Sperrung in Seoul...
Und in der Tat: Wie in der realen Welt hatte Nordkorea auch in der virtuellen nicht besonders viele Freunde. Ob es am Nachbarn im Süden lang? Der entzog sich nämlich konsequent der friedlichen Wiedervereinigung: Nordkorea habe Profile bei Facebook und Twitter sowie einen Kanal bei Youtube eröffnet - offensichtlich, so die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, um seine Propagandakampagne gegen Südkorea und den Verbündeten USA zu unterstützen. Deshalb sperrten die Behörden den Zugang zu der Twitter-Seite. Jegliche Kommunikation mit dem Norden ist in dem Land nur mit offizieller Genehmigung erlaubt. Entsprechend werde eine Sperrung des Youtube-Kanals und der Facebook-Seite ebenfalls erwogen.
... und bei Facebook
Da kam das soziale Netz den Behörden in Seoul jedoch zuvor: Nach nur einem Tag wurde Uriminzoks Seite gelöscht. Sie habe, so begründete eine Sprecherin gegenüber dem US.Fachmagazin PC World, gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Dort heißt es in Paragraf 16: Wenn ein Nutzer in einem Land lebe, "das von den USA mit einem Embargo belegt wurde" oder er als Bürger eines Landes "auf der Liste der 'Specially Designated Nationals' (SDN-Sanktionsliste) des US-Finanzministeriums geführt" werde, dann dürfe er Facebook "nicht für kommerzielle Zwecke (wie Werbung oder Zahlungen) nutzen oder eine Plattformanwendung sowie -webseite betreiben." Das trifft für Nordkorea zu.
Damit wollte sich Uriminzok allerdings nicht abspeisen lassen und richtete am Wochenende flugs eine neue Seite ein, die weiterhin Bestand hat. Inzwischen hat die koreanische Wiedervereinigung auch eine Reihe von Freunden gefunden. Die scheinen das Anliegen indes nicht ganz so ernst zu nehmen und veröffentlichen auf der Seite allerlei Nonsens.
Kim war's nicht
Die nordkoreanischen Behörden indes dementieren, hinter den Auftritten bei Facebook, Twitter und Youtube zu stehen, sagte Alejandro Cao de Benos, ein Vertreter des nordkoreanischen Komitees für kulturelle Beziehungen mit anderen Ländern, dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes. Diese Profile seien von Getreuen in China und Japan eingerichtet worden und würden von dort aus gepflegt.
Jede Form der digitale Kommunikation sei für die demokratische Volksrepublik Korea sehr interessant, sagte der Regierungsvertreter, schränkte aber ein: "Solche Seiten werden niemals von unserer Regierung selbst betrieben." Aber auch nicht von den Bürgern: Die sozialen Netze sind nämlich, bestätigte Cao de Benos, in Nordkorea gesperrt. So weit reichen kulturelle Beziehungen denn doch nicht.
| Nordkorea: Kim twittert nicht |





Dass die Regierung Accounts betreibt ist eine Liberalisierung? Wenn die Bevölkerung...
Ich freu mich!
genau das war auch mein gedanke.. auch dass ein US Abgeordneter sich per TWITTER (!) über...
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