Oracle

SAP übernimmt Verantwortung für Urheberrechtsverletzung

Im Rechtsstreit mit Oracle um die Verletzung von Oracles Urheberrechten durch die SAP-Tochter Tomorrownow räumt SAP Urheberrechtsverletzungen ein und übernimmt dafür die finanzielle Verantwortung.

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Angesichts des nahenden Verhandlungstermins im Rechtsstreit zwischen Oracle und SAP bemüht sich SAP, die Angelegenheit außergerichtlich beizulegen. SAP räumte gegenüber dem zuständigen US-Gericht ein, Tomorrownow habe wie von Oracle behauptet Urheberrechte verletzt und Dokumente von Oracle heruntergeladen. SAP erklärte sich auch bereit, für das Fehlverhalten der Tochter die finanzielle Verantwortung zu übernehmen.

Allerdings besteht SAP auf der Feststellung, selbst nicht in das Vorgehen von Tomorrownow involviert gewesen zu sein und seinerseits keine Urheberrechte verletzt zu haben. Die Firma Tomorrownow wurde vor rund zwei Jahren von SAP in Reaktion auf Oracles Vorwürfe geschlossen.

Darüber will SAP mit Argumenten und Beweisen darlegen, dass die Schadensersatzforderungen weit überzogen sind. SAP sei gewillt, Oracle für den entstandenen Schaden zu entschädigen, sagte SAP-Finanzchef Werner Brandt, bezeichnet die Vorkommnisse dabei aber als begrenzt.

Oracle wirft SAP konkret vor, dass Angestellte des SAP-Tochterunternehmens Tomorrownow Logins von Oracle-Kunden genutzt hätten, um Tausende von Softwareprodukten und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen und zu nutzen. Außerdem sei Oracles Lösung zur Anpassung der Peoplesoft-Software an die neuen Sommerzeitregelungen in den USA von SAP gestohlen worden. Dabei seien in der angeblich kopierten Version von SAP Tomorrownow sogar kleine Fehler enthalten, die Oracle erst später in seinem Code beseitigte.

Die Gerichtsverhandlung zwischen Oracle und SAP ist derzeit für sechs Wochen ab dem 1. November 2010 angesetzt.


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