Warren Spector

"Spiele sind viel mehr als interaktive Filme"

GDC

Stardesigner Warren Spector liebt Filme - trotzdem ist er der Überzeugung, dass Entwickler nur wenig von Hollywood lernen können. Stattdessen lohnt es sich, gezielt die Stärken anderer Medien zu studieren, so Spector auf seinem GDC-Europe-Vortrag.

Anzeige

"Wir Menschen arbeiten seit Tausenden von Jahren daran herauszufinden, wie die Sache mit der Unterhaltung und den Geschichten am besten funktioniert", sagte Warren Spector in einer viel beachteten Keynote auf der GDC Europe 2010. Der Branchenveteran - bekannt unter anderem für Deus Ex, derzeit beschäftigt mit Epic Mickey - hat in seinem Vortrag darüber gesprochen, was seine Zunft von Filmen lernen kann, was sich vom Kino überhaupt nicht in die Welt der Spiele übertragen lässt, und was andere Medien- und Kulturformen zu bieten haben.

Spector ist trotz der von manchen Branchenmitgliedern beschworenen Medienkonvergenz "fest überzeugt, dass Spiele viel mehr als nur Filme mit Interaktivität sind". Dabei gebe es durchaus auch Ähnlichkeiten, was Inhalte und Teile der Produktion, den Vertrieb und das Marketing angeht. Spector sieht jedoch auch deutliche Unterschiede.

Einer der größten Unterschiede zwischen Filmen und Spielen sei der Umgang mit Raum und Zeit. Die Welt von Filmen wirke normalerweise wie aus einem Stück, aber tatsächlich ist eine Filmwirklichkeit aus unzähligen Komponenten konstruiert - das sei in Spielen ganz anders: "Wenn wir Räume zerstückeln, dann brechen wir die Glaubwürdigkeit". Auch parallel ablaufende Actionsequenzen - Bösewicht bastelt an Bombe, Held stürmt gleichzeitig Festung - würden in Spielen nur selten funktionieren. "Der Spieler bestimmt, wohin die Kamera blickt, nicht der Regisseur", so Spector.

Zu den weiteren Unterschieden zählt für Spector auch das Tempo: In einem Actionfilm würde etwa ein langsamer Einstieg gut funktionieren - schließlich wisse der Zuschauer, dass es früher oder später kracht. Bei Spielen sei das anders, da fehle dieses Vertrauen in den meisten Fällen. Lediglich bei ganz wenigen Titeln, etwa denen der Metal-Gear-Reihe von Hideo Kojima, habe sich das inzwischen geändert.

Spector schlägt vor, von mehreren anderen Unterhaltungsgattungen zu lernen. Etwa von Tabletop-Brettspielen wie Warhammer, von denen man viel darüber erfahren könne, wie man Spieler dazu bringt, sich selbst zu verwirklichen. Oder das Radio - Hörspiele haben nach Auffassung von Spector oft eine Sprach-, Geräusch- und Musikqualität, die Spiele immer noch vermissen lassen. Auch von Comics könnten Entwickler viel lernen, insbesondere darüber, wie eine Story möglichst ökonomisch aufgebaut wird.


Nero 19. Aug 2010

Abgesehen von Inszenierung, Steuerung, Gameplay etc. ist mir eine Story wichtig. Eine...

JenZzzz 19. Aug 2010

In dem Spiel Fahrenheit haben sie das auch ganz gut umgesetzt wie ich finde. Hatte schon...

JenZzzz 19. Aug 2010

Deswegen mag ich World of Warcraft, die Grafik ist eben nicht realitätsgetreu, deswegen...

wintermut3 17. Aug 2010

Wieso arbeitet der an irgendein Disney Spiel. Ist das dann Mickey welcher sich Bio...

Kommentieren




Anzeige
  1. Web Developer (m/w)
    traffego GmbH, Langen
  2. IT-System Engineer (m/w) – Microsoft Backoffice Technologie
    InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, Burgkirchen
  3. Webentwickler / Webentwicklerin
    FIZ CHEMIE Berlin GmbH, Berlin
  4. Techniker Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  2. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  3. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  4. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  5. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 385 | letzter Beitrag 10:32 Uhr

  2. Kommentare: 221 | letzter Beitrag 09:51 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 25.05. 11:40

  4. Kommentare: 144 | letzter Beitrag 13:16 Uhr

  5. Kommentare: 92 | letzter Beitrag 13:11 Uhr

Mehr


  1. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  2. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  3. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  4. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  5. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

  6. Sony

    Music Unlimited nun auch fürs iPhone

  7. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  8. Gewerkschaft

    Entlassungen werden bei HP-Deutschland voll durchschlagen

  9. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  10. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Kim Dotcom: "Gebt mir meine Rechner zurück!"
Kim Dotcom
"Gebt mir meine Rechner zurück!"

Kim Schmitz will Zugriff auf seine 135 Computer und Festplatten, die die neuseeländischen Behörden im Januar 2012 beschlagnahmt haben. Das FBI halte das Material von der Justiz in Neuseeland zurück, um seine Verteidigung im Fall Megaupload zu erschweren, sagt er.

  1. Megaupload Kim Dotcom darf wieder das Internet benutzen
  2. Nach Megaupload Mediafire und weitere Filehoster im Fokus der Filmindustrie
  3. Megaupload Kim Schmitz muss mit monatlich 37.000 Euro zurechtkommen

Toshiba AT300: 10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4
Toshiba AT300
10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4

Toshiba hat das Excite 10 unter der Bezeichnung AT300 für Europa angekündigt. Das Tablet hat einen 10-Zoll-Touchscreen, den Quad-Core-Prozessor Tegra 3 von Nvidia und wird mit Android 4 alias Ice Cream Sandwich ausgeliefert.

  1. Smartphones und Tablets Fünf Nexus-Geräte zum fünften Geburtstag von Android?
  2. Iconia Tab A510/A511 Lieferprobleme bei Acers Android-Tablets
  3. Acer Iconia Tab A700 Android-4-Tablet mit 10-Zoll-Full-HD-Display kommt im Juni

Zum Artikel