Abo
  • Services:
Anzeige

Neuseeland

Gesetz soll Patente für Software verbieten

Laut eines neuseeländischen Gesetzesentwurfs sollen Patente auf Software bald nicht mehr möglich sein. Patente beeinträchtigten die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Unternehmen und verhinderten Innovationen, argumentiert der Handelsausschusses des Parlaments, der den Entwurf verfasst hat.

Das sogenannte Patent Bill, das in wenigen Tagen dem neuseeländischen Parlament zur Beratung vorgelegt werden soll, enthält eine Klausel, die Software von der Patentierung ausschließt. Lediglich sogenannte Embedded Software dürfte weiterhin mitsamt der Hardware patentiert werden. Gegenwärtig darf in Neuseeland nur Software zum Patent angemeldet werden, die eine "kommerziell sinnvolle Wirkung" hat. Mathematische Algorithmen, die in einer Software stecken, können nach neuseeländischem Recht aber nicht patentiert werden.

Anzeige

Keine Chance für Patent-Troll-Firmen

Softwarepatente verhinderten Innovationen und schränkten die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Unternehmen ein, so die Begründung des Handelsausschusses des Parlaments. Das Copyright sei in den meisten Fällen ausreichend, um Software zu schützen. Patente würden nur zur Gründung sogenannter Patent-Troll-Firmen führen, die Patente aufkaufen und einklagen. Die neuseeländische Open Source Society erinnerte mit ihrer Eingabe vor dem Ausschuss an Microsofts Versuch, Patente für die Verwendung des XML-Formats in Dokumenten in Textverarbeitungsprogrammen zu erhalten.

Zu den Kritikern von Softwarepatenten gehört auch das weltweit agierende Software-Unternehmen Jade Corporation aus Neuseeland. Der einzige wirkliche Schutz sei eine schnelle und innovative Softwareentwicklung, so Nigel Jones, ein Sprecher der Firma. Sie werde durch Softwarepatente aber verhindert.

Der Aufwand der Patentierung sei enorm und koste viel Zeit, sagte Mark Loveys von der Firma Enprise. Auch der Schutz von eigenen Patenten sei ein Albtraum: Man wolle nicht die Software anderer analysieren, nur um zu wissen, ob sie gegen eigene Patente verstoße.

Patentlobby kritisiert Patent Bill

Die New Zealand Information and Communications Technology Group (NZICT) machte im Vorfeld intensive Lobbyarbeit gegen den Passus im Patent Bill. Die NZICT repräsentiert unter anderem Microsoft, IBM und Cisco. NZICT-CEO Brett O'Riley argumentiert, dass nicht nur große Firmen von Softwarepatenten profitieren, sondern auch kleinere dadurch ihr geistiges Eigentum schützen könnten. Patente rüsteten neuseeländische Firmen für den Wettbewerb auf dem internationalen Markt. Er sieht auch die neuseeländische Wirtschaft gefährdet, wenn ausländische Investoren aufgrund eines unzulänglichen Patentrechts abwandern.


eye home zur Startseite
Azz 21. Jul 2010

Ja, z.B. Scrollbalken, oder Fenster mit 1 Klick genau auf die Hälfte des Bildschirms...

Ivan Villanueva 21. Jul 2010

Es gibt eine europäische Petition gegen Patente für Software: http://petition...

Lalaaaaa 20. Jul 2010

Neuseeland hat auch keine großen Softwarefirmen. Wäre das nämlich der Fall, dann gäbe es...

loolig 20. Jul 2010

wie bitte kommst du denn auf den Trichter? Softwarepatente sind ein Lobby-konstrukt das...

/mecki78 20. Jul 2010

Stimmt, "klein" wurde hier nicht weiter definiert ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über HRM CONSULTING GmbH, Köln
  2. Zühlke Engineering GmbH, Eschborn (bei Frankfurt am Main), München, Hannover, Hamburg
  3. Unitool GmbH & Co. EDV-KG, Oyten
  4. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn, Darmstadt


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Xbox One Elite Controller für 99,00€ u. LG OLED 65-Zoll...
  2. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Creative Sound BlasterX H7 USB 7.1 für 99,00€)
  3. (heute u. a. LG 4K-Fernseher u. Serien-Box-Sets reduziert u. Nintendo 2DS inkl. YO-KAI WATCH für...

Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    Aktivierungssperre des iPads lässt sich umgehen

  2. Amazon

    Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

  3. Autonomes Fahren

    Apple zeigt Interesse an selbstfahrenden Autos

  4. Sicherheit

    Geheimdienst warnt vor Cyberattacke auf russische Banken

  5. Super Mario Bros. (1985)

    Fahrt ab auf den Bruder!

  6. Canon EOS 5D Mark IV im Test

    Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz

  7. PSX 2016

    Sony hat The Last of Us 2 angekündigt

  8. Raspberry Pi

    Schutz gegen Übernahme durch Hacker und Botnetze verbessert

  9. UHD-Blu-ray

    PowerDVD spielt 4K-Discs

  10. Raumfahrt

    Europa bleibt im All



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Udacity: Selbstfahrendes Auto selbst programmieren
Udacity
Selbstfahrendes Auto selbst programmieren
  1. Strategiepapier EU fordert europaweite Standards für vernetzte Autos
  2. Autonomes Fahren Comma One veröffentlicht Baupläne für Geohot-Nachrüstsatz
  3. Autonomes Fahren Intel baut Prozessoren für Delphi und Mobileye

Oneplus 3T im Test: Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
Oneplus 3T im Test
Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
  1. Smartphone Oneplus 3T mit 128 GByte wird nicht zu Weihnachten geliefert
  2. Android-Smartphone Oneplus Three wird nach fünf Monaten eingestellt
  3. Oneplus 3T Oneplus bringt Three mit besserem Akku und SoC

Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert: Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert
Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
  1. Transport Hyperloop One plant Trasse in Dubai

  1. Re: Deshalb eben nur 97%

    Ovaron | 17:29

  2. Re: Wegen Galiumnitrid? Sonst nichts?

    mrcdrc | 17:28

  3. Re: solange Kodi bleibt, alles gut!! kT

    StefanGrossmann | 17:25

  4. Re: 4000¤ - WTF?

    ArcherV | 17:18

  5. Re: ... die Pay-TV-Plattform Freenet TV ...

    sundilsan | 17:13


  1. 12:54

  2. 11:56

  3. 10:54

  4. 10:07

  5. 08:59

  6. 08:00

  7. 00:03

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel