Precious

Auch ein Fahrrad hat Gefühle

Precious ist nicht irgendein Fahrrad: Es nimmt seine Umwelt wahr, hat Gefühle und teilt diese auch mit. Derzeit reist das Fahrrad von seiner Heimat New York aus nach Westen zum Pazifik. Wie es dem Fahrrad auf der Langstrecke geht, können Nutzer auf einer eigens eingerichteten Twitter-Seite verfolgen.

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Was denkt sich eigentlich unser Fahrrad, wenn wir über Kopfsteinpflaster holpern oder sanft den Hügel hinabrollen? Was dem Radfahrer bisher verborgen geblieben ist, enthüllt Precious. Das New Yorker Unternehmen Breakfast hat Precious mit Sensoren und anderer Technik ausgestattet, die es dem Fahrrad ermöglichen, sich der Welt mitzuteilen.

Daten per SMS

Sensoren erfassen, wo sich das Fahrrad gerade befindet, wie hoch die Trittfrequenz des Fahrers ist, wie schnell und in welcher Richtung sich das Rad gerade bewegt, wie warm und feucht es ist, das Gefälle, und wie viele Tiere dem Fahrrad zum Opfer gefallen sind. Ein kleiner Computer sammelt die Daten und überträgt diese in Form einer SMS. Das geschieht alle fünf Minuten. In der Zwischenzeit fällt das Gerät in einen Schlafmodus, um Akkuleistung zu sparen. Ist etwas Besonderes geschehen, dann kann die Fahrerin über einen Knopf am Lenker eine Datenübertragung veranlassen.

Die Daten landen auf dem Server von Breakfast und werden dort ausgewertet. Es wird geprüft, wie viele Daten zu welchem Zeitpunkt an einem Tag gesendet wurden, um die Authentizität der Nachrichten zu überprüfen. Auf der Website können die Nutzer dann sehen, mit welcher Geschwindigkeit und in welcher Richtung Precious unterwegs ist und ob es gerade auf ebener Strecke fährt oder ob es den Berg hinauf- oder hinuntergeht. Außerdem zeigt ein Thermometer die aktuelle Temperatur am Standort des Fahrrades an.

Wenig Shatners in Kirksville

Zudem analysiert der Server Besonderheiten und generiert daraus Statusmeldungen, die auf dem Twitter-Profil von Precious veröffentlicht werden. "Ohhhh, ich weiß weshalb ihre Zunge heraushängt. Sie hat den 'Lick Mountain' auf der Karte gesehen. Verliererin!", lästert Precious etwa über seine Fahrerin Janeen. Oder das Fahrrad gibt Nonsenskommentare über Gegenden ab, durch die es gerade fährt: "Kirksville. Hatte gedacht, hier gebe es mehr Shatners."

Derzeit ist das fühlende Fahrrad zusammen mit Fahrerin Janeen auf dem Weg von der Ost- an die Westküste. Unterwegs sammelt das Gespann Spenden für Livestrong, die von Radprofi Lance Armstrong gegründete Stiftung, die sich der Krebsbekämpfung widmet. Janeen und Precious befinden sich derzeit im US-Bundesstaat Kentucky.

43 Hunde und ein Plattfuß

Sie sind seit gut zwei Wochen unterwegs und haben über 1.420 Kilometer zurückgelegt. Der Tagesschnitt lag bei knapp 89 Kilometer am Tag. Die beiden wurde sieben Mal angehupt und 43-mal von einem Hund verfolgt. Sie hatten eine Reifenpanne, und es gab 71 tote Tiere, sogenannte Roadkills, wobei nicht klar ist, ob das Gespann diese auf der Straße hat liegen sehen, oder ob die Opfer auf das Konto von Precious gehen.


EltharionX 20. Aug 2010

Weil es einfach die Hersteller nicht interessiert, so lange der Absatz gut ist und die...

EltharionX 20. Aug 2010

Eben weil die Technologie am normalen Fahrrad weit hinter dem Stand der Technik hinterher...

ooopss 17. Aug 2010

wenn über eine Milliarde Radfahrer plötzlich auf Moped, Auto umsteigen.

Prypjat 17. Aug 2010

Das Fahrrad denkt ja nicht wirklich. Wenn sie das Bewerkstelligen, dann ist es eine News...

Treadmill 17. Aug 2010

Jau, schön wär's...

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