Zensur

Pakistan überwacht Suchmaschinen

Die pakistanischen Behörden haben angekündigt, dass sie mehrere Webangebote, darunter die großen Suchmaschinen, unter Aufsicht stellen werden. Links zu Angeboten, die sie als unangemessen betrachten, wollen sie blockieren. Einige weniger bedeutende Angebote wurden gesperrt.

Anzeige

Wenige Wochen nachdem Pakistan den Zugang zum sozialen Netz Facebook wieder zugelassen hat, haben die Behörden des asiatischen Landes erneut religiös motivierte Zensurmaßahnen angekündigt. Eine Reihe von Angeboten wollen sie beobachten, andere sind bereits gesperrt, berichtet die BBC.

Suchmaschinen unter Beobachtung

Zu den Angeboten, die unter Beobachtung stehen, gehören die Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing. Dazu kommen Googles Videoportal Youtube sowie das Angebot des Onlinehändlers Amazon. Die Behörden wollen diese Webangebote überwachen und Links sperren, die sie als unangemessen ansehen. Die Seiten selbst sollen jedoch nach Möglichkeit weiter erreichbar sein, sagte ein Behördenvertreter dem britischen Sender. 17 weitere Angebote, die weniger bedeutend sind als die genannten, können von Pakistan aus nicht mehr aufgerufen werden.

Wie bei der Sperrung von Facebook geht es auch hier um Inhalte, die als den Islam verunglimpfend angesehen werden. Der Islam ist Staatsreligion in Pakistan, Verunglimpfungen sind in dem Land verboten. Anlass für die Sperrung von Facebook im Mai war ein Malwettbewerb: Eine Gruppe hatte Internetnutzer in aller Welt aufgerufen, aus Protest gegen die Bedrohung der Rede- und Meinungsfreiheit durch radikale Islamisten Karikaturen des Propheten Mohammed anzufertigen.

Sperrung wegen Karikaturenwettbewerb

Facebook hatte eine Gruppe für den Wettbewerb eingerichtet und war deshalb gesperrt worden. Die Betreiber beugten sich dem Druck aus Islamabad: Das Angebot wurde so modifiziert, dass pakistanische Nutzer keinen Zugang mehr zu dieser Gruppe haben. Seither ist das soziale Netz in Pakistan wieder erreichbar.

Eine Youtube-Sprecherin sagte dem Wall Street Journal, Youtube und Google seien Angebote, die der Meinungsfreiheit dienten. Das Unternehmen werde sich bemühen, dass die Angebote nicht gesperrt würden und so viele Inhalte wie möglich abrufbar blieben. Allerdings werde man sich bei den Inhalten nicht reinreden lassen. Anfang des Jahres hatte Google nach einem Einbruch in seine Systeme angekündigt, sich den Zensurvorgaben der chinesischen Regierung nicht mehr beugen zu wollen.

Youtube offline

Vor zwei Jahren hatten die pakistanischen Behörden das Videoportal Youtube mit der Begründung gesperrt, dort seien Inhalte und Filme abrufbar, die den Islam beleidigten. Bei der Aktion kam es zu einer folgenreichen Panne beim Hongkonger Internetdienstleister Pacific Century Cyberworks (PCCW), aufgrund derer das Videoportal am 24. Februar 2008 für kurze Zeit weltweit nicht erreichbar war.


katzenpisse 29. Jun 2010

Als ob's in anderen Bundesländern viel besser wäre...

bämm 29. Jun 2010

wusste gar nicht, dass deutschland schon islamisch ist...

oneway 29. Jun 2010

ich glaub es wird bei https in nur eine richtung verschlüsselt. jetzt darfst mal raten in...

Steve Jobs... 28. Jun 2010

Der selbsternannte Gott, Steve Jobs, hat angekündigt, dass er mehrere Webangebote...

Kommentieren




Anzeige
  1. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  2. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt
  3. Senior Software-Entwickler .NET (m/w)
    IDpendant GmbH, Unterschleißheim bei München (Reisebereitschaft)
  4. IT-Support-Mitarbeiter/in
    Clifford Chance, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Zum Artikel