Street View

Schaar will Widerspruchsregister und Profilbildungsverbot

In Sachen Google Street View meldet sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar mit zwei konkreten Forderungen zu Wort: Er fordert die Einrichtung eines Widerspruchsregisters und ein Profilbildungsverbot.

Anzeige

Schaar hält neue Regelungen zum Datenschutz im Internet "für dringend erforderlich". Nachdem das Bundeskabinett heute eine Bundesratsinitiative für ein Gesetz zur Regelung von Angeboten wie Google Street View abgelehnt hat, fordert Schaar die Regierung auf, selbst einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen.

Der Bundesrat hatte auf Antrag der Länder Hamburg und Saarland Anfang Juli 2010 einen Gesetzentwurf für einen verbesserten Datenschutz "im Zusammenhang mit der fotografischen oder filmischen Aufzeichnung von Straßenzügen, Gebäudeansichten und sonstigen raumbezogenen Objekten - wie zum Beispiel durch Google Street View" verabschiedet. Dieser sah vor, dass bei Diensten wie Street View Personen und amtliche Kennzeichen vor ihrer Veröffentlichung unkenntlich gemacht werden müssen. Eigentümer, Mieter, Fahrzeughalter und sonstige Betroffene sollten zudem das Recht erhalten, der Nutzung ihrer Daten zu widersprechen, woraufhin die Daten dann gelöscht oder anonymisiert werden müssen.

Vor allem Bundesinnenminister Thomas de Maizière stellte sich Medienberichten zufolge gegen ein solches Gesetz, da mit ungewünschten Nebeneffekten zu rechnen sei. Wird die sogenannte Panoramafreiheit infrage gestellt, trifft das gleichermaßen auch Journalisten oder Gemeinden, die entsprechende Fotos veröffentlichen wollen.

Datenschützer Schaar plädiert für die Einrichtung eines zentralen Widerspruchsregisters gegen Veröffentlichungen persönlicher Daten im Internet und für ein ausdrückliches Verbot der Bildung von Persönlichkeitsprofilen: "Es kann nicht angehen, dass Widerspruchsrechte vom Goodwill der jeweiligen Unternehmen abhängen. Nicht akzeptabel wäre es auch, dass die Betroffenen separat gegenüber allen Anbietern entsprechender Dienste der Veröffentlichung widersprechen müssen."

Schaar geht davon aus, dass durch ein zentrales Widerspruchsregister sichergestellt werden kann, "dass ein einziger Widerspruch die Betroffenen gegen die Veröffentlichung ihrer personenbezogenen Daten im Internet schützt". Ein solches Widerspruchsregister könne bei einer noch zu gründenden Stiftung Datenschutz eingerichtet werden, die im Koalitionsvertrag vorgesehen ist.

Darüber hinaus fordert Schaar ein "Verbot der Bildung von Persönlichkeitsprofilen", so dass "Daten über Mieter oder Eigentümer von veröffentlichten Gebäuden nicht mit anderen persönlichen Informationen zusammengeführt und ausgewertet werden" dürfen. Es sei denn, die Betroffenen stimmen dem explizit zu.


Kukident 19. Aug 2010

Quatsch! Oder gibt der Hersteller deine Daten im Internet bekannt?? Und wenn du einen...

Der Erklärbär 19. Aug 2010

Und was hat die gewollte (!) Veröffentlichung von Daten mit Datenschutz zu tun? Wieder...

Mapper99 18. Aug 2010

This is why the German government needs to regulate Google Street View Germany: http...

DerIdiot 18. Aug 2010

Ich Vorname Der, Nachname Idiot, wohnhaft Deppendorf Hauptstrasse 23, Tel 0190 123123...

DerIdiot 18. Aug 2010

Besser: stelle eine Webcam auf uns streame 24/7 was vorm Haus abgeht

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  2. Softwareentwickler (m/w)
    DMG Automation GmbH, Hüfingen
  3. Teamleiter (m/w) für die Entwicklung der Programmer Verifikation
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  4. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Linux-Handbuch

    Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  3. Kommentare: 186 | letzter Beitrag 15:40 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 97 | letzter Beitrag 16:24 Uhr

Mehr


  1. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  4. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  5. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  6. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße

  7. Proview Technology

    Ausfuhrverbot soll Apple von iPad-Herstellern abschneiden

  8. HTC Velocity 4G

    Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen

  9. Farmville & Co.

    Patentklage gegen Zynga

  10. Document Foundation

    Libreoffice 3.5 ist fertig



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IMHO: Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag
IMHO
Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag

"Windows Reimagined", so bezeichnet Microsoft Windows 8. Es ist die größte Veränderung von Microsofts Betriebssystem seit Windows 95 und soll mit neuem UI und dem neuen API WinRT zum großen Befreiungsschlag für Microsoft werden.

  1. Beta Consumer Preview von Windows 8 am 29. Februar 2012
  2. Windows Explorer Windows 8 Beta mit weiteren Verbesserungen
  3. Sensor-Fusion Windows 8 soll Sensornutzung vereinfachen

Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Gerüchte: Apple will alle Notebooks dünner machen
Gerüchte
Apple will alle Notebooks dünner machen

Apple soll einem Bericht zufolge seine gesamte Notebookpalette dem Macbook Air anpassen. Dazu müssten die relativ dicken Modelle der Macbook-Pro-Serie vollständig überarbeitet werden und Anwender auch von liebgewonnenen Eigenschaften Abschied nehmen.

  1. Apple-Patentantrag Macbooks mit Brennstoffzellen
  2. Landingzone Dockingstation für das Macbook Air

  1. Re: Man wird in die Illegalität gedrängt

    Icestorm | 16:53

  2. Re: gutes Geschäftsmodell ja

    neocron | 16:51

  3. Re: keine ahnung von recht

    ubuntu_user | 16:50

  4. Re: genauso machens die walfangnationen...

    Rulf | 16:50

  5. Re: Bugs im Vergleich zu OpenOffice

    Benjamin_L | 16:49


  1. 16:57

  2. 16:51

  3. 15:59

  4. 15:24

  5. 14:36

  6. 14:14

  7. 14:09

  8. 12:28


Zum Artikel