DBAN: Festplatten sicher löschen

DBAN

Festplatten sicher löschen

Wer seine ausgemusterte Festplatte auf den Sperrmüll bringt, braucht sich nicht wundern, wenn die darauf gespeicherten Daten später irgendwo im Internet auftauchen. DBAN hingegen putzt alle Daten sauber von den Festplatten - restlos.

Anzeige

Es gibt neugierige Menschen; und es landen Festplatten auf dem Sperrmüll oder auf Flohmärkten, auf denen noch Daten schlummern: Eine unheimliche Kombination, wenn es um Datensicherheit geht. Denn Festplatten sind nun einmal dazu ausgelegt, Daten zu speichern - bis man sie versehentlich oder explizit löscht.

Gelöscht ist nicht gleich gelöscht

Aber auch das Löschen der Daten bedeutet nicht unbedingt, dass sie unwiderruflich fort sind. Unanständige Bildchen, die sich beispielsweise im Papierkorb befinden, sind nun einmal nicht weg, sondern nur aus dem Blickfeld verschwunden. Profis und Eltern werden sie unbeschadet in den entsprechenden Systemverzeichnissen des jeweiligen Betriebssystems wiederfinden. Datenträger-Forensiker kratzen auch dann noch Daten von der Festplatte, wenn sie schon aus dem Papierkorb gelöscht wurden. Auch das Formatieren einer Festplatte hilft entgegen einer weit verbreiteten Meinung nichts: Oft bleiben dabei Bilder und Texte unbehelligt und können mit wenig Aufwand rekonstruiert werden.

  • Das Bootmenü von DBAN bietet eine Hilfe zu den Startoptionen an.
  • Löschaktionen können direkt aus dem Bootmenü gestartet werden.
  • Die Quick-Erase-Option radiert ein virenbefallenes Windows von der Festplatte.
  • Die Löschverfahren orientieren sich an den Vorgaben von Behörden, unter anderem der kanadischen Royal Canadian Mounted Police.
  • Weitere Verfahren hat das amerikanische Deparment of Defense,...
  • ... dass gleich mit zwei Varianten aufwartet.
  • Das Löschverfahren nach Gutmann verwendet 35 Durchgänge.
  • Über die Option PRNG bestimmt der Anwender selbst, welchen Zufallsgenerator DBAN verwenden soll.
  • Zur Verfügung steht einmal Mersenne Twister...
  • ... oder eines nach dem ISAAC-Stream.
  • Prüfverfahren bestätigen die Löschaktionen.
  • Außerdem kann die Anzahl der Löschvorgänge bestimmt werden.
  • Anschließend erfolgt noch die Festplattenauswahl.
  • Löschvorgänge können unter Umständen mehrere Stunden oder Tage dauern.
Das Bootmenü von DBAN bietet eine Hilfe zu den Startoptionen an.

Wer also Patientenakten oder Steuererklärungen nicht aus Versehen weitergeben will, kann mit Dariks Boot and Nuke - auch DBAN genannt - seine Festplatten sauberputzen. Die aktuelle Version 2.2.6 verwendet den Linux-Kernel in der Version 2.6.33 und funktioniert mit den meisten Festplattencontrollern.

Im Bootmenü sind bereits einige Optionen integriert, etwa das Löschen sämtlicher erkannter Festplatten ohne Nachfragen. Doch der Benutzer sollte sich lieber zunächst das Optionsmenü von DBAN anzeigen lassen, das nach dem Start des Linux-Kernels erscheint.

Löschen nach Geheimdienst-Vorgaben

Zur Auswahl stehen mehrere Löschverfahren, etwa die vom amerikanischen Department of Defense vorgeschriebenen drei Durchläufe, die mit Hilfe des Zufallsgenerators Mersenne-Twister willkürlich Daten auf die Festplatte schreiben. Oder das von der kanadischen Royal Canadian Mounted Police vorgeschriebene Verfahren, das mit insgesamt acht Durchläufen digitales Kauderwelsch auf die Spuren des Datenträgers legt. Jedes Verfahren kann auch mehrere Male hintereinander angewendet werden, je nachdem, wie vertraulich die Daten auf der Festplatte waren.

