Linux Foundation

Open Compliance Program soll über Lizenzen informieren

Die Linux Foundation hat das Open Compliance Program gestartet, um Firmen dabei zu unterstützen, unterschiedliche Open-Source-Lizenzen korrekt einzusetzen. Neben Werkzeugen zur Prüfung von Quellcode sollen auch Schulungen angeboten werden. Eine Arbeitsgruppe soll eine Spezifikation erarbeiten, nach der Unternehmen Lizenzinformationen verwalten können.

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Mit dem Open Compliance Program sollen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche Open-Source-Lizenzen für ihre eigene Software zu nutzen oder quelloffene Software zu verwenden, ohne gegen deren Lizenzbestimmungen zu verstoßen. Die Verwendung von Linux und OSS sei in den letzten Jahren rasant angestiegen, vor allem in Embedded-Systemen und Unterhaltungselektronik. Deshalb müsse ein unabhängiges Programm geschaffen werden, um die Einhaltung unterschiedlicher Lizenzen zu ermöglichen, so die Linux Foundation.

Im Rahmen des Programms werden drei Werkzeuge angeboten: Mit dem Dependency Checker soll Code nach unterschiedlichen Lizenzen durchforstet und dabei Warnungen ausgegeben werden, wenn inkompatible Lizenzen vorhanden sind. Der Bill of Material (BoM) Difference Checker soll Code-Unterschiede registrieren und dabei die Verwendung von quelloffenem Code aufspüren. Der Code Janitor soll Quellcode nach unerwünschten Einträgen durchforsten, die bei quelloffenem Code an die Öffentlichkeit gelangen könnten.

Außerdem will das Programm auch eine Checkliste zur Verfügung stellen, anhand derer Firmen Kriterien zur Veröffentlichung oder Verwendung von freiem Code abarbeiten können. Ergänzt wird die sogenannte Self-Assessment-Checklist durch Schulungen, die ebenfalls im Rahmen des Programms angeboten werden sollen.

Mit dem neuen SPDX-Standard (Software Package Data Exchange) soll die Weitergabe von Lizenzinformationen vereinheitlicht werden. Der Standard wird gegenwärtig in einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Zudem soll das Open Compliance Directory and Rapid Alert System für die Lizenzvergabe verantwortliche Personen in Unternehmen benennen, die im Bedarfsfall kontaktiert werden können.

Für die Mitarbeit an dem Open Compliance Program konnte die Linux Foundation bislang etliche große Unternehmen gewinnen, darunter Adobe, AMD, Google, IBM, Intel, Samsung und Sony.


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