Blick in eine Foxconn-Kantine in Shenzhen
Blick in eine Foxconn-Kantine in Shenzhen

Suizide

Foxconn verlagert Arbeitsplätze aus Shenzhen

Nach angekündigten Lohnerhöhungen wird Foxconn nun 75 Prozent der 400.000 Arbeitsplätze aus Shenzhen in einen anderen Landesteil verlagern. An den Arbeitsbedingungen habe sich fast nichts geändert, berichtet ein Arbeiter.

Anzeige

Foxconn wird 300.000 Arbeitsplätze aus seiner Fabrik in Shenzhen, wo es zu einer Serie von Selbsttötungen kam, in einen anderen Landesteil verlagern. Das berichtet die South China Morning Post unter Berufung auf Arbeiter aus Shenzhen. Die Produktion geht in die Henan-Provinz in der östlichen Landesmitte und nach Tianjin, Qingdao und Wuhan.

Den Arbeitern sei gesagt worden, dass nur 100.000 der 400.000 Arbeitsplätze in Shenzhen, in der Nähe von Hongkong, verbleiben würden. Diese 100.000 Arbeiter sollen weiter für Apple produzieren, so die South China Morning Post. In Zhengzhou, der Provinzhauptstadt von Henan, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, die neue Foxconn-Fabrik werde auf einem 133 Hektar großen Gebiet erbaut, das die Stadt dem taiwanischen Konzern zur Verfügung stelle. Henan ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Chinas, wo viele Wanderarbeiter herstammen.

Die meisten Arbeiter in Shenzhen wollten den Umzug nach Henan nicht mitmachen, berichtet die South China Morning Post. An den inhumanen Arbeitsbedingungen mit Sprechverbot, Überstunden und Siebentagewoche habe sich nichts verändert. Ein Arbeiter sagte der Zeitung: "Ich muss weiterhin elf Stunden am Tag von 07:30 bis 19:30 Uhr arbeiten, an sieben Tagen in der Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen." Die Firmenleitung hätte ihr öffentlich gegebenes Versprechen von mindestens einem freien Tag pro Woche nicht eingehalten, sagte er. Auch Zusagen, es werde keine Verlagerungen der Arbeitsplätze geben, wurden gebrochen.

Nach einer Reihe von Suiziden hatte Foxconn in mehreren Schritten den Monatslohn ab dem 1. Oktober 2010 auf 2.000 Yuan (245,50 Euro) heraufgesetzt. Vincent Chen, Analyst bei den Investmentbankern Yuanta Securities in Taipeh, hatte errechnet, dass die Löhne vor der Erhöhung circa 2 Prozent der operativen Kosten von Foxconn ausmachen.

Foxconn ist ein taiwanischer Konzern, der in seinen circa 20 Fabriken in China rund 800.000 Menschen beschäftigt. Der Konzern ist Auftragshersteller für Apple, Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo, Sony und andere.


Trollversteher 02. Jul 2010

Es gibt mehr Zwischenstufen als "Naiver Weltverbesserer-Hippie" und "Zyniker, der's...

OSXler 30. Jun 2010

... und ich meine es auch ernst. Aber, ich mag auch die Produkte von Apple, mag auf die...

Trollversteher 30. Jun 2010

Habe weder Beschützerinstinkt, noch sonstige Sympathien für den Laden. Empfinde es nur...

narf 30. Jun 2010

apple hat zugestimmt das foxconn seinen arbeitern mehr bezahlt, nicht das apple an...

Jurastudent 30. Jun 2010

Nur die altbackenen Sprüche und kleinbürgerliche Gesinnung von ihm hätteste nicht auch...

Kommentieren




Anzeige

  1. Support Mitarbeiter Anwendungssupport/IT-Consult- ant Trainee (m/w)
    FirstProject Consulting GmbH, Hamburg
  2. IT-Koordinator Web-Technologien (m/w)
    easyCredit, Nürnberg
  3. Scientific Programmer (m/w)
    CeMM Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences, Vienna (Austria)
  4. Spezialistin / Spezialist E-Government und Online-Services
    VBL, Karlsruhe

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Metal Gear Solid V: The Phantom Pain PS4
    69,99€ - Release 01.09.
  2. GTA V (PC)
    59,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie) USK 18 - Release 14.04.
  3. Cities: Skylines [PC/Mac Steam Code]
    27,99€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Gewerkschaft

    Amazon-Streik vor Ostern ausgeweitet

  2. Forschung

    Graphen sollen LEDs verbessern

  3. Qualitätsprobleme

    Withings Activité Pop mit Glasbruch und Verletzungsgefahr

  4. Apple-Patent

    Smartphone-Kamera mit drei Sensoren

  5. Taxi-Dienst

    Uber plant neuen Dienst für Deutschland

  6. Pilotprojekt

    DHL-Paketkasten kommt in Mehrfamilienhäuser

  7. Technical Preview

    Windows 10 erscheint in Kürze für weitere Smartphones

  8. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  9. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar

  10. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Lenovo Thinkpad X1 Carbon im Test: Zurück zu den Wurzeln
Lenovo Thinkpad X1 Carbon im Test
Zurück zu den Wurzeln
  1. HyperX-Serie Kingstons Predator ist die vorerst schnellste Consumer-SSD
  2. Dell XPS 13 Ultrabook im Test Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!
  3. Ultrabook Lenovo zeigt neues Thinkpad X1 Carbon

Test USB 3.1 mit Stecker Typ C: Die Alleskönner-Schnittstelle
Test USB 3.1 mit Stecker Typ C
Die Alleskönner-Schnittstelle
  1. MSI 970A SLI Krait Edition Erstes AMD-Mainboard mit USB 3.1 vorgestellt
  2. Mit Stecker Typ C Asrock stattet Intel-Mainboards mit USB-3.1-Karte aus
  3. USB 3.1 Richtig schnelle Mangelware

AMD Freesync im Test: Kostenlos im gleichen Takt
AMD Freesync im Test
Kostenlos im gleichen Takt
  1. eDP 1.4a Displayport-Standard für 8K-Bildschirme ist fertig
  2. Adaptive Sync für Notebooks Nvidia arbeitet an G-Sync ohne Zusatzmodul
  3. LG 34UM67 Erster Ultra-Widescreen-Monitor mit Freesync vorgestellt

  1. Gibts doch schon längst?!?

    thecrew | 09:04

  2. Re: Ohne Outlook-Ersatz wird das weder bei Libre...

    Oldschooler | 09:02

  3. Re: Anstatt Busspur: Einheitliche Stecker- und...

    ChMu | 09:02

  4. Re: Performance

    Sybok | 09:01

  5. Re: So dicke Eier...

    Oldschooler | 09:00


  1. 08:12

  2. 07:23

  3. 16:09

  4. 15:29

  5. 12:41

  6. 11:51

  7. 09:43

  8. 17:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel