Befehlssatzerweiterung

AMDs 3DNow wird zum Auslaufmodell

In einem Blogeintrag hat AMD angekündigt, dass seine künftigen Prozessoren die hauseigene Befehlssatzerweiterung 3DNow nicht mehr unterstützen werden. Programmierer sollen, falls nicht längst geschehen, zu SSE wechseln. Ob 3DNow vorhanden ist, sollen auch die neuen Prozessoren per CPUID anzeigen.

Anzeige

Eigentlich ist der Schritt überfällig: Seit der Einführung mit dem Prozessor K6-2 im Jahr 1998 wurde AMDs 3DNow kaum genutzt. Zwar setzten einige Medienbearbeitungsprogramme und auch das Spiel Quake II darauf, durchsetzen konnte sich AMDs Befehlssatz aber nicht.

Deshalb zieht der Chiphersteller nun die Konsequenzen und empfiehlt einen Umstieg auf Intels SSE, das bis zur Version 4 die aktuellen K10-Prozessoren von AMD unterstützen. Dafür gibt es auch eine Anleitung im Anhang A von AMDs Programmierhandbuch (PDF), wo die 3DNow-Befehle und ihre Alternativen in SSE aufgeführt sind.

Ob 3DNow ganz abgeschafft wird, geht aus AMDs Blogeintrag nicht hervor. Dort ist nur die Rede davon, "bestimmte künftige Prozessoren" würden es nicht mehr unterstützen. Ob das für alle Exemplare der neuen Architekturen Bobcat und Bulldozer gilt, die zum Fusion-Programm gehören, ist damit nicht sicher, aber durch den frühen Hinweis wahrscheinlich.

Zwei Befehle bleiben erhalten

Zwei der zuletzt 26 Instruktionen von 3DNow sollen auch neuere AMD-CPUs verarbeiten können. Es handelt sich um PREFETCH und PREFETCHW, mit denen das Laden von Daten in den L1-Cache erzwungen werden kann. Diese beiden Instruktionen dienen nicht der SIMD-Verarbeitung von Daten, ihre Verwendung ist also von anderen SIMD-Befehlssätzen wie MMX oder SSE unabhängig.

Die Unterstützung der Prefetches geben künftige AMD-CPUs über eine Erweiterung des Befehls CPUID bekannt, die AMD in einem PDF dokumentiert hat. Diese Prozessoren zeigen dann an, dass sie 3DNow nicht mehr beherrschen, aber PREFETCH und PREFETCHW.

SSE kam schneller als gedacht 

JonnyFun 24. Aug 2010

Channel-what? Lass es 8 sein - gegen 800 auf meiner ati? Intel gab ja unlängst zu: GPUs...

plop 24. Aug 2010

Welche denn ?? Beweise bitte. http://www.golem.de/0706/52647.html http://de.wikipedia...

sdfsd 24. Aug 2010

Jo, bei uns sind auch nur Sockel A Athlon XPs im Einsatz. Hab jetzt meine Maschine mal...

jtsn 23. Aug 2010

Glide ist im Prinzip ein Subset von OpenGL. Das gab es dann später auch mit OpenGL...

Kommentieren




Anzeige
  1. Fachexperte (m/w) SAP-Basis
    über Invenimus Personalberatung GmbH, Großraum Leipzig
  2. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

  2. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  3. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  4. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  5. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  6. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  7. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  8. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  9. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  10. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Sandisk und Toshiba: Flash-Speicher wird kleiner
Sandisk und Toshiba
Flash-Speicher wird kleiner

Sandisk und Toshiba kündigen die Einführung eines neuen Herstellungsprozesses für Flash-Speicher an. Der von Sandisk als 1Ynm bezeichnete Prozess bringt mehr Speicherkapazität auf weniger Raum unter.

  1. Flashsystem IBM steckt 1 Milliarde US-Dollar in Flash-Speicher
  2. Fusion-io 9,6 Millionen IOPS mit einem einzelnen ioDrive2

Sailfish-Smartphone: Jolla stellt "The Other Half" vor
Sailfish-Smartphone
Jolla stellt "The Other Half" vor

Jolla hat unter dem Namen "The Other Half" (Die andere Hälfte) sein erstes Smartphone mit dem Meego-Nachfolger Sailfish OS vorgestellt. Die Entwickler von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 bieten "Die andere Hälfte" mit 4,5-Zoll-Display ab sofort zur Vorbestellung an.

  1. Sailfish OS Erste Jolla-Smartphones Anfang Mai erhältlich
  2. Displayserver Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends
  3. Jolla SDK für Sailfish veröffentlicht

Zum Artikel