Außerirdische

Ist ET ein Roboter?

Seti-Astronom Seth Shostak ist der Überzeugung, dass die Chance größer ist, Signale von außerirdischen Maschinen zu empfangen als von biologischen Lebensformen. Er empfiehlt deshalb, auch in anderen Regionen des Universums nach außerirdischer Intelligenz zu suchen.

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Fiese Monster wie Alien oder Predator oder niedliche Wesen mit einem leuchtenden Finger - so stellen sich Filmemacher in Hollywood Außerirdische vor. Seth Shostak, einer der Leiter des Projektes, das nach außerirdischer Intelligenz sucht (Search for Extraterrestrial Intelligence, Seti), glaubt, dass wir eher künstliches als biologisches Leben im All finden werden.

Graues Männchen oder riesiges Insekt

Die Auffassung davon, wie ET aussehen könnte, sei wichtig, da sie die Suche nach Spuren außerirdischer Intelligenz beeinflussen kann, sagte Shostak im Interview mit der BBC. Die meisten seiner Kollegen verträten die Ansicht, es sei nicht relevant, ob "ein kleines graues Männchen mit großen Augen oder etwas, das aussieht wie ein riesiges Insekt, am Mikrofon" sei - es gehe darum, sie zu finden. Shostak hält hingegen für sehr relevant, wonach gesucht wird.

Die Grundannahme sei nämlich, dass wir dort draußen etwas finden werden, das uns vielleicht nicht ähnlich sehe, aber das von der gleichen Art sei wie wir - also biologisches Leben. Das wiederum habe einen Einfluss darauf, wonach gesucht wird: Die Antennen würden auf Systeme gerichtete, in denen Planeten mit einer dichten Atmosphäre und Ozeanen vermutet werden, auf denen biologisches Leben gedeihen könne - Planeten wie die Erde eben.

Natürliche und künstliche Intelligenz

Sollte Seti Signale aus dem All empfangen, werden diese eher von einer künstlichen als von einer natürlichen Intelligenz stammen, ist der Astronom überzeugt. Es dürfte nämlich nur eine vergleichsweise kurze Zeit dauern, bis Maschinen ihre Entwickler in den Schatten stellen. So dauere es zwar Millionen von Jahren, bis die Evolution intelligentes Leben hervorbringe und noch einmal recht lange, bis dieses in der Lage sei, über seinen eigenen Planeten hinaus zu kommunizieren.

Dann gehe es aber ganz schnell: Nehme man die Menschheit als Vorbild, dann dauere es nur wenige hundert Jahre, bis nach der Erfindung des Funks denkende Maschinen entwickelt werden. Auf der Erde werde das möglicherweise noch in diesem Jahrhundert der Fall sein. Das bedeute aber, die Suche nach Außerirdischen konzentriere sich auf Zivilisationen, die sich in jener kurzen Entwicklungsperiode zwischen Erfindung der Funktechnik und der ihrer künstlichen Nachfolger befinde.

Signale von Maschinen

Werden tatsächlich solche intelligenten Maschinen entwickelt, ist die Wahrscheinlichkeit, Signale von diesen zu empfangen, deutlich größer als die, dass die Signale von der biologischen Lebensform stammen, die diese Maschinen entwickelt hat.

Maschinen wiederum würden sich jedoch an anderen Orten aufhalten als biologisches Leben. Sie brauchten kein Wasser und keine Atmosphäre, sondern bevorzugten Orte, an denen Materie und Energie in großem Maße vorhanden seien, wie heiße, junge Sterne oder das Zentrum einer Galaxis. Wollten wir Signale außerirdischer Intelligenz empfangen, sollten wir "zumindest ein paar Prozent darauf verwenden, auf Orte zu schauen, die im Sinne von biologischer Intelligenz vielleicht nicht besonders attraktiv sind, wo aber denkende Maschinen herumhängen könnten", empfiehlt Shostak, der seine Vorstellungen in seinem Aufsatz in der Fachzeitschrift Acta Astronautica beschrieben hat.


Der Kaiser! 04. Mär 2011

Das Gehirn ist was das angeht, sehr flexibel. Denk mal an Retina- oder Cochleaimplantate.

Der Kaiser! 04. Mär 2011

Musst du doch auch gar nicht. Denk mal an Fraktale.

Der Kaiser! 03. Mär 2011

Sein Beitrag. Nicht meiner.

Nero 26. Aug 2010

Bei deinem letzten Nebensatz kann ich dich nur bestätigen, denn "künstlich" und "kunst...

Top-OR 24. Aug 2010

*fröstel* ... so könnte es auch sein ...

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