Zu begehrt

Google gehen die Smartphones für Android-Entwickler aus

Googles neues Entwickler-Smartphone Nexus One ist beliebter als erwartet. Obwohl zur Gerätebestellung eine Aufnahmegebühr fällig wird und trotz des hohen Preises meldet Google den Ausverkauf des Android-Smartphones.

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Google verkauft das Nexus One nicht mehr an Endkunden, bietet es seit kurzem aber als Android-Entwicklergerät an. In manchen Ländern ist es damit erstmals direkt von Google zu haben, so auch in Deutschland. Hierzulande bot Vodafone das Nexus One nur für kurze Zeit an.

Doch auch das Entwicklergerät ist ein bisschen zu populär, schreibt der bei Google für die Betreuung von Android-Entwicklern zuständige Tim Bray in einem Blogeintrag. Das Mobiltelefon ist schon zwei Wochen nach der Ankündigung wieder ausverkauft, eine weitere Lieferung beim Hersteller HTC angefordert.

Das dürfte vor allem zwei Gründe haben: Samsung kann die Nachfrage nach Amoled-Displays nicht decken. So eines wird im Nexus One verwendet. Zum anderen scheint es, als würden viele lieber ein Mobiltelefon von Google mit einem Standard-Android-System kaufen als ein mit Anpassungen versehenes Mobiltelefon eines anderen Herstellers oder gar vom Mobilfunknetzbetreiber gebrandete Geräte.

Denn das Nexus One ist bei Google nicht gerade ein Schnäppchen und mit dem HTC Desire gibt es ein fast identisches Smartphone, das unter Berücksichtigung aller Kosten auch deutlich billiger ist. Denn Google verkauft das Nexus One zwar für 530 US-Dollar, es kommen aber beim Kauf in Deutschland noch hohe Versandgebühren und Steuern hinzu. So kostet das Smartphone alles in allem etwa 720 US-Dollar. Außerdem kann es nur von registrierten Android-Entwicklern bestellt werden, die zuvor eine Aufnahmegebühr von 25 US-Dollar entrichtet haben.

Nexus One ist Android pur

Neben dem Verzicht auf Branding, Simlock und einen veränderten Startbildschirm hat das Nexus One einen weiteren großen Vorteil gegenüber anderen Android-Smartphones: Es ist damit zu rechnen, dass wie auch bisher eine neue Android-Version zuerst für das Nexus One zum Download bereitsteht. Bei anderen Android-Smartphones sind die Gerätebesitzer darauf angewiesen, dass der jeweilige Hersteller ein entsprechendes Update bereitstellt und dieses dann auch vom eigenen Mobilfunkanbieter ausgeliefert wird. Dabei ist nicht einmal gewiss, dass für jedes halbwegs aktuelle Android-Smartphone auch ein entsprechendes Update erscheint. Noch immer arbeiten laut Google über 35 Prozent aller Android Smartphones mit Android 1.5 oder 1.6, weil es für die betreffenden Mobiltelefone keine neueren Versionen gibt.

So warten noch heute fast alle Besitzer eines Android-Smartphones in Deutschland darauf, dass ein Update auf Android 2.2 alias Froyo für ihr Smartphone erscheint, das Google Ende Juni 2010 veröffentlicht hatte. Lediglich für das HTC Desire wird bereits Android 2.2 in Deutschland angeboten. Allerdings nur für die Desire-Ausführung, die nicht bei einem Netzbetreiber gekauft wurde. Nach Googles Angaben nutzen lediglich 4,5 Prozent der Besitzer eines Android-Smartphones bereits Android 2.2. Für mehr als 95 Prozent der am Markt befindlichen Android-Smartphones gibt es Android 2.2 also noch nicht. [von Jens Ihlenfeld und Ingo Pakalski]


steve44 21. Aug 2010

ist das bei anderen "nicht-android"-smartphones anders? glaube da anderes gehört zu...

Awickler 21. Aug 2010

Ich kann mir ja vorstellen, dass so mancher einen Rootzugriff für irgendwas braucht. Zum...

WolfgangS 21. Aug 2010

Bemerkst du nicht den leichten Widerspruch? Das Verkaufskonzept kam nciht an, zu wenige...

dummbacke 21. Aug 2010

Der Chef der Firma "xy" sagt, dass die Firma "xy" das Produkt "fx" 15 mil. mal verkaufen...

Clair Auffe 21. Aug 2010

Zu deiner Info: moderne Smartphones sind softwaretechnisch Größenordnungen komplizierter...

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