Je höher die Durchlaufzahl, desto länger kann sich der Anwender während des Löschvorgangs mit anderen Dingen beschäftigen, einkaufen gehen oder eine Weltreise antreten. Wer nur einen Windows-Rechner von einem Virenbefall befreien will, kann die Option Quick Erase wählen, die zeitlich noch nicht einmal für eine ausgedehnte Kaffeepause reicht, dafür aber alle Bereiche der Festplatte mit Nullen überschreibt - auch die, die ein Formatierungswerkzeug auslässt.

DBAN befreit so ziemlich jede Festplatte von vertraulichen Daten. Danach kann sie bedenkenlos auf den Sperrmüll gebracht oder gar verkauft werden. DBAN ist genauso sicher, als wenn der Anwender eine Harddisk aufschraubt und die einzelnen Platter mit Schmirgelpapier bearbeitet.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.


katzenpisse 22. Feb 2012

Ihr Weicheier :-P

SierraX 20. Jul 2010

Naja eigentlich nichts mehr... problem das ich sehe: es ist nicht sehr DAU freundlich und...

svvc 07. Jul 2010

ein z.B. mit knoppix booten und denn mit dd platt machen

Jurastudent 07. Jul 2010

Und soll auch sicher sein.

schneida mit a 07. Jul 2010

Vorausgesetzt du hast einen entsprechend starken Magneten (stichwort Degausser) - ok, das...

Kommentieren



Anzeige

  1. Leiter IT / CTO Strategy & Innovations (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin
  2. Quality- & Service-Manager/in SAP-Entwicklung
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. Spezialist für Call Center IT & Prozesse (m/w)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  4. Scrum Master Sales Solutions (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. GTA V [PC Download]
    53,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) USK 18 - Release 14.04.
  2. Metal Gear Solid V: The Phantom Pain PS4
    69,99€ - Release 01.09.
  3. Battlefield Hardline
    53,99€ USK 18

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Studie

    Spracherkennungs-Apps am Steuer erhöhen die Unfallgefahr

  2. Minister

    Keine Förderung mehr unter 50 MBit/s

  3. Onion Omega

    Preiswertes Bastelboard für OpenWrt

  4. Noki

    Intelligentes Türschloss ohne Umbauten installierbar

  5. Samsung 850 Evo

    M.2- und mSATA-Kärtchen erhalten mehr Cache

  6. Mozilla

    Firefox 37 bringt Zertifikatsperren und Nutzerfeedback

  7. Assassin's Creed Chronicles angespielt

    Drei mörderische Zeitreisen

  8. Operation Volatile Cedar

    Spionagesoftware aus dem Libanon

  9. Studie

    Facebook trackt jeden

  10. Umfrage

    Notebook bleibt beliebtestes Gerät zur Internetnutzung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Banana Pi M2 angesehen: Noch kein Raspberry-Pi-Killer
Banana Pi M2 angesehen
Noch kein Raspberry-Pi-Killer
  1. Die Woche im Video Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei
  2. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen
  3. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern

HTC One (M9) im Test: Endlich eine gute Kamera
HTC One (M9) im Test
Endlich eine gute Kamera
  1. Lollipop Erstes HTC-One-Smartphone erhält kein Android 5.1

Mini-Business-Rechner im Test: Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
Mini-Business-Rechner im Test
Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
  1. Shuttle DS57U Passiver Mini-PC mit Broadwell und zwei seriellen Com-Ports
  2. Broadwell-Mini-PC Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC
  3. Mouse Box Ein Mini-PC in der Maus

  1. Re: Die Preise können einfach nicht richtig sein...

    kockott | 09:57

  2. Re: Mal sehen was die Versicherung dazu sagt.

    Tantalus | 09:57

  3. Re: Hat mal jemand "Unterhalten" während der...

    elgooG | 09:56

  4. Re: ... entstandene "Ängste und Nöte" ...

    Qbit42 | 09:55

  5. Re: Verschlüsselung?

    chefin | 09:55


  1. 09:15

  2. 09:10

  3. 07:46

  4. 07:29

  5. 23:51

  6. 18:29

  7. 18:00

  8. 17:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel