Sportcoupé Dezir

Renault weckt elektrische Begierde

Schluss mit elektrischen Alltagsautos: Auf der Pariser Automesse zeigt auch Renault ein schickes Sportcoupé. Der Dezir ist eine futuristische Konzeptstudie eines Elektrosportwagens. Wie andere Elektrorenaults ist er mit einem Wechselakku nach dem Konzept von Better Place ausgestattet.

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Anders als etwa Audi mit dem E-Tron, Tesla Motors mit dem Tesla Roadster oder Daimler mit der Elektrovariante des Supersportwagen SLS AMG ist Renault das Thema Elektromobilität bisher sehr rational angegangen: Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im vergangenen Jahr stellte der französische Autohersteller vier Elektroautos für den Alltag vor, die ab 2011 und 2012 in die Serienfertigung gehen sollen. Bei der Automesse in Paris lädt auch Renault Automobilfans zum Träumen ein: mit dem elektrisch betriebenen Sportwagen Dezir. Der Name leitet sich vom französischen Wort désir ab, das für Begierde und Verlangen steht.

Flügeltüren

Das Design des Dezirs ist, wie es sich für ein Konzeptauto gehört, überaus futuristisch. So hat das Auto beispielsweise Flügeltüren, die sich zudem noch in verschiedene Richtungen öffnen - die eine nach vorne, die andere nach hinten. Eine Heckscheibe hat der Dezir nicht. Zwei Kameras zeigen dem Fahrer, was hinter dem Auto passiert. Fahrer und Beifahrer sitzen auf einer Bank statt auf getrennten Sitzen.

Der in Leichtbauweise konstruierte Dezir wiegt nur 830 kg. Die Antriebseinheit sitzt im hinteren Teil des Autos. Der Akku, der sich direkt hinter Fahrer und Beifahrer befindet, wird mit Luft gekühlt, die von vorne und der Seite in die Karosserie geleitet wird. Der Motor hat ein Leistung von 110kW (150 PS) und beschleunigt in 2 Sekunden von 0 auf 50 km/h und in 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des Flitzers ist auf 180 km/h begrenzt.

Formel-1-Technik

Mit einer Akkuladung kommt das Elektroauto 160 km weit. Während der Fahrt wird zur Reichweitenvergrößerung ein Energierückgewinnungssystem eingesetzt. Die Technik stammt aus dem Motorsport: Renault war 2009 eines der Formel-1-Teams, die das Kinetic Energy Recovery System (Kers) eingesetzt haben. Das Kers wandelt kinetische Energie beim Bremsen in elektrische um, die im Akku gespeichert wird.

Wie für die beiden Pkw Fluence und Zoe gibt es auch für das Sportcoupé drei Möglichkeiten, den Akku zu laden: Es kann an die Steckdose angeschlossen werden, dann muss der Fahrer acht Stunden warten, bis der Akku wieder voll ist. An einer speziellen Schnellladestation, die mit 400V Drehstrom betrieben wird, wird der Akku in etwa 20 Minuten zu 80 Prozent geladen. Diese Variante beansprucht allerdings den Akku sehr stark und sollte deshalb nicht zu oft genutzt werden.

Flitzer mit Wechselakku

Die dritte und schnellste Möglichkeit schließlich, an Fahrstrom zu kommen, ist der Akkutausch. Wie die Modelle Fluence und Zoe kann auch beim der Dezir der Akku an einer Wechselstation in etwa 3 Minuten gegen einen vollen ausgetauscht werden. Renault ist Partner des Unternehmens Better Place, das diese Technik ersonnen hat.

Renault will den Elektrosportwagen auf der Mondial de l'Automobile in Paris der Öffentlichkeit vorstellen. Die Messe ist eine der ältesten Automobilmessen der Welt: Es gibt sie seit 1898. Sie findet alle zwei Jahre statt, dieses Jahr vom 2. bis zum 17. Oktober.


Robin Wut 12. Jul 2010

Hmmmm... erst mal abwarten ob nu eine Steuer für Brennstäbe kommt oder nicht. :-D

Robin Wut 12. Jul 2010

Klar, einfach Dauermagnete in die Fahrbahndecke einlassen und dann im Fahrzeugboden ne...

Drehleier 12. Jul 2010

Meine Güte, ich bin beeindruckt. Ihr scheint ja alle ganz schön schnell Auto fahren zu...

flasherle 11. Jul 2010

sieht aus wie der R8

SowerCop 10. Jul 2010

...ney - ich glaube man Kurbelt den mit dem Lenkrad an, und der hat ein ganz niedriges...

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