Frag Facebook

Facebook wird zur Fragen-und-Antwort-Community

Facebook geht in Konkurrenz zu Angeboten wie Gutefrage.net oder Yahoo-Answers, wildert damit aber zugleich bei Google. Die neue Applikation Facebook Questions erlaubt es, der Facebook-Community Fragen zu stellen.

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Facebook Questions steht im Rahmen eines Betatests nur einer begrenzten Zahl von Nutzern zur Verfügung. Mit dem Feedback will Facebook die Applikation weiterentwickeln und "schnellstmöglich" allen Facebook-Nutzern zur Verfügung stellen.

Letztendlich soll Facebook Questions das kollektive Wissen der rund 500 Million Nutzer des sozialen Netzwerks zugänglich machen. Die Idee: Zu jeder Frage gibt es bei Facebook jemanden, der sich mit dem Thema auskennt. Facebook will dafür sorgen, dass die Fragen bei den Richtigen landen. Da sie auch bei deren Freunden angezeigt werden, sollen sich die Chancen auf eine korrekte Antwort erhöhen.

Um sicherzustellen, dass Facebook die Fragen an die richtigen Personen weitergeleitet, werden die Fragen mit Tags versehen. Sie tauchen dann bei Menschen auf, die ihr Interesse für das jeweilige Thema bekundet haben. Auf diese Weise können zugleich Fragen zu bestimmten Themen abonniert werden, um von den eingehenden Antworten zu lernen.

Die Fragen können mit Bildern oder Umfragen versehen werden und sind immer öffentlich und für jeden im Internet einsehbar. Wer nur seine Freunde befragen will, soll das auch in Zukunft über Statusupdates tun.

Wer bekommt den Fragen-Traffic?

Facebook tritt damit in direkte Konkurrenz zu Angeboten wie Gutefrage.net oder Yahoo-Answers. Indirekt greift Facebook damit aber auch Google an, denn letztendlich richten sich Frage-Antwort-Communitys in erster Linie an Benutzer von Suchmaschinen. Die Idee dahinter: Wenn ausreichend Fragen vorhanden sind, wird es zu fast jeder bei Google eingegebenen Frage auch irgendeine Antwort geben. Verbunden mit etwas Suchmaschinenoptimierung lassen sich so stattliche Besucherzahlen erreichen.

Wenn also Facebook Questions funktioniert und die Antwortqualität durch die soziale Kontrolle, die das Netzwerk bietet, besser sein sollte, könnte das dazu führen, dass Nutzer des sozialen Netzwerks dazu übergehen, ihre Fragen bei Facebook zu stellen - statt bei Google. Da die Fragen und Antworten zudem öffentlich im Internet zugänglich sind, könnte es im ersten Schritt erst einmal über Google kommende Besucherströme zu Facebook ziehen - statt zu den etablierten Frage-Antwort-Portalen.

Gutefrage.net gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck


M_Kessel 29. Jul 2010

Glaube ich noch nicht. Wenn ich was wissen will, frage ich Google und Wikipedia. Dort...

Bratwurstbratgerät 29. Jul 2010

Das Wort "Niveau" in Zusammenhang mit gutefrage.net zu erwähnen ist irgendwie schon...

Lala Satalin... 29. Jul 2010

Dem kann ich nur zustimmen. Dann auch noch Ideen klauen...

Die Demokratie 29. Jul 2010

gute-frage.net gehört übrigens zum Holzbrinck-Verlag, dem auch Handelsblatt und Golem...

ViKoBi--TrIgGeR 29. Jul 2010

aaah okay das erklärt natürlich vieles ... okay danke ^^ .. gleich ma testen xD

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