Sexuelle Gewalt im Ferienlager

CSU-Ministerin macht Killerspiele mitverantwortlich

Die bayerische Justizministerin Beate Merk stellt einen Zusammenhang zwischen den Nachrichten über sexuelle Gewalt in einem Ferienlager und sogenannten Killerspielen her. Sie erneuert die CSU-Forderung nach einem Verbot und verlangt das Sperren von Kinderpornos im Internet.

Anzeige

"Der Weg in die Gewaltkriminalität ist nicht weit, wenn man als junger Mensch Gewalt täglich am Bildschirm übt! Mir geht es darum, solche Spiele zu verbieten, die den Spieler an grausamen und unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen beteiligen", erklärt die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) mit Bezug auf Nachrichten über von sexueller Gewalt in einer Gruppe Minderjähriger in einem Ferienlager auf der Insel Ameland. Merk spricht von politischem Handlungsbedarf im Bereich des Jugendmedienschutzes und wiederholt Forderungen aus CSU-Kreisen nach einem strafrechtlichen Verbot der Herstellung und Verbreitung von sogenannten Killerspielen. Das hat die Bundesregierung im Juni 2010 allerdings klar abgelehnt.

Neben Computerspielen ist nach Auffassung der Ministerin auch generell der "Fehlgebrauch moderner Medien" - so eine Pressemitteilung des bayerischen Justizministeriums - verantwortlich. "Psychologen sagen mir, dass solche Übergriffe auch deshalb geschehen, weil man heutzutage im Netz problemlos alle erdenklichen Formen von Gewalt und Pornographie ansehen kann." Es gebe aber Eltern, "die sich kaum dafür interessieren, was ihre Kinder für Filme ansehen, auf welchen Seiten sie im Netz surfen oder welche Videospiele sie spielen."

Merk plädiert erneut für Internetsperren - und geht den Koalitionspartner FDP frontal an: "Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig." Wenn es nicht möglich sei, eine Seite sofort zu löschen, muss sie nach Auffassung der Ministerin wenigstens gesperrt werden.

Die Liberalen wehren sich gegen die Attacke von Merk. "Es ist geradezu geschmacklos, den Missbrauchsskandal auf der Insel Ameland zum Anlass zu nehmen, uns die Duldung von Kinderpornografie zu unterstellen und dies auch noch mit einer Attacke gegen Killerspiele zu verbinden", sagte Andreas Fischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag.


Gummihuhn 27. Jul 2010

Lügner! Aber ansonsten hast Du Recht.

Saupreiß 27. Jul 2010

Wir können doch die armen Bayern nicht rausschmeißen. Was würden die denn ohne uns machen?

Treadmill 27. Jul 2010

Jaja, da ist jeder empört über die Art wie die Opfer der Loveparade jetzt für seltsame...

M_Kessel 25. Jul 2010

Hat man mal gemacht. In Amerika. So viel Beschaffungskriminalität hat man nie zuvor...

Chrissie 25. Jul 2010

Der Knackpunkt ist aber, dass du als Jugendlicher eben diese Vorgänge noch nicht...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager Kundenprojekte (m/w)
    Kontron Modular Computers GmbH, Kaufbeuren
  2. Projektleiter IT Vertrieb und Logistik (m/w)
    Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn
  3. Software-Projektleiter im Bereich der Medizintechnik (m/w)
    Brunel GmbH, Erfurt
  4. Informatiker Anwendungsentwicklung und -betreuung im IT Security-Bereich (m/w)
    Vattenfall Europe Information Services GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Anonymous

    Telefonat zwischen FBI und Scotland Yard veröffentlicht

  2. Joseph Weizenbaum

    Welche Rolle spielt Wissenschaft?

  3. Google-Ranking

    Wie ein Erpresser einem Onlineshop schadete

  4. UCI iSens

    Hightech-Kino für Avatar 2 und Der kleine Hobbit

  5. Windows

    BSI gibt lückenhafte Sicherheitsempfehlungen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 339 | letzter Beitrag 03:50 Uhr

  2. Kommentare: 137 | letzter Beitrag 03.02. 12:16

  3. Kommentare: 109 | letzter Beitrag 03.02. 22:09

  4. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 03.02. 17:36

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 03.02. 12:57

Mehr


  1. Anonymous

    Telefonat zwischen FBI und Scotland Yard veröffentlicht

  2. Samsung Electronics

    "Wer in den Fabriken eine Gewerkschaft will, wird entlassen"

  3. Joseph Weizenbaum

    Welche Rolle spielt Wissenschaft?

  4. Betriebssysteme

    Linux Mint 12 KDE veröffentlicht

  5. Mozilla

    Push-Nachrichten fürs Web

  6. Acta

    Junge Union gegen Acta und Internetsperren

  7. Megaupload

    EFF will Nutzerdaten notfalls mit einer Klage schützen

  8. UCI iSens

    Hightech-Kino für Avatar 2 und Der kleine Hobbit

  9. Linux-Distributionen

    Canonical veröffentlicht Ubuntu 12.04 Alpha 2

  10. Take 2

    Suche nach GTA 5



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Börsengang: Facebook geht es nicht ums Geld
Börsengang
Facebook geht es nicht ums Geld

Facebook hat am Mittwoch seinen Börsengang beantragt und damit erstmals umfangreiche Informationen über das Unternehmen veröffentlicht. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat auch nach dem Börsengang volle Kontrolle über das Unternehmen, das eine Mission erfüllen soll, statt nach Gewinnmaximierung zu streben. Für den Erfolg soll eine gelebte Hackerkultur sorgen.

  1. Facebook Schwarzfahrer sollen wegen Facebook-Apps mehr zahlen
  2. Cloud-Werbung Facebook-Spammer nutzen Amazons Dienste
  3. Gegen Rechts Facebook hilft im Kampf gegen Naziprofile

Diablo 3: Blizzard verkleinert die Truhe
Diablo 3
Blizzard verkleinert die Truhe

Die Streichliste bei Diablo 3 wird länger: Nachdem kürzlich das Aus für Elemente wie die Mystikerin kam, müssen nun zwei von fünf Fächern im Inventar dran glauben. Auch auf Begleittiere warten Fans des Rollenspiels vergebens.

  1. Blizzard Diablo 3 ohne Mystikerin, aber mit Stadtportalen
  2. Blizzard "Bashiok" bestätigt Diablo 3 für Konsole
  3. Diablo 3 Echtgeld-Auktionshaus mit 50 "Beta Bucks"

Google Maps: Kostenlose Karten in Frankreich nicht erlaubt
Google Maps
Kostenlose Karten in Frankreich nicht erlaubt

Google muss in Frankreich 500.000 Euro Schadensersatz zahlen, da das Unternehmen mit dem kostenlosen Angebot von Landkarten via Google Maps dem Wettbewerb geschadet hat.

  1. Android-Anwendung Google Maps 6.2.0 schaltet in Tunneln in den Nachtmodus
  2. Android-Anwendung Google Maps 6.1.0 bringt Verbesserungen
  3. Google Maps Neues Kartenmaterial für Deutschland

Zum Artikel