Forstwirtschaft

RFID-Tags auf Holzbasis

RFID-Tags auf Holzbasis sollen in Zukunft Logistikprozesse in der Forstwirtschaft vereinfachen. Die RFID-Transponder bestehen aus Papier und dem Pflanzenbestandteil Lignin.

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Die Funk-Etiketten auf Holzbasis sind für Baumstämme gedacht, wie sie immer wieder im Wald zu finden sind, Stapel farbig markierter Baumstämme, die auf den Abtransport warten. Die farbigen Markierungen will das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) in Magdeburg künftig durch RFID-Transponder ersetzen. Sie sollen bei der Verarbeitung der Stämme nicht stören und es dennoch erlauben, komplette Lkw-Fuhren mit solchen Rundhölzern zu erfassen.

"Im Prinzip hat jeder Förster oder Waldbesitzer sein eigenes Kennzeichnungssystem", sagt Mike Wäsche vom IFF. Geht es nach ihm, gibt es künftig einen RFID-basierten Logistikstandard für den Datenaustausch zwischen Waldbesitzern, Ernte- und Fuhrunternehmen sowie den gewerblichen Endabnehmern.

Im forstlichen Umfeld gibt es zwar seit 2002 den ELDAT-Standard für den Elektronischen Datenaustausch von Verkaufsinformationen. Logistische Prozesse seien darin aber nur ansatzweise berücksichtigt, kritisiert Wäsche. Die RFID-Tags sollen es erlauben, Herkunft, Qualität, Menge und Bestimmungsort der Stämme zu erfassen. Eine sichere Zuordnung soll zudem die Abrechnung beschleunigen und die Abfuhrkontrolle vereinfachen.

Hochwertiges Stammholz für Möbel oder Parkett wird zwar heute schon mit Nummernplättchen oder Funk-Etiketten gekennzeichnet, dem IFF und seinen Partnern geht es aber um eine praktikable Lösung, die sich zum Kennzeichnen aller Holzsorten eignet. Dazu gehören auch die gut zehn Millionen Kubikmeter Industrieholz, die jährlich in Deutschland anfallen. Dazu muss die Technik möglichst kostengünstig sein.

Der Transponder auf Holzbasis besteht aus Papier und Lignin. Lediglich die Antenne ist aus Metall, aber der "Metallanteil des Transponders liegt weit unter dem, was sonst an Verunreinigungen im und am Holz üblich ist", sagt Christine Kallmayer vom Projektpartner, dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Berlin.

Um die Kosten gering zu halten, wird auf den Funk-Etiketten zudem nur ein Zahlencode gespeichert. Alle weiteren Informationen sind in den Verwaltungs- und Abrechnungssystemen der einzelnen Akteure hinterlegt. Ausgelesen werden die Tags im Vorbeifahren, wobei es pro Lkw-Ladung ausreicht, wenn ein bis zwei RFID-Transponder vorhanden sind.


SunnyS 06. Aug 2010

das würde mich jetzt auch interessieren, irgendwie mal wieder nur eine Kurzinformation...

lalala 03. Aug 2010

Jo ... an der Stelle hab ich auch gestockt und muste schmunzeln ;) ;) YMMD

perplex 02. Aug 2010

man kann sagen was man will, aber so richtig zu 100% angekommen ist rfid in der...

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