E-Book-Reader

Plastic Logic beerdigt den Que Pro Reader

Überraschend kommt die Ankündigung nicht: Plastic Logic wird den Que Pro Reader nicht in den Handel bringen. Das Unternehmen habe seine Produktstrategie geändert und wolle sich lieber auf die Entwicklung eines Nachfolgemodells für den E-Book-Reader mit dem DIN A4 großen Bildschirm konzentrieren.

Anzeige

Plastic Logic wird den Que Pro Reader nicht auf den Markt bringen. Das britisch-amerikanische Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine Produktstrategie geändert. Die Bedingungen auf dem Markt hätten sich seit der Vorstellung des E-Book-Readers so geändert, dass es nicht sinnvoll sei, dieses Gerät noch einzuführen, erklärte Plastic-Logic-Chef Richard Archuleta. Das Unternehmen will sich stattdessen lieber darauf konzentrieren, einen Nachfolger zu entwickeln.

Mehrfach verzögert

Ursprünglich sollte der im Januar auf der CES vorgestellte Que Pro Reader im April ausgeliefert werden. Im März verschob Plastic Logic jedoch den Termin in den Sommer. Ende Juni teilte das Unternehmen seinen Kunden dann mit, das von ihnen vorbestellte Gerät sei nicht verfügbar. Der Liefertermin verschwand ganz von der Webseite. Insofern ist die Ankündigung, dass der Que Pro Reader gar nicht kommt, keine Überraschung.

Der E-Book-Reader, der im Dresdner Werk von Plastic Logic hätte gefertigt werden sollen, hätte gegen seine Konkurrenten einen schweren Stand gehabt: Das für Geschäftskunden gedachte Gerät wäre zwar größer geworden als Amazons Kindle DX und Apples iPad - aber auch deutlich teurer: Der Que Pro Reader sollte mit 4 GByte Speicher 650, das Modell mit 8 GByte Speicher 800 US-Dollar kosten. Das iPad gibt es ab 500 US-Dollar. Amazon bietet den überarbeiteten Kindle DX inzwischen für 380 US-Dollar an.

Russisches Unternehmen zeigt Interesse

Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times hatte vor einigen Tagen berichtet, dass Plastic Logic mit dem staatlichen russischen Nanotechnologieunternehmen Rusnano verhandele. Die Russen wollten, so die Zeitung, eine große Summe in das Unternehmen stecken und einen "bedeutenden Anteil" an Plastic Logic übernehmen. Sie stellten jedoch die Bedingung, dass eine neue Fabrik des Unternehmens in Russland errichtet werde.

Die chinesische Regierung wollte vor einiger Zeit ebenfalls bei Plastic Logic einsteigen. Beide Seiten konnten aber keine Einigung erzielen.


sorex 11. Aug 2010

naja es wird noch das notion ink adam "irgendwann" 2010 rauskommen, welches von den...

U.W. 11. Aug 2010

Wenn ich mir die neuen Technologien, insbesondere Mirasol anschaue, denke auch ich, dass...

Kommentieren




Anzeige
  1. Consultant / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w) im Bereich IT Privacy
    VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin
  2. IT-Systemspezialist (m/w)
    PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN VVaG, Köln
  3. Referent SAP ERP HCM (m/w)
    Buchen IndustrieService GmbH, Köln
  4. Leiter Softwareentwicklung (m/w)
    über VeriTreff GmbH, Großraum Reutlingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Osram

    Mini-LEDs für stromsparende LCDs mit Quantenpunkten

  2. Flugdrohne

    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

  3. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  4. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  5. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  6. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  7. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  8. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  9. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  10. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Golem.de öffnet sich für Autoren
In eigener Sache
Golem.de öffnet sich für Autoren

Wir erweitern für Blogger und andere Autoren die Möglichkeit, ihre Inhalte hier auf Golem.de zu veröffentlichen und so von unserer Reichweite und unseren Finanzierungsmöglichkeiten zu profitieren. Es geht uns darum, ein neues, zeitgemäßes Modell des Publizierens zu etablieren und unseren Lesern noch mehr relevante Inhalte zu bieten.

  1. #Blognetz Deutsche Blogger, vereinigt euch

Liberty Global: Unitymedia-Eigner will Kabel Deutschland kaufen
Liberty Global
Unitymedia-Eigner will Kabel Deutschland kaufen

Liberty Global hat 7,5 Milliarden Euro für Kabel Deutschland geboten. Vodafones Kaufangebot war als zu niedrig abgelehnt worden.

  1. Stellenabbau Vodafone sagt aus Angst vor Protesten Philipp Rösler ab
  2. TV-Kabelnetz Liberty Global soll Kauf von Kabel Deutschland planen
  3. IT-Arbeitsplätze Widerstand gegen Stellenabbau bei Vodafone Deutschland

Videocodec: Googles VP9 in Chrome aktiviert
Videocodec
Googles VP9 in Chrome aktiviert

Der Videocodec VP9 ist jetzt standardmäßig in der aktuellen Entwicklerversion des Browsers Chromium aktiviert. Die finale Veröffentlichung im August ist damit sehr wahrscheinlich.

  1. VP9 Googles neuer Videocodec
  2. Freier Videocodec Nokia meldet Patentansprüche auf Googles VP8 an

Zum Artikel