Kartellverfahren

Intel einigt sich mit der FTC

Intel hat sich im Kartellstreit mit der US-Wettbewerbsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) geeinigt. Demnach wird sich Intel künftig an einige Auflagen halten, mit denen die FTC wieder für fairen Wettbewerb im Prozessormarkt sorgen will.

Anzeige

Die Vereinbarung zwischen Intel und FTC umfasst CPUs, GPUs und Chipsätze. Sie untersagt es Intel, mit Drohungen, Bündelpreisen oder anderen Angeboten Konkurrenten auszuschließen, den Wettbewerb zu erschweren oder in anderer Art und Weise den Verkauf von CPUs sowie GPUs der Konkurrenz zu verhindern. Darüber hinaus darf Intel Computerhersteller nicht mehr in Bezug auf die Leistung von Nicht-Intel-CPUs oder -GPUs täuschen.

Konkret darf Intel Computerherstellern keine besseren Konditionen einräumen, wenn diese sich verpflichten, ausschließlich Chips von Intel zu erwerben. Auch darf Intel keinen Anbieter mit schlechteren Konditionen bestrafen, wenn dieser Chips von anderen Anbietern bezieht.

Damit gehen die Auflagen nach Ansicht der FTC über die in früheren Kartellverfahren gegen Intel ausgesprochenen Auflagen hinaus. Die FTC argumentiert, es werde der Wettbewerb als solcher gestärkt und nicht nur ein Anbieter von CPUs, GPUs oder Chipsätzen geschützt. Zudem greife die Vereinbarung auch Intels Aussagen zum eigenen Compiler auf, der großen Einfluss auf die Leistung eines Systems hat.

Intel verpflichtet sich zudem, dass Hersteller komplementärer Produkte, wie beispielsweise diskreter GPUs, in den nächsten sechs Jahren Zugang zu Intels CPUs erhalten. Dem kommt vor allem deshalb eine wachsende Bedeutung zu, da Intel begonnen hat, entsprechende Funktionen in seine Prozessoren zu integrieren.

Dazu muss Intel auch seine Lizenzabkommen mit AMD, Nvidia und VIA anpassen und diesen Unternehmen mehr Freiheiten einräumen was Fusionen, Kooperationen oder Joint Ventures angeht. Bislang droht in diesen Fällen eine Klage wegen Patentverletzung.

Die Lizenzvereinbarung mit VIA bezüglich der x86-Technik, die 2013 ausläuft, muss Intel um mindestens fünf Jahre verlängern. Auch muss Intel PCI Express für mindestens sechs weitere Jahre unterstützen, ohne dass es dabei Leistungseinschränkungen für GPUs gibt.

In Bezug auf die eigenen Compiler muss Intel gegenüber Softwareanbietern einräumen, dass die Compiler Chips anderer Hersteller benachteiligen und gegebenenfalls nicht alle von diesen Chips unterstützten Funktionen nutzen. Will ein Softwarehersteller seine Software daher mit Compilern anderer Hersteller neu kompilieren, muss Intel ihn entschädigen.


DerPlonker 05. Aug 2010

*PLONK* Sprachlose Trolle im Internet sollte man kennen.

Hinweisgeber_ 05. Aug 2010

Mir scheint du weisst wieder mal nicht wovon du redest ... x64/AMD64/Intel 64/x86_64...

Kommentieren



Anzeige

  1. Datenspezialist (m/w) Geoinformationssysteme (GIS)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  2. Software Tester / Testspezialist: Testautomatisierung / Senior Software Testautomatisierer (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf (bei Erlangen), München und Norderstedt (bei Hamburg)
  3. Projektingenieur (m/w) Automatisierungstechnik für Forschung & Entwicklung
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  4. Datenbank-Administrator (m/w) für Softwarelösungen
    DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH, Siegen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  2. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  3. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte

  4. Osquery

    Systemüberwachung per SQL von Facebook

  5. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen

  6. Spieldesign

    Kampf statt Chaos

  7. Techland

    Last-Gen-Konsolen zu schwach für Dying Light

  8. Passport im Test

    Blackberry beweist Format

  9. Streaming

    Sky als Online-Abo mit Live-TV und Einzelabruf

  10. Band

    Microsofts Wearable hört und fühlt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel