Softwarehersteller

Intergraph für 2,13 Milliarden US-Dollar verkauft

Um die Software von Intergraph in seine Messinstrumente integrieren zu können, kauft der schwedische Konzern Hexagon das Unternehmen Intergraph. Alle Messdaten im Unternehmen sollen so auf einer Plattform verfügbar werden.

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Der Messtechnikhersteller Hexagon hat für 2,13 Milliarden US-Dollar das Softwareunternehmen Intergraph gekauft. Hexagon gab in Stockholm bekannt, dass die Übernahme durch Bankkredite finanziert wird. Hexagon hat einen Börsenwert von 3,7 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme soll im Laufe des dritten bis vierten Quartals 2010 abgeschlossen sein. Analysten bezeichneten den Zukauf als richtigen Schritt, die Hexagon-Aktie legte zu.

Intergraph mit Hauptsitz in Huntsville, Alabama, ist ein Hersteller von Engineering-Software. Nach Abschluss der Transaktion wird Intergraph zu einem separaten Geschäftsbereich von Hexagon, in dem alle Produkte weiterlaufen sollen. Intergraph-Software soll zudem in die Messtechnologiesysteme von Hexagon integriert werden. Messdaten könnten dann unternehmensweit auf einer Oberfläche angezeigt und bearbeitet werden. Die Akquisition von Intergraph erfolge "mit dem Ziel, Hexagons Kernsoftware-Plattform zu werden", sagte Hexagon-Chef Ola Rollén. Dadurch ließen sich die Absatzmöglichkeiten in den relevanten Märkten steigern.

Intergraph hat weltweit 4.000 Beschäftigte. Im Jahr 2006 wurde Intergraph von einer Gruppe von Investmentkonzernen übernommen. Beteiligt waren Hellman & Friedman, TPG Capital und JMI Equity. Die Gruppe äußerte sich erfreut über den Verkauf an Hexagon.

Intergraph bietet neben Engineering-Software auch Geoinformations- und Einsatzleitsystemen und Photogrammetrie, bei der aus Bild- und Messdaten die räumliche Lage oder dreidimensionale Form eines Objekts bestimmt wird. Intergraph PP&M stellt Enterprise-Engineering-Software für die Planung, den Bau und den Betrieb von Anlagen, Schiffen und Offshore-Plattformen bereit. Intergraph war als Hersteller von Grafikworkstations gestartet.


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