-Blog berichtet, heißt es im aktuellen Entwurf: "Bei Daten aus sozialen Netzwerken, die der elektronischen Kommunikation dienen, überwiegt das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten; dies gilt nicht für soziale Netzwerke, die der Darstellung der beruflichen Qualifikation dienen."

Anzeige

Zur Begründung schreibt der Gesetzgeber, die dort "eingestellten Daten dürfen vom Arbeitgeber grundsätzlich nicht erhoben werden; eine Ausnahme gilt nur für soziale Netzwerke im Internet, die gerade zur eigenen Präsentation gegenüber potenziellen Arbeitgebern genutzt werden.".

Damit sollen Personalabteilungen davon abgehalten werden, etwa bei Facebook nach persönlichen Angaben eines Bewerbers zu stöbern. Die Daten in Karrierenetzwerken wie LinkedIn und Xing sind davon ausgenommen, wobei unklar ist, wie soziale Netzwerke definiert werden und wann diese als beruflich genutzt gelten, zumal sich das vermutlich nicht nur von Nutzer zu Nutzer unterscheidet, sondern auch ein Nutzer den gleichen Dienst durchaus beruflich und privat nutzen kann.

Die Passage zum praktisch ohnehin nicht kontrollierbaren Suchverhalten von Firmen hat jedoch eher symbolischen Charakter: Sanktionen für Arbeitgeber, die zu intensiv nach Bezügen zu Namen von Jobanwärtern im Internet suchen, sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Das Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz ist eine Reaktion auf zahlreiche Bespitzelungsskandale in Unternehmen wie Lidl, Kik, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom und Daimler. Opposition und Datenschützer kritisieren, der Entwurf enthalte zu viele Grauzonen. Der Innenexperte der Linken, Jan Korte, forderte, das Gesetz müsse abhängig Beschäftigte effektiv davor bewahren, dass durch den Missbrauch ihrer Daten ihr grundgesetzlich geschütztes Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt werde. Diese Anforderungen würden in weiten Teilen nicht erfüllt. Einigen Verbesserungen - wie dem selbstverständlichen Verbot der heimlichen Videoüberwachung oder der Überprüfung der Vermögensverhältnisse sämtlicher Mitarbeiter - stünden zahlreiche Ausnahmeregelungen und weitgehende Befugnisse zur Überwachung entgegen. Angemessene und abschreckende Sanktionen oder eine effektive Stärkung der betrieblichen Datenschutzbeauftragten seien nicht vorgesehen. "Diese sind aber nötig, um den gesetzlichen Regelungen auch tatsächlich Wirkung zu verleihen", sagte Korte.

Nach wie vor erlaube der Gesetzentwurf den Arbeitgebern anlassunabhängige Datenabgleiche und das Abfragen praktisch aller Daten zur ethnischen Herkunft, zur Religion, zur Weltanschauung, zur sexuellen Identität oder zu Vermögensverhältnissen bei Einstellungsgesprächen. Damit werde der Unternehmerseite eine Datensammelerlaubnis erteilt, so Körte. Außerdem sei zu befürchten, dass es nach dem Verbot der heimlichen Videoüberwachung zu einer Ausweitung der offenen Videoüberwachung komme.


eye home zur Startseite
LockerBleiben 27. Aug 2010

Denn die betroffene Klientel (Mittelstand, berufstätig) hat von Schwarzgeld...

Krio 26. Aug 2010

Das Gesetz ist aus guter Absicht heraus entstanden. Einige Teile darin sind nun offenbar...

WeiterSo 26. Aug 2010

... unsere Steuergelder würden nicht sinnvoll ausgegeben. Könnten man nicht auch ein...

Bitte Autor... 26. Aug 2010

Also, dies mag schon etwas für sich haben. Allerdings glaubst Du tatsächlich danach...

Bubi 26. Aug 2010

Dann gehen die personaler halt ueber die google Suche, dort stehen von Facebook auch alle...

Kommentieren


News und Tipps für Verbraucher / 26. Aug 2010

Arbeitnehmer Datenschutz

Absage Bewerbung - Kostenlose Bewerbungsabsagen - Musterabsagen - Absageschreiben - Empfangsbestätigungen / 25. Aug 2010

Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz - Keine Recherche in sozialen Netzwerken



Anzeige

  1. Projektmanager (m/w) Einführung und Optimierung ERP-System
    über SCHLAGHECK RADTKE OLDIGES GMBH executive consultants, Nordrhein-Westfalen
  2. Prozess- und Systemgestalter im Bereich IT AfterSales (m/w)
    Daimler AG, Neu-Ulm
  3. (Senior-) Berater (m/w) Business Intelligence / Data Warehouse
    Capgemini Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  4. Softwareentwickler für sicherheitsgerichtete Systeme in der Intralogistik (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme

  2. FTTH/FTTB

    Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

  3. Botnet

    Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  4. Google

    Livestreaming direkt aus der Youtube-App

  5. Autonome Autos

    Fahrer wollen vor allem ihr eigenes Leben schützen

  6. Boston Dynamics

    Spot Mini, die Roboraffe

  7. Datenrate

    Tele Columbus versorgt fast 840.000 Haushalte mit 400 MBit/s

  8. Supercomputer

    China und Japan setzen auf ARM-Kerne für kommende Systeme

  9. Patent

    Die springenden Icons von Apple

  10. Counter-Strike

    Klage gegen Wetten mit Waffen-Skins



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mighty No. 9 im Test: Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
Mighty No. 9 im Test
Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  1. Mirror's Edge Catalyst im Test Rennen für die Freiheit
  2. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben
  3. Alienation im Test Mit zwei Analogsticks gegen viele Außerirdische

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

  1. Re: Unglaublicher Tiefschlag!

    DrWatson | 22:08

  2. Re: Glückwunsch an die Briten

    jungundsorglos | 22:07

  3. Re: Als ob ein Mensch in so einer Situation

    Prinzeumel | 22:05

  4. Re: moralisches handeln

    DrWatson | 22:04

  5. Re: Also da muss man sich ja fragen

    quineloe | 22:02


  1. 17:47

  2. 17:01

  3. 16:46

  4. 15:51

  5. 15:48

  6. 15:40

  7. 14:58

  8. 14:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel