Körperscanner: US-Senatoren kritisieren Einsatz von Körperscannern

Körperscanner

US-Senatoren kritisieren Einsatz von Körperscannern

Eine Gruppe von US-Senatoren hat den US Marshals Service wegen des Einsatzes von Ganzkörperscannern scharf kritisiert. Die US-Justizbehörde hatte heimlich mehrere zehntausende Bilder gespeichert, die ein Körperscanner in einem Gerichtsgebäude in Florida aufgenommen hat. Für die Bedenken der Bürger bezüglich ihrer Privatsphäre schienen die Beamten wenig Verständnis zu haben.

Anzeige

Eine Gruppe von sechs US-Senatoren verlangt Aufklärung über die Speicherung von Bildern, die von Körperscannern aufgenommen wurden. Anfang des Monats hatte die Justizbehörde US Marshals Service (USMS) zugegeben, heimlich die Bilder eines solchen Scanners in einem Gerichtsgebäude in Florida gespeichert zu haben.

Monatelang Bilder gespeichert

Von Februar bis Juli 2010 hatte der USMS über 35.000 Bilder gespeichert, die der Körperscanner aufgenommen hat. In einem Schreiben an USMS-Direktor John Clark verlangten die Senatoren, drei Republikaner, zwei Demokraten und der den Demokraten nahestehende unabhängige Senator Joe Lieberman, eine Erklärung.

Sie seien "beunruhigt" darüber, dass der USMS die Bilder der Körperscanner gespeichert habe. Diese nähmen detaillierte Bilder von Körpern auf, was einen großen Eingriff in die Privatsphäre darstelle. Die Senatoren forderten Clark auf, die Speicherung solcher Bilder in Florida zu begründen. Außerdem wollten sie wissen, wo die Justizbehörde sonst noch Körperscanner einsetzt, ob auch an diesen Orten Bilder gespeichert wurden "und, falls Bilder gespeichert wurden, mit welcher Begründung die Bilder behalten wurden".

Mehr Verständnis für Bedenken gefordert

Die Senatoren kritisierten die Reaktion der Behörde auf die Angelegenheit. Ein Beamter hatte der Tageszeitung Orlando Sentinel gesagt, jedem Besucher des Gerichts in Orlando sei klar, dass er aufgenommen werde, da ja überall Kameras angebracht seien. Diese Antwort zeige, dass der USMS den Ernst der Lage nicht richtig einschätze, schrieben die Senatoren. Ein Scan des ganzen Körpers unterscheide sich aber erheblich von den Bildern einer Überwachungskamera und verlange deshalb "ein sehr viel höheres Maß an Einfühlungsvermögen in die berechtigten Bedenken bezüglich der Privatsphäre derer, die gescannt werden", so die Politiker.

Der US Marshals Service ist nicht die einzige US-Behörde, die die Körperscanner einsetzt: Die Transportation Security Administration (TSA) untersucht damit Flugreisende auf verbotene Gegenstände. Hatte die TSA anfangs beteuert, die Geräte könnten gar keine Bilder speichern, hatte sie Anfang des Jahres zugegeben, dass die Geräte sehr wohl dazu in der Lage sind. Die Bilder seien jedoch ausschließlich zum Testen, zum Training sowie zur Bewertung gespeichert worden, heißt es in einem Schreiben der TSA an das US-Repräsentantenhaus.


mahi 22. Aug 2010

kann auch gespeichert und verarbeitet (z.B. mit anderen Informationen verknüpft) werden...

US-Aholes 22. Aug 2010

Eine parasitäre US-Behörde wäre genau die richtige Quelle.

Lalaaaaa 21. Aug 2010

Die selben Leute? Kannst du das bitte nachweisen? Es ist ein Unterschied, wenn man sich...

Loolig 20. Aug 2010

;) ROFL schon unglaublich.. hier in Hamburg sollen die Körperscanner am Flughafen nun ja...

surfenoheende 20. Aug 2010

ABER Stück für Stück und unter dem deckmantel was Gutes zu tun. (wie bei Zensursula...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Auditor IT (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh
  2. Consultant (m/w) Daten- und Prozessmanagement
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  3. Solution Manager (m/w)
    TecAlliance GmbH, Köln
  4. Head of Customer Service (m/w)
    Nemetschek Allplan Deutschland GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  2. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  3. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  4. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  5. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  6. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken

  7. Galaxy A3 und A5

    Samsungs dünne Smartphones im Metallkleid

  8. MSI GT80 Titan

    Erstes Gaming-Notebook mit mechanischer Tastatur

  9. Ministerpräsident

    Viktor Orbán zieht Internetsteuer für Ungarn zurück

  10. Spielentwickung

    Engine-Trends jenseits der Grafik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

    •  / 
    Zum Artikel