Atomisiert: Intels x86-Version von Android 2.2 ist fast fertig

Atomisiert

Intels x86-Version von Android 2.2 ist fast fertig

Intels Softwarechefin hat gegenüber einer australischen Zeitschrift angekündigt, dass Android 2.2 noch im Sommer 2010 auf Intel-Prozessoren laufen soll. Damit ist der Weg frei für günstige Android-Tablets und Intel-Smartphones.

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Aus Intels Sicht ist der Erfolg des Atom-Prozessors in Netbooks eher ein Betriebsunfall: Vorgesehen war das sparsamste x86-Design ursprünglich für noch kompaktere Geräte, vornehmlich ohne Tastatur. Als Intel diese Strategie mit einer drei Jahre in die Zukunft weisenden Roadmap Anfang 2008 vorstellte, nannte das Unternehmen diese Gerätekategorie noch "MID", für Mobile Internet Device. Inzwischen haben sich die internetfähigen Smartphones durchgesetzt, auch ganz ohne Intel-CPU.

Und auch bei der nächsten Kategorie, den boomenden Tablets, hat Intel noch nichts zu melden. Wie bei den Smartphones steckt in den meisten Internettafeln ein ARM-Kern. Die von ARM und zahlreichen Designschmieden entworfenen Systems-on-a-Chip (SoCs) auf Basis der ARM-Architektur reichen für heutige mobile Geräte völlig aus, und sie benötigen nur einen Bruchteil des Stroms von Intels Atom-Prozessor. Der soll zwar in der nächsten Generation "Medfield" endlich auch fit für die in Smartphones mögliche Leistungsaufnahme werden, konkrete Werte hat Intel dafür aber noch nicht genannt.

Wie Intels Chefin der Softwareabteilung, Renee James, nun aber gegenüber APC sagte, soll die x86-Version von Android 2.2 (Froyo) noch im Sommer 2010 fertiggestellt sein. Das ist ziemlich schnell: Google hat die neue Version gerade erst vorgestellt. Laut James war die Umsetzung des für ARM entwickelten Android auf x86 nicht besonders schwierig, weil Intel viel Erfahrung mit Linux hat - was auch schon auf Android 2.1 zutrifft. Das gesamte x86-Froyo will Intel der Open-Source-Community zugänglich machen.

Das schnelle Release ist für Intel selbst bitter nötig, um noch mehr als einen Fuß in den Markt für Handhelds zu bekommen. Ende 2010 soll die nächste Atom-Plattform Medfield erscheinen, noch davor ist mit zahlreichen Tablets aus Taiwan zu rechnen. Die zur Computex teils als funktionslose Designstudien gezeigten Tablets enttäuschten bisher.

Das passende und offene Betriebssystem ist für diese Geräte noch nicht gefunden, und auch die wenigen Android-Tablets, die es unter anderem von Archos gibt, können in Komfort und Geschwindigkeit Apples iPad nicht das Wasser reichen. Dass sich das mit dem unter anderem bei Multimedia stark erweiterten Android 2.2 ändern könnte, sieht offenbar auch Intel. Die Entwicklung für die neuen mobilen Windows-Versionen, Windows 7 und das von Intel und Nokia gemeinsam definierte mobile Linux MeeGo geht jedoch auch bei Intel weiter.


Der Kaiser! 02. Jul 2010

Vielleicht wird Android durch den Port Ubuntu ablösen. ^^

derKlaus 30. Jun 2010

einen Nettop mit Nvidia Ion Plattform + BD Laufwerk extern und einen softwareplayer. Ich...

Realistenandreas 26. Jun 2010

Wozu deer krampfhafte Versuch, eine technisch minderwertige Technologie aus den 70ern in...

R. Ibu 25. Jun 2010

Eine VM mit 32 MB RAM in der genau eine Applikation rennt wie die rasende Lucie - da will...

ruckelandroid 25. Jun 2010

Oder braucht es dafür einen i5? Wie das wohl wird, wenn unter Android erst ein...

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