Main One

Breitbandanbindung für Westafrika

Mit deutscher Unterstützung hat Anfang Juli das Tiefseekabel Main One nach Westafrika den Betrieb aufgenommen. Das Tiefseekabel soll die Kommunikationsmöglichkeiten via Internet und Telefon in der Region deutlich verbessern. Die damit verfügbare Bandbreite erhöht sich auf das Zehnfache.

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Das Tiefseekabel Main One verläuft über fast 7.000 Kilometer zwischen Portugal und Accra in Ghana sowie Lagos in Nigeria. Seine Übertragungskapazität liegt insgesamt bei 1,92 TBit/s. Die Glasfaserverbindung steht allen Telefon- und Netzbetreibern offen und dank sogenannter "branching units" besteht die Möglichkeit, die Elfenbeinküste, die Kanarischen Inseln, Marokko und den Senegal an das Netz anzubinden, was für den weiteren Verlauf des Projekts auch geplant ist. In einer zweiten Phase soll das Tiefseekabel dann bis nach Südafrika verlängert werden.

In Westafrika ist die Kommunikationsinfrastruktur bislang wenig entwickelt. Das Projekt soll die Kapazität für den internationalen und regionalen Datentransfer um mehr als das Zehnfache erhöhen und so die Kosten für Telefongespräche und Internetnutzung senken.

Finanziert wurde das Projekt auch mit deutscher Unterstützung. Rund 20 Millionen US-Dollar steuert die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) in Form eines beteiligungsähnlichen Darlehenn bei. Weiteres Geld kommt von der African Development Bank (AfDB) sowie von zwei nigerianischen Geschäftsbanken. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen bei 240 Millionen US-Dollar.

Seacom, ein ähnliches Tiefseekabel, das Ostafrika mit Europa und Indien verbindet, hatte in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Ein defekter Repeater störte den Internetverkehr zwischen Mumbai (Indien) und Mombasa (Kenia). Seacom war mit einer Länge von 17.000 Kilometern und einer Bandbreite von 1,28 Terabit/s einst angetreten, um "ein neues Zeitalter für Kommunikation zwischen dem [afrikanischen] Kontinent und dem Rest der Welt" einzuläuten.

Das bedeutet aber nicht, dass die Internetverbindung zwischen Ostafrika und Europa gut ist, wie Versuche von Golem.de, aus Uganda und Ruanda auf europäische Server zuzugreifen, im Mai/Juni 2010 gezeigt haben. Während der Zugriff auf lokale Server in diesem Ländern durchaus flott ist, sind Zugriffe auf europäische Server eine Geduldsprobe.


ISDNschleicher 09. Jul 2010

ich zumindest wohne in einem sogenannten "Ballungsraum", nur halt genau zwischen zwei...

Der Monk 09. Jul 2010

Hab letzt ne Reportage gesehen, in der die Chinesen auch digge in Afrika investieren. Die...

Deutsche Michel 08. Jul 2010

Naja der fleissige deutsche Steuerzahler zahlt im Ende immer für die Faulheit anderer...

sirtom 08. Jul 2010

Ja stimmt, eine Abhängigkeit vom "Netz" zu generieren, hilft sicher weiter ;-) Nein...

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