Qualcomm Snapdragon
Quelloffener, aber proprietärer Android-Treiber ist da
Qualcomm hat einen Android-Grafik-Treiber für seine Snapdragon-Plattform veröffentlicht, die auch in Smartphones wie Googles Nexus One verwendet wird. Allerdings ist der Treiber nicht vollkommen quelloffen, zum Unmut der Kernel-Entwickler.
Der veröffentlichte Grafiktreiber für Qualcomms Snapdragon-Plattform verspricht 2D- und 3D-Unterstützung für dessen OpenGL-ES-Kern, der den Prozessor Scorpion auf dem SoC (System on a Chip) von Qualcomm begleitet. Qualcomm hat den Quellcode für den Andriod-Zweig des Linux-Kernels vorgeschlagen und hofft, dass der Treiber offiziell Einzug in den Kernel erhält.
Allerdings ist nur die Schnittstelle zum Linux-Kernel quelloffen. Der Teil des Treibers, der im User-Space geladen wird, ist weiterhin proprietär. Damit stellt Qualcomm die Linux-Entwickler vor Lizenzprobleme. Kernel-Entwickler David Airlie kommentierte: "Wenn kein quelloffener (LGPL oder MIT-Lizenz) User-Space-Treiber geplant ist, sollte auch keine Zeit damit verschwendet werden, einen quelloffenen Kernel-Treiber einzureichen."
Qualcomm stellt die Entwickler aber nicht nur vor lizenzrechtliche Probleme. Der Treiber verwendet die eigene Schnittstelle Kernel GSL, statt über die aktuelle DRM/KMS APIs zu kommunizieren. Darin sehen die Linux-Programmierer Probleme bei der Pflege der APIs. Die Diskussion in der DRI-Mailingliste auf freedesktop.org dauert an.
