Test Element OS: Linux-Distribution verwandelt PCs in Mediacenter

Test Element OS

Linux-Distribution verwandelt PCs in Mediacenter

Das aktuelle Element OS 1.3 bringt das Mediacenter XBMC für den Video- und Audiogenuss auf dem heimischen PC mit. Die Ubuntu-basierte Linux-Distribution ist schnell installiert und bietet eine angepasste Oberfläche sowie den Mediabrowser Cooliris.

Anzeige

Die Entwickler von Element OS haben eine Linux-Distribution zusammengestellt, die den heimischen PC ohne großen Aufwand in ein Mediacenter verwandelt. Dazu wurde die Benutzeroberfläche abgespeckt und ein eigener Anwendungsstarter entwickelt.

Die XFCE-Benutzeroberfläche ähnelt dem Unity-Desktop, der inzwischen in den Netbook-Varianten von Ubuntu zum Einsatz kommt. Eine einfache Taskleiste zeigt nur die nötigsten Icons an, nämlich das Menü-Icon und das Symbol, um den Desktop anzuzeigen. Anwendungen starten immer im Vollbildmodus und legen keine Symbole in der Taskleiste ab. Lediglich Icons auf dem Desktop können zum Wechseln zwischen geöffneten Anwendungen verwendet werden, was etwas umständlich ist.

  • Element OS 1.3 mit dem Anwendungsstarter
  • Das Zubehör-Menü
  • Das Spiele-Menü
  • Das Grafik-Menü
  • Das Multimedia-Menü
  • Das Netzwerk-Menü
  • Das Einstellungsmenü
  • Das System-Menü
  • Das XBMC Mediacenter
  • Der Audioplayer Decibel
  • Der Video-Player VLC
  • Das HDMI-Audio-Menü
  • Das Konfigurationfenster für den Anwendungsstarter
  • Die Paketquellen für Element OS
  • Weitere Extras für Element OS im Internet
Element OS 1.3 mit dem Anwendungsstarter

Multimediaprogramme satt

Mitten auf der Arbeitsfläche prangt der selbst entwickelte Anwendungsstarter, der Verknüpfungen zu den wichtigsten Programmen enthält, darunter die Mediacenter-Software XBMC, der Videoplayer VLC und der Audioplayer Decibel. Der Anwendungsstarter lässt sich einfach um zusätzliche Starter erweitern.

XBMC eignet sich dazu, Videos, Bilder oder Musik zu verwalten und abzuspielen. Da Element OS bereits viele Codecs mitbringt, kommt auch XBMC ohne Nachinstallation mit vielen Video- und Audioformaten klar. Mit Scraper sammelt XBMC Metadaten und Grafiken für Musikstücke, Filme und TV-Serien. Zusätzlich steht noch der VLC-Player zur Verfügung, der auch DVB-TV bietet und ebenfalls mit zahlreichen Videoformaten klarkommt. XBMC ist einfach zu bedienen, benötigt aber eine leistungsfähige Grafikkarte, um flüssig zu laufen.

Bewegtes Web mit Cooliris

In der aktuellen Version 1.3 bringt Element OS erstmals das Browser-Plugin Cooliris mit, das auf Audio und Videoinhalte im Internet spezialisiert ist. Cooliris unterstützt Dienste wie Googles Picasa, Youtube, Flickr, Hulu, Amazon und viele andere. Cooliris ruft von diesen Seiten Media-RSS-Streams ab, die mit Bildern und Videos gespickt werden können. So muss die eigentliche Website nicht besucht werden. Einige Themenkanäle zu Nachrichten, Sport und ähnlichen Themen sind auf Knopfdruck abrufbar. Es macht Spaß, in dem umfangreichen Angebot zu stöbern.

Element OS basiert auf dem etwas veralteten Ubuntu 9.10 alias Karmic Koala und verwendet neben dem Medibuntu-Repository auch die PPA-Quellen von XBMC und ein eigenes Repository für die selbst entwickelte Software. Der Starter für die Installation von Element OS befindet sich im Thunar-Datei-Manager, es handelt sich um den aus Ubuntu bekannten Installer.

Fazit

Element OS bringt umfangreiche Anwendungen mit, um einen PC in ein Mediacenter zu verwandeln. Wer mit Ubuntu zurechtkommt, fühlt sich in Element OS gleich heimisch. Das Cooliris-Plugin ist neben XBMC auch für die Verwendung auf Fernsehern geeignet, sofern die Fernbedienung mit dem PC funktioniert. Leider fehlt eine Anwendung, um Fernsehen am PC zu schauen. Dank der umfangreichen Software-Repositories kann sie aber schnell nachinstalliert werden.

Element OS 1.3 steht als ISO-Image in CD-Größe auf der Webseite des Projekts zum Download bereit. Die Entwickler geben einen 1,6-GHz-Prozessor, 1 GByte Arbeitsspeicher und eine 20-GByte-Festplatte als minimale Rechneranforderungen an.


derWurf 10. Sep 2010

Und mir wird schlecht von deiner Grammatik.

ichichich 08. Jul 2010

Interessant ist XMBC aber eigentlich nur für HTPC, wenn ich direkt davor sitze reichen...

filipo 08. Jul 2010

@0o9i8u7z, guter Beitrag. Zeigt doch in was für einer Komischen Welt die Leben...

mit filmen 07. Jul 2010

XB wird doch nicht mehr offiziell mitgeschleppt, wenn ich das noch richtig in erinnerung...

Chival 07. Jul 2010

Also zum Vergleich, ich hab hier XBMC unter Gentoo auf nem Atom 330 (+ION). Full HD ist...

Kommentieren


Karl-Tux-Stadt / 07. Jul 2010

Multimedial - Element OS



Anzeige

  1. Software Support Specialist (m/w)
    Scheidt & Bachmann Service GmbH, Mönchengladbach
  2. R&D Project Manager (m/w)
    Advantest Europe GmbH, Amerang
  3. IT-Business Analyst (m/w)
    LS travel retail Deutschland GmbH, Wiesbaden
  4. Support Specialist IT (m/w)
    Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Amazon erwirtschaftet Verlust von 126 Millionen US-Dollar

  2. Apple verkraftet Ansturm nicht

    OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

  3. Erfundene Waren

    Ebay-Betrüger muss für 7 Jahre in Haft

  4. Uber und Wundercar

    Deutsche haben großes Interesse an Taxi-Alternativen

  5. Bundesnetzagentur

    In Deutschland sind weiter rund 30 Wimax-Anbieter aktiv

  6. Allview Viva H7

    7-Zoll-Tablet mit UMTS-Modem für 120 Euro

  7. Echtzeit-Überwachung

    BND prüft angeblich Einsatz von SAPs Hana-Datenbank

  8. Xiaomi

    Design des Mi4 von Apple "inspiriert"

  9. Terrorabwehr

    Kriterien für Aufnahme in US-Terrordatenbank enthüllt

  10. Open Name System

    DNS mit Namecoin-Blockchain



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Türen geöffnet: Studenten "hacken" Tesla Model S
Türen geöffnet
Studenten "hacken" Tesla Model S
  1. Model III Tesla kündigt günstigeres Elektroauto an
  2. IMHO Kampfansage an das Patentsystem
  3. Elektroautos Tesla gibt seine Patente zur Nutzung durch andere frei

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Google Apps for Business Sprint steigt bei Googles App-Programm ein
  2. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  3. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent

    •  / 
    Zum Artikel