Wikileaks

Pentagon fordert Rückgabe der Afghanistan-Dokumente

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums hat noch einmal die Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente auf Wikileaks verurteilt. Gleichzeitig forderte er die Rückgabe der Dokumente, deren Löschung von der Wikileaks-Website sowie von allen Computern und Datenträgern der Organisation.

Anzeige

Das US-Verteidigungsministerium (Department of Defense, DOD) hat Wikileaks aufgefordert, die geheimen Afghanistan-Dokumente, die Wikileaks Anfang vergangener Woche veröffentlicht hat, zurückzugeben. Diese Forderung hat Geoff Morrell gestern Nachmittag (Ortszeit) bei einem Auftritt vor der Presse im Pentagon bekräftigt.

Dokumente zurückgeben

Diese Dokumente enthielten geheimes Material und seien Eigentum der Regierung der Vereinigten Staaten, erklärte Morrell. Sie seien auf unbefugte Weise in den Besitz von Wikileaks gelangt. "Der einzige akzeptable Weg für Wikileaks ist, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, alle Versionen dieser Dokumente an die US-Regierung zurückzugeben sowie sie von der Website, allen Computern und Datenträgern zu löschen."

Die Veröffentlichung dieser Dokumente habe bereits die Sicherheit von US-Soldaten, von Alliierten und ihren afghanischen Mitarbeitern gefährdet. "Die Veröffentlichung weiterer geheimer Dokumente des Verteidigungsministeriums kann diesen Schaden nur vergrößern", sagte der Sprecher.

Das Verteidigungsministerium forderte Wikileaks auf, das Richtige zu tun. Falls Wikileaks dem nicht nachkomme, werde die Regierung überlegen, so Morrell, "welche Alternativen wir haben, sie dazu zu zwingen, das Richtige zu tun."

Forderung per Twitter zurückgewiesen

Wikileaks hat per Twitter die Forderungen Morrells zurückgewiesen. Diese seien eine offizielle Drohung. Morrell selbst wurde als unausstehlich geschmäht. In einer unmittelbar darauf gesendeten zweiten Nachricht nutzte Wikileaks die Situation zur Eigenwerbung: Jetzt sei eine gute Zeit, Geld für das Angebot zu spenden.

Tatsächlich ist die Forderung unsinnig. Inzwischen dürften ungezählte Kopien der Dokumente auf Computern aller Welt gespeichert sein. In den ersten Tagen habe das Angebot durchschnittlich eine Million Zugriffe in der Stunde verzeichnet, sagte Wikileaks-Sprecher Daniel Schmitt der Frankfurter Rundschau. "Die verstehen offenbar weder das Internet noch unser Projekt. Das ist Stimmungsmache - ein Versuch, die Öffentlichkeit über plakative Aussagen in die Irre zu führen".

Forderung nach Abschaltung

Die Veröffentlichung der Dokumente hatte in den USA große Empörung ausgelöst. Konservative hatten eine Abschaltung des Angebotes sowie die Verurteilung seines Gründers Julian Assange verlangt. Sogar die Forderung nach der Todesstrafe wegen Spionage in Kriegszeiten war laut geworden.


Ragnarök 19. Aug 2010

Leider, werden wir Menschen noch viele Wesen misshandeln bevor unser langsamer Suizid uns...

Crass Spektakel 10. Aug 2010

Das ist irrelevant. Wenn deswegen jemand ums Leben kommt ist es fahrlässige Tötung...

unknown 09. Aug 2010

kontrolle durch furcht .. furcht vor der konsequenz einer handlung konstrukt gesetzt...

/mecki78 09. Aug 2010

Und dabei wurde doch das Internet ursprünglich mal vom US Militär mit erfunden, dachte...

exSpion 09. Aug 2010

Zweifelst du ernsthaft das das berümte "Unfall-Ticket" für den Wikileaks-Gründer nicht...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler (m/w)
    DMG Automation GmbH, Hüfingen
  2. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  3. Qualitätssicherungs-Verantwo- rtliche/r IT-Projekte
    Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart
  4. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  3. Kommentare: 190 | letzter Beitrag 19:53 Uhr

  4. Kommentare: 122 | letzter Beitrag 19:20 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 18:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Zum Artikel