Weiterverkauf

Lycos geht an indisches Unternehmen

Lycos, einst mit 12,5 Milliarden US-Dollar bewertet, ist erneut verkauft worden. Nun will eine indische Onlinemarketingfirma über die Lycos-Suche Werbeanzeigen ausliefern. Lycos wurde restrukturiert und sei wieder profitabel, hieß es vonseiten des bisherigen Eigners.

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Das US-Unternehmen Lycos Inc. wird an die indische Marketingfirma Ybrant Digital verkauft. Eigner des Internetunternehmens war seit dem Jahr 2004 die südkoreanische Daum Communications. Lycos hat nach eigenen Angaben noch 12 bis 15 Millionen Unique Visitors im Monat in den USA und circa 60 Millionen weltweit. Laut den Onlinereichweitenmessungen von Comscore verzeichnete Lycos im Juni 2010 noch 42,4 Millionen Unique Visitors und lag damit weltweit auf Rang 78.

Ybrant Digital will über die Lycos-Suchmaschine die Anzeigen seiner Werbekunden weltweit ausliefern, sagte Ybrant-Firmenchef Suresh Reddy. "Das wird unser Suchmaschinen-Marketing-Geschäft erheblich verbessern", fügte er hinzu. Ybrant erzielte in dem Finanzjahr, das am 31. März 2010 endete, einen Umsatz von 70 Millionen US-Dollar.

Lycos war auf der Höhe der Internetspekulationsblase im Jahr 2000 für 12,5 Milliarden US-Dollar in Aktien von der spanischen Internetfirma Terra Networks gekauft worden. Daum Communications hatte vier Jahre später nur noch 95 Millionen US-Dollar für Lycos bezahlt. Daum reorganisierte Lycos im Jahr 2009. Die Firma sei jetzt profitabel, so Firmenchef Jungwook Lim.

Der Ableger Lycos Europe, einst größtes europäisches Internetportal, war im November 2008 am Ende, nachdem die Suche nach einem neuen Großaktionär erfolglos blieb. Zu der Zeit wurde die Lycos Europe noch mit 50 Millionen Euro bewertet. Die meisten der rund 700 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Teile des Geschäftsbetriebes wurden verkauft: Für rund 34 Millionen Euro übernahm United Internet den Domain-Registrar United Domains von Lycos Europe. Hubert Burda Media kaufte im Juni 2009 die Wissenscommunity Lycos iQ.


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ubbu.de / 17. Aug 2010

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