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WiFi-GateBritischer Datenschützer entlastet Google
Im Mai war bekannt geworden, dass die für Googles Street-View-Dienst Daten sammelnden Fahrzeuge nicht nur Fotos gemacht sondern auch Teile der WLAN-Kommunikation in der näheren Umgebung erfasst und aufgezeichnet haben. Google stoppte die Aufzeichnung und erklärte, dass sie versehentlich und ohne Wissen der Geschäftsführung erfolgt sei. Die Schuld hätte ein Programmierer, der den WLAN-Code unerlaubt in die Software für die Google-Autos eingebaut hätte.
Datenschützer und Politiker in aller Welt reagierten mit Empörung auf den Vorfall. In Deutschland wurde wie in vielen anderen europäischen Ländern und den USA eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Google arbeitete dabei mit den Behörden zusammen und stellte ihnen die gesammelten WLAN-Daten zur Prüfung zur Verfügung. In Großbritannien hat der für den Datenschutz zuständige Informationsbeauftragte (Information Commissioner) die Daten stichprobenartig untersucht, um herauszufinden, ob personenbezogene Daten gesammelt worden sind. Im Ergebnis der Untersuchung teilte das Büro des Information Commissioners (ICO) jetzt mit: "Die Informationen, die wir gesehen haben, enthalten keine bedeutsamen personenbezogenen Details, die sich einer identifizierbaren Person zuordnen ließen... Anhand der Stichproben, die wir in Augenschein genommen haben, sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass es unwahrscheinlich ist, dass Google personenbezogene Daten in nennenswertem Umfang erfasst hat." Zugleich wollte die Behörde aber nicht ausschließen, dass andere Datenschützer bei ihrer Untersuchung anderer Daten zu einer abweichenden Einschätzung kommen könnten. Gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian kritisierte Alex Deane von der Bürgerrechtsorganisation Big Brother Watch den Information Commissioner scharf: "Diese Entscheidung ist lächerlich. Datenschutzbeauftragte in aller Welt untersuchen Googles Wi-Fi-Aktionen. Allein in Großbritannien stellt unser Beauftragter der Firma einen Persilschein für ihr Handeln aus... Das ICO hat das britische Volk wirklich im Stich gelassen. Wir können von denen, den die Verantwortung für den Schutz unserer Privatsphäre gegeben wurde, Besseres erwarten." [von Robert A. Gehring] (md)
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